Im Test bei NBC: Best of September 2011

Sebastian Jentsch, 23.10.2011

Back to the Roots. Ohne Ablenkung durch Tablets und Netbooks, konnten wir uns im September kräftigen Gaming-Laptops, rüstigen Allroundern, günstigen Office-Begleitern und mobilen Subnotebooks widmen. Die Sieger rühmen sich mit brachialer Dual-Grafik, kombinieren Leistung mit Laufzeit, klimpern auf tippfreudigen Tastaturen und trotzen der Waage mit geringstem Gewicht.

Im September tippten sich die Notebookcheck-Redakteure für die heiße Phase kurz vor Weihnachten warm. Mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenz, nämlich Notebook-Testberichte, durchliefen nur DTRs, Gaming-Laptops, Multimedia-Geräte, Office-Begleiter und Subnotebooks unseren Test-Parkour. Lediglich ein Tablet, das Acer Iconia Tab A100, mischte sich als Außenseiter dazwischen. Den 7-Zoller heben wir uns für das nächste Best-of auf. In insgesamt vier Kategorien vergleichen wir nun getestete Geräte identer Klassen und küren unseren jeweiligen Klassensieger für den Zeitraum September 2011.

Kategorie Subnotebook

Anwärter:

Fujitsu Lifebook S761

Samsung Serie 9 900X1B

Lenovo ThinkPad X121e

Das 3er Feld der Subnotebooks startete zu Monatsbeginn mit dem Lenovo ThinkPad X121e, einem kleinen 11.6-Zoller. Gerüstet mit der AMD Fusion APU E-Series E-350 (1.6 GHz) und einer HDD (statt SSD) ist die allgemeine Anwendungsleistung gering, was durch die kleine Grafikkarte nicht ausgeglichen werden kann. Heiß ist nicht das ThinkPad X121e, sondern eher sein Preis von unter 400 Euro. Wer jedoch ein stabiles Gehäuse a la Business-ThinkPad erwartet, der wird von der biegsamen Konstruktion enttäuscht sein. Die Eingabegeräte, speziell das Touchpad, verfehlen hohe Ansprüche. Ebenso die Geräuschentwicklung, denn bereits ohne Last dreht der Lüfter konstant hörbar.

Zweiter in der Runde war Samsungs Serie 9 900X1B. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich ein 1.072 Gramm leichter 11.6-Zoller mit sechsstündiger Laufzeit und einem matten, hellen HD-Display. Das 900X1B ist für uns das Ultrabook des Herstellers, denn ein für den schmalen Formfaktor kräftiger Low-Voltage Core i3 sorgt für anständige Leistung. Passend zum 1.000 Euro Premium-Segment beschleunigt eine 64 GB SSD das Lesen und Schreiben auf dem Festspeicher. 

Aus dem Business-Umfeld zog das Fujitsu Lifebook S761 in die 3er-Runde. Trotz der wenig prestigeträchtigen Marke, kann der 13.3-Zoller gegenüber den ThinkPads, EliteBooks und Latitudes mit sehr guter Schnittstellenausstattung (UMTS, Docking-Port, USB 3.0, ExpressCard54), erstklassigen Eingabegeräten, hoher Core-i7-Leistung (ohne Throttling) und geringen Emissionen (Geräusch, Abwärme) überzeugen. Für ein Sehr Gut in der Endwertung hat es dennoch nicht gereicht. Das matte HD-Panel hat zwar eine brauchbare Helligkeit, jedoch sind Blickwinkel und Kontrast sehr schlecht. Das ist zwar bei sehr vielen Notebooks der Fall, zum Preis von 1.500 Euro hätten wir uns aber mehr versprochen. Technisch kann es das Lifebook S761 mit den ThinkPads und EliteBooks aufnehmen, das teilweise wackelige Gehäuse kann es aber nicht. 

Subnotebook des Monats September 2011: Samsung Serie 9 900X1B

Die Wertung von 88% für Samsungs Serie 9 900X1B kürt eindeutig den Sieger. Lifebook S761 (86%) und ThinkPad X121e (83%) sind zwar nicht „schlecht“, aber teilweise deutlich abgeschlagen. Neben der extravaganten Optik und der gelungenen Verarbeitung bietet der 11.6-Zoller das Maximum an Leistung, welche in diesem Formfaktor zu haben ist. Das ThinkPad X121e ist zwar identisch groß, hat aber mit der AMD Fusion APU und der rotierenden HDD eindeutig das Nachsehen (aber den Preisvorteil: 400 Euro). 

Die Laufzeit von sechs Stunden ist im Subnotebook-Umfeld kein großer Renner. Wohl aber das matte Panel mit einer enormen Helligkeit von 326 cd/m². Hierbei kommt nicht einmal der Kontrast zu kurz: 420:1. Sonnenanbeter müssen leider auf ein internes 3G-Modul verzichten und fast drei Stunden auf die vollständige Ladung des Akkus warten. Interessenten sollten sich vor dem Kauf zudem über das Problem von spontanen Verbindungsabbrüchen des WLAN-Moduls belesen, welches bei einigen Lesern auftauchte (Siehe Foren-Kommentare zum Test des Samsung Serie 9 900X1B).

» Das Samsung 900X1B ist derzeit ab 950 Euro bei notebooksbilliger.de erhältlich.

Samsung Serie 9 900X1B Ansicht
Samsung Serie 9 900X1B Ansicht
Samsung Serie 9 900X1B Ansicht
Samsung Serie 9 900X1B Ansicht
Samsung Serie 9 900X1B Tastatur
Samsung Serie 9 900X1B Tastatur
Award Subnotebook des Monats September 2011
Award Subnotebook des Monats September 2011

Was uns gefällt

Der gebotene Gesamteindruck und die Leistung der Intel Core i3-2357M ULV-CPU im Zusammenspiel mit flinkem SSD-Speicher.

Was wir vermissen

Einen Dockingport sowie ein integriertes 3G-UMTS-Modul, das unserer Meinung nach zum guten Ton eines solchen Gerätes gehört.

Was uns verblüfft

Die Tatsache, dass Samsung mit der Verpackung im ersten Moment dick auffährt, aber dann keinen passenden HDMI-Adapter beilegt.

Die Konkurrenz

Subnotebook beziehungsweise Ultrabooks mit aktuellem Sandy Bridge Prozessor. Darunter das Apple MacBook Air 11 Mid 2011Lenovos ThinkPad X121e mit gleichem Prozessor oder das Alienware M11x als potenter Gaming-Zwerg. Aus der Geräteklasse stellt sich aktuell das Asus UX21 an, wobei sich das Unternehmen mit Details noch zurückhält. Die weiteren Ultrabooks (Acer Aspire S3Lenovo IdeaPad U300sToshiba Portégé Z830) sind mit 13,3-Zoll-Bildschirm ein Stück größer.

Kategorie Office

Anwärter:

Toshiba Satellite R850-127 

Dell Vostro 3555 

Samsung Serie 4 400B5B 

Dell Vostro 1540 

Fujitsu LifeBook S751 (vPro, SSD, UMTS) 

Fujitsu LifeBook E751 (vPro, UMTS) 

Acer TravelMate TimelineX 8473TG

Das Satellite R850-127 von Toshiba kommt in einem alltagstauglichen, leichten Gehäuse daher und soll Office-Nutzer ansprechen, die auf ein wenig Grafikleistung nicht verzichten wollen (Radeon HD 6450M). Das matte Displaypanel und die gute Helligkeit sorgen unter Tageslicht für eine akzeptable Sicht, die flauen Farben und die schlechten Blickwinkel sind aber keine Augenweide. Vorteil dieses 15.6-Zollers ist die verbaute SSD, welche zusammen mit dem Core i5 für eine sehr hohe Anwendungsleistung sorgt. Diese wird leider bei Belastung durch hohe Lautstärke und Abwärme begleitet. Im Leerlauf hingegen bleibt alles schön leise und kühl. 

Das 550 Euro Einsteiger-Modell Dell Vostro 3555 richtet sich preisaggressiv an Anwender, die für kleines Geld eine gute Office/Multimedia-Ausrüstung mit USB 3.0, ExpressCard und Grafikkarte (aktuelle Games in Medium Details) wünschen. Auf Basis der Fusion APU AMD A-Series A8-3500M (Quadcore) mit integrierter Radeon HD 6620G  ist die Leistung überraschend gut. Hierfür sorgt auch die relativ schnelle 7.200 U/Min Festplatte. Einmalig in der Preisklasse ist die hintergrundbeleuchtete Tastatur, welche das Tippen bei Dunkelheit ermöglicht. Punktabzüge bekommt das Vostro 3555 für seine klapprigen Tasten, die kurze Laufzeit (unter drei Stunden) und das kontrastschwache Display. 

Das Business-Modell Samsung Serie 4 400B5B ist ein 15.6-Zoller mit Docking-Port und einem breiten Schnittstellenangebot (inkl. 3G-Modul). Sogar der seltener werdende ExpressCard-Slot ist neben dem USB-3.0-Doppelanschluss an Bord. Zum Preis ab 950 Euro bekommen Kunden einen Core i5 und die schwache Einsteiger Grafik Nvidia NVS 4200M. Interessant ist die Auflösung von 1600x900 Pixeln (WXGA++), welche für die Arbeit nützlicher ist als die üblichen 1366x768 Pixel. Die Eingabegeräte Maus, Trackpoint und Ziffernblock-Tastatur sind deutlich besser als das Testumfeld. Leider verpatzen das rutschende Display-Gelenk und der geringe TFT-Kontrast eine bessere Wertung als 84%. 

Das Dell Vostro 1540 ist ein 15.6-zolliges Office-Notebook, das der Hersteller vornehmlich im osteuropäischen Markt verkauft. Der Core i3 370M ist nicht mehr brandaktuell (2010er  Intel Core Generation), bringt aber zusammen mit der integrierten Intel HD eine gute Leistung. Akzeptabel in dieser Preisklasse fallen die Akkulaufzeiten aus (3:27 Stunden WLAN-Test). Die geringe Abwärme und die niedrige Lautstärke sind Pluspunkte. Ein deutliches Minus steht vor der schwachen Verarbeitung und der schwammigen Tastatur

Zwei Fujitsu-Notebooks mit sehr ähnlich klingenden Namen und mit Business-Anspruch haben wir nacheinander einem Test unterzogen. Das LifeBook S751 (vPro, SSD, UMTS) ist ein 14-Zoller, der mit Core i7 und SSD für hohe Geschwindigkeiten sorgt. Eine dedizierte Grafik ist nicht an Bord. Der Business-Nutzer wird sich daran nicht stören, er freut sich vielmehr über den gut bestückten Port-Replikator, der zum Lieferumfang gehört. 

Das LifeBook E751 (vPro, UMTS) ist das 15.6-Zollige Gegenstück für Nutzer mit Bedarf nach einem Ziffernblock. Bis auf die hier fehlende SSD sind Prozessor, Anschlüsse und beigelegter Port-Replikator identisch. Gemeinsam haben der S751 (14“) und der E751 (15.6“) ebenfalls eine geschäftstaugliche HD+-Auflösung von 1600x900 Bildpunkten, ein internes UMTS-Modul, sowie die Fernsteuerbarkeit mittels vPro. 

Acers TravelMate TimelineX 8473TG fällt mit einem günstigen Preis von 800 Euro den Fujitsu- und Toshiba-Kollegen in den Rücken. Hierfür gibt es zwar keinen Core i7, dafür aber eine Mittelklasse-Grafik (Geforce GT 540M). Die Leistung mit Core i5 ist geringer als beim SSD bestückten Satellite R850-127 oder den LifeBooks E751/S751. Dafür können auf der matten, aber zu dunklen 14-Zoll Anzeige, aktuelle Games flüssig ausgeführt werden. Die Akkulaufzeit von 5:47 Stunden (WLAN-Test, 66Wh) ist die beste unter den Geräten dieser Runde. Punktabzug gibt es für die teilweise hohen Temperaturen und die schwachen Display-Werte (Helligkeit, Kontrast, Blickwinkel, Farbraum).

Office-Notebook des Monats September 2011: Samsung Serie 4 400B5B

Das  Samsung Serie 4 400B5B kann sich knapp durchsetzen. Grund hierfür sind weniger die mehrheitlich guten Bewertungen für Anschlüsse, Laufzeit und Emissionen. Vielmehr kann sich der 15.6-Zoller mit dem auflösungsstarken WXGA++ Panel (1600x900 Pixel) durch sehr gute Eingabegeräte abgrenzen. Hinzu kommen auf der Haben-Seite viele Anschlüsse inklusive eSATA, 2 x USB 3.0, 3G-Modul und ExpressCard-Slot. Schwachpunkte sind der äußerst geringe Kontrast des Panels, die nur ausreichende Helligkeit und die wackeligen Displayscharniere. Damit schafft das Serie 4 400B5B zwar den Monats-Sieg, ein perfektes Office-Book ist das Samsung Serie 4 400B5B aber nicht.

» Das Samsung Serie 4 400B5B ist derzeit ab 932 Euro bei amazon.de erhältlich.

Samsung Serie 4 400B5B Ansicht
Samsung Serie 4 400B5B Ansicht
Samsung Serie 4 400B5B Ansicht
Samsung Serie 4 400B5B Ansicht
Samsung Serie 4 400B5B Eingabegeräte
Samsung Serie 4 400B5B Eingabegeräte
Award Office-Notebook des Monats September 2011
Award Office-Notebook des Monats September 2011

Was uns gefällt

Besonders durch die vielfältigen Anschlussoptionen (z. B. zwei USB-3.0-Ports) sowie Kommunikationsmöglichkeiten (3G-Modul) kann Samsungs 400B5B überzeugen.

Was wir vermissen

Display-Schaniere, die ihre Funktionen auch erfüllen. Das vermiest das Gesamtbild vom Notebook.

Was uns verblüfft

Dass der Trackpoint neben dem klassischen Touchpad immer wieder Platz findet im Notebook.

Die Konkurrenz

Dell Latitude E6520 i7/FHD NotebookHP EliteBook 8560p NotebookDell Latitude E6520 i5/HD Notebook, HP ProBook 6560b Notebook, HP EliteBook 8460p Notebook,Lenovo ThinkPad L520 NWB53GE Notebook, Lenovo Thinkpad T520 Notebook, HP ProBook 6460b LG645EA Notebook, Lenovo ThinkPad L420 NYV4UGE Notebook

Kategorie Multimedia

Anwärter:

Asus K53TA-SX026V (Fusion)

Packard Bell EasyNote NX69-HR-127GE

Samsung Serie 3 305V5A-S01DE

Chiligreen Mobilitas OV0789 (Compal CBL21)

Asus X43SV-VX084V 

Das K53TA von Asus gibt das Versprechen, für 550 Euro eine anständige Spiele- und Multimedia-Leistung zu bekommen. Die Basis hierfür ist AMDs Llano-APU A-Series A6-3400M mit der Crossfire-Grafik HD 6720G2. Aktuelle Spiele laufen tatsächlich flott, einige sogar in hohen Details und in der nativen HD-Auflösung. Die Akkulaufzeit von fünf Stunden mit dem Quad-Core Prozessor ist ebenfalls gelungen. Eine hohe Bewertung verfehlt der 15.6-Zoller, weil die Eingabegeräte klapprig und feedbackschwach sind. Das kontrastschwache TFT-Panel zeigt in knappen Blickwinkel flaue Farben und die Anschlüsse sind dürftig (aber USB 3.0).

Packard Bells EasyNote NX69 tritt zu einem kleinen Preis in die beliebte Riege der leistungsstarken Subnotebooks. Es konkurriert direkt mit der Acer-Schwester TimelineX 3830TG und hat wie dieses mit CPU-Throttling zu kämpfen (nur bei sehr hohem Stress). Wer nicht das letzte bisschen Leistung aus dem 14-Zoller herauskitzeln möchte, der wird von diesem Thema nichts bemerken. Das Augenmerk des EasyNote NX69 liegt dann nicht mehr so sehr auf der spieletauglichen GeForce GT 540M Grafik, sondern auf dem hochwertigen Äußeren. Ein Blickfang ist das 14-Zoll Panel, umgeben von einem dünnen Rahmen. Das Chassis ist das eines 13.3-Zollers.

Auch Samsung setzt bei Einsteiger-Geräten auf AMD APUs. Im Serie 3 305V5A-S01DE werkelt ein Dual Core neben der Crossfire-Grafik Radeon HD 6680G2. Da die Nutzung beider Grafikkarten nur in neuen DirectX-10 und -11 Games funktioniert, für welche die HD 6470M aber zu schwach ist, bleibt der Gaming-Nutzen begrenzt. Ältere DX9-Games werden nicht beschleunigt. Mit dem matten und hellen Display, sowie der geringen Lautstärke könnten Office-Nutzer angesprochen werden. Diese werden sich jedoch an der hohen Temperatur und der schwammigen Tastatur stören. 

Das Chiligreen Mobilitas OV0789 will mit spieletauglicher Hardware und Full-HD-Panel die Gaming-Kundschaft anlocken. Für 1.200 Euro ist der aktuell schnellste Doppelkernprozessor Intel Core i7 2620M und eine 120 GB SSD (Raid0) verbaut. Das sorgt für brachiale Anwendungsleistung. Leider führt die starke GeForce GT 550M bei zeitgleicher Last auf Grund ihrer Abwärme zum CPU-Throttling bis auf 800 MHz. Das sorgt für FPS-Einbrüche bei Dirt 3 und Battlefield: Bad Company 2. Davon abgesehen ist das Panel ein Hit: Ein hochwertiges FHD-Display mit guter Helligkeit und ausgezeichnetem Kontrast.

Das Asus X43SV-VX084V bringt für 700 Euro einen Core i5 und die beliebte GeForce GT 540M zusammen. Die Mittelklasse Spiele-Power kann sich, wie zu erwarten, sehen lassen, der Rest des Notebooks ist jedoch enttäuschend. Das 15.6-Zoll HD-Panel hat eine gute Helligkeit und flaue Farben. Die kleinen Blickwinkel sorgen aber für lange Gesichter. Die Tastatur ist akzeptabel bedienbar, der billig wirkende Mausersatz macht aber keinen Spaß. Bei der Bestückung mit Anschlüssen wurde USB 3.0 bzw. eSATA vergessen. 

Multimedia-Notebook des Monats September 2011: Packard Bell EasyNote NX69

Trotz kleiner Throttling-Schwäche erklimmt der flache Schönling Packard Bell EasyNote NX69-HR-127GE den Thron im September. Mit seinem Gewicht von 2.089 Gramm und den 13-Zoll-Abmessungen könnte der NX69 auch als Subnotebook durchgehen. Die Spiele-Kompetenz und der Core i5 sorgen für eine selten erreichte Multimedia-Leistung im handlichen Format. Einige Leser berichten von FPS-Einbrüchen in Spielen durch CPU-Throttling. In unseren Spiele-Tests konnten wir das jedoch nicht reproduzieren.

» Das Packard Bell EasyNote NX69-HR-127GE ist derzeit ab 689 Euro bei notebooksbilliger.de erhältlich.

Packard Bell EasyNote NX69-HR-127GE
Packard Bell EasyNote NX69-HR-127GE
Packard Bell EasyNote NX69
Packard Bell EasyNote NX69
Packard Bell EasyNote NX69
Packard Bell EasyNote NX69
Award Multimedia-Notebook des Monats September 2011
Award Multimedia-Notebook des Monats September 2011

Was uns gefällt

Wenig Abwärme und erträgliche Lautstärke bei relativ viel Performance. Die wertige, kühle Alu-Haptik. 

Was wir vermissen 

Wenn schon Glare-Type, dann bitte mit hohen Farbkontrasten. Die dröhnenden Lautsprecher sind für Musik und Spiele untauglich. 

Was uns verblüfft 

Ein kompaktes, stabiles Gehäuse, in dem sogar noch Platz für ein optisches Laufwerk ist. 

Die Konkurrenz 

GT 540M in 14- oder 13.3-Zoll: Asus X43SVAcer Aspire TimelineX 3830TGAsus N43SL

GT 540M in 15-Zoll: Asus K52JVAcer Aspire 5750G / 5755GAsus X53SVPackard Bell EasyNote TS11-HR-039GE / TS13-HR-240GEAcer TravelMate 5742G

Kategorie Gaming / DTR

Anwärter:

Deviltech Fragbook (DTR)

Dell Precision M4600 (Workstation)

Schenker XMG P701 PRO (DTR)

Alienware M18x (GTX 580M SLI, 2920XM) (DTR)

Toshiba Qosmio X770-10J (DTR)

Vier DTR-Laptops und eine Workstation hatten wir im September im Test, wobei von 79% bis 90% Wertung alles dabei war. Das Deviltech Fragbook ist ein 17.3-Zoller mit Nvidia GTX 570M High-End-GPU und Full-HD-Displaypanel. Bemerkenswert: Die Anzeige ist nicht nur matt, nein sie bietet fast den sRGB-Farbraum, sowie einen sehr hohen Kontrast (selten: 88% Wertung). Die Quadcore CPU Core i7 2630QM und die 7200 RPM Festplatten sind hingegen keine Besonderheit. Die Spiele-Performance ist beachtlich. Selbst in der nativen FHD-Auflösung ist mehrheitlich flüssiges Gameplay drin. Die Schwachstellen sind die schlechten Eingabegeräte, das günstige Kunststoff-Chassis und die jederzeit hohe Lautstärke – nicht nur unter Last. 

Die Workstation Dell Precision M4600 haben wir in der Maximalausrüstung mit Intel Core i7 2920XM und 256GB SSD (kein RAID0) getestet. Die Quadro-2000M-Grafik ist Workstation typisch für zahlreiche CAD-Tools zertifiziert und weniger gut für Spiele tauglich. Diese Kombination bringt traumhafte Anwendungs-Scores von knapp 19.000 Punkten im PCMark Vantage zustande. Hier haben normale Multimedia-Laptops gerade mal 6.000 bis 8.000 Punkte. Überraschend niedrig sind die Abwärme und die Temperatur im Idle. Hier gehen die zwei Lüfter sogar für lange Zeit aus. Dafür lärmt  und rumort es ohne Throttling bei hohem Stress umso mehr. 48 dB(A) sind weithin zu hören und punktuell messen wir 35 Grad auf der Oberseite. Bis auf den Schwachpunkt der Last-Abwärme macht der 15.6-Zoller einen rundum durchdachten Eindruck. 

Das Schenker XMG P701 PRO stufen wir als Desktop-Replacement ein, denn die verbaute AMD Radeon HD 6990M ist neben der optional ebenfalls verfügbaren GeForce GTX 580M die schnellste Laptop-Grafik am Markt. Das 17.3-Zoll Chassis wird mit der potenten Hardware, zu der auch noch ein Core i7 2760QM gehört, nicht fertig. Der Lüfter dröhnt selbst im Leerlauf ständig deutlich hörbar und unter hoher Last ist sein Lärm kaum zu ertragen. Der Festspeicher besteht aus Crucial RealSSD M4 (128GB) und einer Samsung Spinpoint M8 mit 1.000GB Speicherplatz. Da besteht kaum Notwendigkeit, über einen der zwei USB 3.0 Ports oder per eSATA noch eine externe HDD an zu schließen. Das Displaypanel bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück, denn Schwarzwert, Farben und Kontraste sind gering

Das Alienware M18x ist ein 5.64 Kilogramm schwerer, wuchtiger 18.4-Zoller, der sich an Gamer mit dickem Geldbeutel richtet. Kein Wunder, denn neben dem  Edel-Branding wollen die Doppel-GPU NVIDIA GeForce GTX 580M SLI und der Core i7 2920XM für eine krasse  Anwendungsleistung sorgen. Zum Preis von über 5.000 Euro ist selbstredend eine 256GB SSD, sowie ein erstklassiges  sRGB-Panel in Full HD verbaut. Die Superlativen finden ihre Grenze beim hohen Geräuschpegel unter Last und dem sehr hohen Gewicht.

Das Toshiba Qosmio X770-10J ist mit GeForce GTX 560M und i7 2630QM stark ausgerüstet, aber dennoch der Looser in dieser Runde. Die niedrige Wertung von 79% bekommt der 17.3-Zoller wegen seiner schwachen Tastatur, der hohen Abwärme, seiner Lautstärke, einiger Verarbeitungsschwächen und für sein mittelmäßiges Display. Der Vorteil einer sehr hohen Anwendungs- und Spiele-Leistung inklusive des erstklassigen Soundsystems geht dadurch zwar nicht verloren, doch das bekommt die Kundschaft auch bei Deviltech und Schenker.

Gaming-Notebook des Monats September 2011: Alienware M18x 

Das M18x trat als superteurer Gaming-Koloss gegen fast schon als schnäppchenhafte Schenker XMG P701 PRO (2.000 Euro) oder Deviltech Fragbook (1.235 Euro) an. Die Verarbeitung lässt keinen einzigen Zweifel am Luxus-Angebot und die Dual-Grafik GeForce GTX 580M SLI ist nicht nur selten, sie ist auch die schnellste Grafiklösung, die aktuell im Markt zu haben ist. Auf Grund des horrenden Preises fällt der Blick auf die GeForce GTX 570M (Deviltech Fragbook), die GeForce GTX 560M (Toshiba Qosmio X770-10J) oder die AMD Radeon HD 6990M (Schenker XMG P701 PRO). Diese Gamer haben mit Abstand das bessere Preis-Leistungs-Niveau.

» Das Alienware M18x mit Radeon HD 6870M (Variante) ist derzeit ab 1.500 Euro bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

Alienware M18x (GTX 580M SLI, 2920XM)
Alienware M18x (GTX 580M SLI, 2920XM)
Alienware M18x
Alienware M18x
Alienware M18x
Alienware M18x
Award Gaming-Notebook des Monats September 2011
Award Gaming-Notebook des Monats September 2011

Was uns gefällt

Das aggressive Stealth Design gepaart mit der guten Verarbeitung.

Was wir vermissen

Wie so oft ein mattes Display - Spiegelungen nerven auch Gamer!

Was uns verblüfft

Wie schnell man 5000 Euro beim Konfigurieren der Maschine erreicht

Die Konkurrenz

Leistungsmäßig eigentlich nur das 17" Clevo X7200 Barebone (z.b. Eurocom Panther 3.0). 18" Notebooks gibt es nur wenige, z.B. das deutlich langsamere Acer Aspire Ethos 8950G.

Kategorie mobile Workstation

DTR-Notebook / Workstation des Monats September 2011: Dell Precision M4600

Die Precision M4600 Workstation trat im September nicht gegen ihresgleichen an. Doch es ist bemerkenswert, dass sich der 15.6-Zoller in der Benotung gegen den High-End Boliden Alienware M18x durchsetzen kann. Preislich liegen die Giganten beide im obersten, nicht mehr Mainstream tauglichen, Level (3.800 bzw. 5.000 Euro). Was die Workstation perfekt macht, das sind die erstklassigen Eingabegeräte, Anschlüsse bis zum Abwinken und eine sehr gute Akkulaufzeit von sieben Stunden.

» Das Dell Precision M4600 mit Core i7 2720QM Prozessor und NVIDIA Quadro 1000M (Variante) ist derzeit ab 1.870 Euro bei Notebooksbilliger.de erhältlich.

Dell Precision M4600
Dell Precision M4600
Dell Precision M4600
Dell Precision M4600
Dell Precision M4600
Dell Precision M4600
Award DTR-Notebook des Monats September 2011
Award DTR-Notebook des Monats September 2011

Was uns gefällt

Die außerordentlich gut gelungene Symbiose aus Leistungsfähigkeit, geringen Geräuschemissionen, Ausstattung und Akkulaufzeiten.

Was wir vermissen

Einen Modulschacht, realistischere Komponentenpreise und einen fest sitzenden Akku.

Was uns verblüfft

Dass Dell bei diesem Hochleistungsboliden ein derart effizientes und zurückhaltendes Kühlkonzept verwirklichen konnte.

Die Konkurrenz

Bereits im Test hatten wir das Lenovo ThinkPad W520 und das Fujitsu Celsius H710. Ebenfalls zu der Klasse gehört das HP Elitebook 8560w. Noch mehr Leistung bieten die 17"-Workstations, die nochmals leistungsstärkere Profigrafikchips im Gehäuse aufnehmen können. Celsius H910, Precision M6600, Elitebook 8760w.

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Autor: Sebastian Jentsch (Update:  6.06.2013)