Notebookcheck

Im Test bei NBC: Best of January 2012

Sebastian Jentsch, 25.02.2012

Günstig ist selten perfekt. Dies bestätigte sich bei den Office-, Subnotebook- und Multimedia-Testgeräten im Januar. Ob ProBook für 430, Compaq Presario für 350 oder Aspire mit Dual Graphics für 600 Euro: kein Gerät konnte vollständig überzeugen.

Im Monat Januar gingen 17 Testgeräte durch unsere verfrorenen Hände. Weniger als in vorherigen Monaten. Böse Zungen könnten von verschneiten UPS-Fahrern oder von eingefrorenen DHL-Packstationen sprechen. Ein Blick auf die News-Agenda zeigt aber den wahren Grund für die Flaute: Hersteller und Kunden blicken auf Intels nächste CPU-Generation Ivy Bridge, auch wenn es entsprechende Notebooks erst ab frühestens April 2012 geben wird. Bis dahin sollen sich Kunden aber über Preisnachlässe für Sandy-Bridge-Notebooks freuen können. 

Mangels technisch brandneuer Komponenten haben wir uns im Januar auf die Budget-Sektion gestürzt. Unter den Subnotebooks und Office-Notebooks haben wir einige noch nicht getestete Modelle gefunden, die zwar nicht das Gelbe vom Ei aber zumindest günstig sind. Die Multimedia-Ecke wurde von AMDs Radeon Grafikkarten dominiert, z. B. mit der AMD Radeon HD 7670M in Kombination mit Intel-CPU. 

Als Desktop Replacement durchlief nur das HP Pavilion dv7-6b02eg den Parcours. Mit seiner HD 6770M und dem Vierkerner Intel Core i7 2670QM bietet der 17.3-Zoller für 1.300 Euro viel Leistung als Multimedia-Zentrale. Full-HD-Auflösung, Blu-ray Brenner und SSD-HDD Kombination ergänzen das Paket, welches unter Leistung eine seltene 97% Wertung erreicht. Die Gesamtwertung leidet jedoch unter der schlechten Tastatur, der hohen Lautstärke sowie den wenigen Anschlüssen. 

Unser US-Redakteur Allen Ngo schnappte sich das taufrische Amazon Kindle Fire 7" Tablet, welches jetzt, Ende Februar 2012, für 260 Euro angeboten wird. Auf Amazon Dienste zugeschnitten bietet der 7-Zoller wenige Spielräume, (Spiele, Leistung, Apps) aber immerhin einen farbstarken Bildschirm sowie ein gelungenes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Kategorie Subnotebook

Anwärter:

Toshiba Portégé Z830-10N (i3) 83%

HP ProBook 4330s LW759ES 85%

Medion Akoya E2312 MD97974 77%

Samsung Series 4 410B2B (3G) 85%

Toshibas Ultrabook Portégé Z830-10N ist ein Außenseiter in dieser Runde. Sein Preis von 1.200 Euro richtet sich nicht an Schnäppchenjäger, sondern an mobile Avantgardisten mit hohen Ansprüchen an ihren 13.3-Zoller. Selbigen hatten wir als i7-Version Z830-10J (83%) bereits im Dezember 2011 im Test. Unser jetziger Praxistest auf der Messe CES in Las Vegas bestätigte die Wertung in den positiven und negativen Merkmalen: Das nervige Lüftergeräusch und das leicht verwindbare Display bleiben erhalten. Die geringere Performance des Core i3 2367M fällt im mobilen Einsatz nicht auf, dafür erhöht sich die Akkulaufzeit. 

Das HP ProBook 4330s 3G (LW759ES) kann wohl als das billigste ProBook auf dem Markt gelten (ab 430 Euro). Der Preis kommt nur zustande, weil auf den langsamsten Intel-Prozessor, den Celeron B810, gesetzt wird. Unpassend für einen 13.3-Zoller, der mit UMTS-Modul auf den mobilen Betrieb zielt. Statt der wenig energiesparenden 35 Watt CPU hätte ein Low Voltage Core i5 2467M (17 Watt) mehr Akkulaufzeit aus den 47 Wattstunden herausholen können. Auf Grund des Preises fällt unser Urteil dennoch positiv aus: Verarbeitung, Design und Eingabegeräte sind gelungen, Lautstärke und Temperatur ebenso. 

Als echter Langweiler entpuppte sich Medions Akoya E2312 (MD97974). Wenn der handliche 12.1-Zoller wenigstens ein UMTS-Modul sein Eigen nennen würde. Die Laufzeit von knapp vier Stunden hätte der anspruchslosen Kundschaft genügt, aber das spiegelnde Hannstar-Panel, sowie der Schmierfinger-Look des knarrenden Gehäuses vermiesen mobile Freuden. Ebenso unverständlich ist der stets hörbar rotierende Lüfter, der eigentlich nur die geringe Abwärme des leistungsarmen AMD E-Series E-450 abführen muss. Abgesehen von der niedrigen Temperatur und dem geringen Gewicht sprechen keine Features und auch nicht der Preis von 400 Euro für den Erwerb des Akoya E2312.

Der 12.5-Zoller Samsung Series 4 410B2B ist mit dem ProBook 4330s vergleichbar. Wie dieser zielt Samsung auf professionelle Nutzer ab, ist dabei aber genau doppelt so teuer wie das HP Modell. Die Preiserhöhung soll durch USB 3.0, ExpressCard, Docking-Port und Core i5 2520M gerechtfertigt sein. Das UMTS-Modul ist auch hier an Bord. Materialien und Verarbeitung kommen nicht ganz an das ProBook 4330s heran, dafür gefallen uns die Eingabegeräte aber einen Tick besser (Point Stick). Das entspiegelte Panel ist für die Sonne leider zu dunkel (Durchschnitt 145.6 cd/m²), hier ist das ProBook aber auch nicht viel besser. 

Subnotebook des Monats Januar 2012: HP ProBook 4330s 3G (LW759ES)

Gleiche Gesamtwertung für zwei gut vergleichbare Geräte. Auf Grund des mit Abstand günstigeren Preises entscheiden wir uns für das ProBook. Den fehlenden Docking Port können Nutzer mit einem guten USB-Port-Replikator fast wettmachen. Per Express Card 34 kann USB 3.0 nachgerüstet werden. Der stets hörbare Lüfter dürfte HP typisch im BIOS temporär deaktivierbar sein. Dort muss die Option „Fan Always on when on AC“ deaktiviert werden. Übrig bleibt ein leistungsschwaches, aber in allen anderen Belangen, gutes bis sehr gutes Subnotebook.

Besitzer der Testvariante ProBook 4330s LW759ES können sich glücklich schätzen, denn aktuell werden nur noch teurere Core i3/i5-Modell ohne UMTS verkauft (ab 560 Euro). 

» Das HP ProBook 4330s LW820EA#ABD mit Core i3 und ohne UMTS ist derzeit ab 619 Euro bei Amazon.de erhältlich.

HP ProBook 4330s LW759ES
HP ProBook 4330s LW759ES
HP ProBook 4330s
HP ProBook 4330s
HP ProBook 4330s
HP ProBook 4330s
Award HP ProBook 4330s LW759ES
Award HP ProBook 4330s LW759ES

Was uns gefällt

Die Verarbeitung und das Design des Notebooks. Für ein Notebook, das weniger als 500 Euro kostet, hat HP hier gute Arbeit geleistet.

Was wir vermissen

Einen Docking-Anschluss. Ein besseres Display würde dem Notebook ebenfalls gut zu Gesicht stehen.

Was uns verblüfft

Wer normalerweise ein Notebook mit UMTS und kleiner Bildschirmdiagonale zu einem annehmbaren Preis wollte, griff bisher zu einem Netbook. Das HP ProBook 4330s stellt für diese User nun eine ernstzunehmende Alternative dar.

Die Konkurrenz

Wer lieber mit den Notebooks der Firma Lenovo arbeitet, kann für den nahezu gleichen Preis mit dem Lenovo ThinkPad Edge E325-12972FG glücklich werden. Hier kommt Technik von AMD zum Einsatz anstatt von Intel. Ein weiterer Mitbewerber kommt mit dem Vostro V131 aus dem Hause Dell. Hier gibt es dank i5 Prozessor deutlich bessere Anwendungsleistung. Zudem verfügt es über eine leistungsfähigere Grafikkarte und größere Festplatte. Mit ca. 780 Euro ist es aber auch deutlich teurer. Eine günstige Alternative wäre auch das Fujitsu SH531.

Kategorie Office

Anwärter:

Asus U56E-XX028V 82%

HP Compaq Presario CQ57-303SG 76%

HP ProBook 6465b (LY433EA) 85%

Lenovo B570-M58G4GE 82%

Samsung Series 6 600B5B-S01DE 84%

Asus Pro P53E-SO102X 83%

Samsung Series 3 E3520-A01DE 83%

Acer TravelMate TimelineX 8481TG 82%

Unser Block aus acht Office-Geräten wird angeführt vom Asus U56E-XX028V. Der optisch ausgefallene aber attraktive 15.6-Zoller sieht seine Kernkompetenz in der Arbeit, denn Core i5 und Intel HD 3000 lassen keine Spiele-Ambitionen aufkommen. Das spiegelnde Display verhindert leider den Außeneinsatz, was angesichts der fulminanten neun Stunden Laufzeit tragisch ist. Die Laufzeit wird zudem durch den herausstehenden 74-Wh-Akku erkauft. Die Tastatur eignet sich nicht für Perfektionisten, zu schwach ist der Druckpunkt. Der Preis: 730 Euro.

Mit dem HP Compaq Presario CQ57-303SG greifen wir ganz tief in den Wühltisch aktueller Billig-Notebooks. Der 15.6-Zoller für 350 Euro ist mit AMDs E-Series E-450 auf der Höhe der Zeit aber dennoch leistungsschwach. Wer auf Wartezeiten bei Programmstarts und lange Berechnungen verzichten will, der sollte nicht zu dieser für Netbooks und Subnotebooks gemachten AMD APU greifen. Dafür sind Akkulaufzeit (fünf Stunden WLAN-Test), Eingabegeräte und Wärmeentwicklung genau das, was man sich für ein einfaches Office-Notebook wünscht: lang, feedbackstark und niedrig.

Das ProBook 6465b LY433EA wird trotz günstiger AMD-Plattform erst ab 880 Euro angeboten. Das ist ident mit den leistungsmäßig besseren Intel Core-Versionen (6460b), wird aber durch eine 128 GB SSD gerechtfertigt. Weniger Rechenpower mit Quadcore AMD A6-3410MX (4x 1.60GHz), dafür aber mehr Systemperformance dank SSD? Der Plan geht auf, die Wertung Anwendungsleistung erhält 90%, woran auch die integrierte Radeon HD 6520G ihren Anteil hat. Die starke Akkulaufzeit (5:35 Stunden WLAN-Test), das schlichte Design und die gelungenen Eingabegeräte runden das Büropaket ab. Mit dem matten Display sind Outdoor-Einsätze kein Problem und die HP Advanced Docking Station klickt sich im Büro binnen Sekunden unter das stabile Chassis. Nicht zu vergessen: Das 14-Zoll Panel löst in 1600x900 Pixeln hoch auf.

Lenovos B570 ist ein Office-Book für schmale Budgets. Für 420 Euro nennt der 15.6-Zoller immerhin Core i3 2330M und Windows 7 Home Premium 64 Bit sein Eigen. Die Ports überraschen mit einer eSATA/USB 2.0 Kombination. Uns gefallen die stabile Verarbeitung und die sehr gute Tastatur. Stabil gilt leider nicht für den wackeligen Displaydeckel. Minuspunkte gibt es für das spiegelnde und farbschwache Display

Samsung richtet seine Midrange Series 6 auf die anspruchsvolle Business-Kundschaft aus. Das Modell 600B5B-S01DE kostet stolze 1.120 Euro und bringt dafür viel Leistung (Core i5 2520M) und Übersicht (WXGA++) mit. Die matte Anzeige ist schön hell und erlaubt das Arbeiten in der Sonne. Dafür ist der Kontrast sehr schlecht (116:1). Uns gefällt die sehr gute Tastatur, welche sogar eine konische Wölbung für die Treffsicherheit bietet. Den ProBooks hinkt Samsungs Serie 6 nicht hinterher, es gibt einen Docking Port, einen ExpressCard-Schacht sowie USB 3.0 (2x). 

Das zweite Business-Modell kommt von Asus und trägt ein vielversprechendes Pro im Namen: Pro P53E-SO102X. Am Ende des Tests bleibt aber nicht viel „Profi“ übrig, denn schlecht positionierte Anschlüsse, niedrige HelligkeitPlastik-Feeling und fehlender Docking-Port lassen keinen Besitzerstolz aufkommen. Vielleicht muss der 15.6-Zoller dies aber gar nicht leisten. Für sparschweinfreundliche 450 Euro gibt es einen Core i3 2330M mit Windows 7 Professional. Die Liste der positiven Merkmale ist lang: Stabile Base-Unitmattes Display, gute Tastatur, niedrige Wärmeabgabe und gute Anwendungsleistung, um nur einige zu nennen. 

Samsungs Series 3 ist die Low-Cost Reihe der Koreaner, welche durch einfache Gehäuse und minimale Anschlüsse niedrige Preise realisiert. Das Samsung Duracase (Serie 6) kommt hier nicht zum Einsatz, ein akzeptabel biegsames Gehäuse ist die Quittung. Office-Freunde werden durch das entspiegelte 15.6-Zoll Panel auf den E3520-A01DE (500 Euro) aufmerksam. Ordentlich ist die Leistung mit dem Core i5 2410M, es kommt aber office-typisch ohne dedizierte Grafikkarte (HD Graphics 3000) daher. Uns gefallen die geringe Geräusch- und Wärmeentwicklung, sowie die lange Akkulaufzeit von knapp fünf Stunden. Die Eingabegeräte stehen deutlich hinter der Serie 6 zurück, was angesichts des Preisunterschiedes logisch erscheint. 

Acer stellt mit dem TravelMate TimelineX 8481TG einen 14-Zoller auf die Beine, der alles andere ist als ein dröges Office-Book für Langweiler. Kleine Angeber kommen mit dem flachen Gehäuse und dem extrem dünnen TFT-Rahmen auf ihre Kosten. Die Laufzeit liegt bei 9:20 Stunden. Richtig gelesen, die gigantische WLAN-Laufzeit wird durch den stromsparenden Core i5 2467M (1.6 GHz) erreicht, welcher ansonsten fast nur in Ultrabooks eingebaut wird (z. B. Aspire S3-951). Natürlich spielt auch der 87 Wh Lithium-Ionen Akku eine Rolle, welcher leider deutlich hervorsteht. 

Auf Leistung muss der Anwender beim TimelineX nicht verzichten, SanDisk-SSD und abschaltbare GeForce GT 520M sorgen für eine sehr gute Leistung. Im Detail bemerken wird jedoch die recht lahmen Lese- und Schreibraten der SanDisk-SSD P4 64GB. Damit der Platz nicht knapp wird, ist sie mit einer 320 GB HDD kombiniert. Zuletzt erfüllen das geringe Gewicht und die hochwertigen Materialien unseren hohen Qualitäts-Anspruch. Die Gesamtnote ist dennoch weit vom Sehr Gut entfernt, was an der hohen Lautstärke, dem schlechten Display und der wackeligen Tastatur liegt. Gerade letzteres ist für einen TravelMate unpassend. 

Office-Notebook des Monats Januar 2012: HP ProBook 6465b LY433EA

Das ProBook 6465b ist ein rundes Office-Paket für den stationären und den mobilen Einsatz. Für Performance-Fans taugt der AMD-Quadcore nicht, aber die SSD holt dennoch eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit heraus. Wer nicht den Aufpreis zur Intel Core + SSD-Version zahlen möchte, der ist mit dem 6465b gut bedient. Die i5, SSD, WXGA++-Version 6460b kostet stolze 1.150 Euro. Die AMD-Plattform spart also 270 Euro. Anspruchsvolle Office-Fans sollten sich auch das Samsung Series 6 600B5B-S01DE ansehen.

» Das ProBook 6465b mit A6-3410MX, 500 GB HDD und 1600 x 900 (WXGA++)  ist derzeit ab 760 Euro bei amazon.de erhältlich.

HP ProBook 6465b LY433EA
HP ProBook 6465b LY433EA
HP ProBook 6465b
HP ProBook 6465b
HP ProBook 6465b
HP ProBook 6465b
Award HP ProBook 6465b LY433EA
Award HP ProBook 6465b LY433EA

Was uns gefällt

Das schlichte aber auch edle Design und die vielen Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten.

Was wir vermissen

Das aktuelle USB 3.0, sowie ein helleres Display.

Was uns verblüfft

Dass die Gesamtleistung nach dem PCMark durch die SSD so weit gesteigert wird.

Die Konkurrenz

Dell Vostro 3450Acer TravelMate TimelineX 8481TGDell Latitude E6320HP ProBook 4535s

Kategorie Multimedia

Anwärter: 

Packard Bell EasyNote LS11HR-167GE 79%

Acer Aspire 7560G (Fusion) 78%

Samsung Series 7 700Z3A-S03DE 81%

Packard Bell EasyNote TS13HR-197GE 82% 

Lenovo IdeaPad Y570-086225U 82% 

Packard Bell schüttelt mit dem EasyNote LS11HR-167GE einen 17-Zoll-Allrounder aus dem Ärmel, der für 690 Euro als Preis-Leistungs-König gelten kann. Warum? Die brandneue AMD Radeon HD 7670M lässt Spieler aufhorchen, ein Core i5 2450M ist für diesen Zweck obligatorisch. Die 1600x900 Pixel umfassende Spiegelanzeige mit geringsten Kontrasten muss in der Preisklasse wohl in Kauf genommen werden. Die dynamische Grafikumschaltung (Intel HD 3000) funktioniert sehr gut und trägt zur passablen Laufzeit von vier Stunden bei (17-Zoller!). Wir vermissen USB 3.0 und ein besser bedienbares Touchpad. 

Zwei Grafikkarten (Crossfire) und eine Quadcore-CPU für 600 Euro? Das Acer Aspire 7560G (Fusion) macht es möglich, der 17.3-Zoller eignet sich aber nicht für jeden PC-Zocker. Der Fusion-Prozessor A8-3520M ist insgesamt etwas langsamer als Intels Core i3. Die Midrange-GPU Radeon HD 6650M holt eine angesichts des Preises beachtliche 3D-Performance heraus. Je nach Spiel und aktiver/inaktiver Crossfire-Option (beide GPUs rechnen) brechen die Frames aber auch mal unerwartet ein. Wer keine Lust auf Herumprobieren und Frickeln mit Treibern hat, der sollte besser gleich die Finger vom 7560G lassen. Das minderwertige Glare-Panel und die schlechte Tastatur mindern zusätzlich die Freude am Gerät. Minuspunkte gibt es auch für die niedrige Konnektivität.

Samsungs Series 7 700Z3A-S03DE spricht für 1.200 Euro nicht die Sparfüchse an. Alle, denen ein hochwertiger Look, tolle Eingabegeräte und ein Outdoor-taugliches Display wichtig sind, die könnten Gefallen am handlichen 14-Zoller finden. Core i5 2430M und Radeon HD 6490M bieten nicht die höchste Leistung, doch die neben einer HDD (1.000 GB!) verbaute SanDisk iSSD P4 (8 GB) beschleunigt die Ladezeiten merklich. Uns missfällt das kontrastschwache TN-Panel, welches für über 1.000 Euro nicht mehr ins Konzept passt. 

Als zweites Packard Bell kam das EasyNote TS13HR-197GE in die Redaktion. Der 15.6-Zoller bringt für 590 Euro eine neue GeForce GT 630M und einen Core i5 mit. Das rote Rundumpaket bietet in allen Belangen solide bis gute Merkmale und ist nur beim Display der Preisklasse entsprechend schlecht (schlechter Kontrast, niedrige Blickwinkel). Erfreut sind wir nicht nur über die gute Akkulaufzeit von 4:35 Stunden, sondern auch von der Mittelklasse-Spiele-Performance. Größtes Manko: Die wenigen Anschlüsse ohne USB 3.0, eSATA oder ExpressCard. 

Das IdeaPad Y570-086225U von Lenovo gibt sich mit GeForce GT 555M als spieletauglich, bleibt aber mit Core i5, 1366x768 Pixeln und 500-GB-Festplatte bodenständig. Wir hatten ein US-Modell im Test, aber zum Preis von 750 Euro gibt es hierzulande die i5, 8 GB, 750 GB und GT 555M-Variante im Handel. Spiele können in der nativen HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details gezockt werden. Dazu dröhnt es aus den ausgewogenen JBL-Lautsprechern in hoher Lautstärke. Bemerkenswert ist der gute Kontrast des TFT-Panels von 578:1. Dies mag diejenigen trösten, die sich für ein Multimedia-Book zumindest WXGA++ gewünscht hätten. 

Multimedia-Notebook des Monats Januar 2012: Lenovo IdeaPad Y570

Nach Punkten muss sich das IdeaPad Y570 nur gegen das ident bewertete Packard Bell EasyNote TS13HR behaupten. Dies schafft es durch mehr Spiele-Powerhöhere Kontrasteweite Blickwinkel und mehr Anschlüsse. Bei all der Leistung bleiben Temperatur und Lautstärke recht gering. Vielschreiber finden keine perfekte Tastatur, unter anderem ist der Druckpunkt etwas steif. 

» Das Lenovo Y570 mit Core i7 2670QM ist derzeit ab 850 Euro bei amazon.de erhältlich.

Lenovo Y570-086225U US-Version im Test
Lenovo Y570-086225U US-Version im Test
Lenovo Y570
Lenovo Y570
Lenovo Y570 Outdoor
Lenovo Y570 Outdoor
Award Lenovo Y570-086225U
Award Lenovo Y570-086225U

Was uns gefällt

NVIDIAs Optimus Technologie. Gesamtdesign und Ausführung waren zumindest beeindruckend.

Was wir vermissen

Ein Bildschirm mit höherer Auflösung und die Geschwindigkeit einer schnellen Festplatte/SSD.

Was uns überrascht
Wie laut die Lautsprecher werden können!


Die Konkurrenz

Acer Aspire TimelineX 5830TG-6402

HP Pavilion dv6-6153cl

Samsung RV520-W01

Dell XPS 15z

Apple MacBook Pro 15 inch

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Autor: Sebastian Jentsch (Update:  6.06.2013)