Notebookcheck
11.01.2010 11:13

CES 2010: Intel präsentiert Wireless Display

Kategorie: Notebook-Komponenten
Von: Florian Wimmer

Gemeinsam mit Netgear hat der Prozessorhersteller Intel eine Box entwickelt, die Inhalte von einem Notebook drahtlos via WLAN an einen HD-Fernseher übertragen kann. Dazu wird die Technologie nativ durch Intels neue Prozessoren unterstützt.

Netgears PTV1000 mit Wireless-Display-Standard.

Netgears PTV1000 mit Wireless-Display-Standard.

Push2TV heißt das Gerät, das in den USA bereits am 17. Januar in die Läden kommen soll und dann im Bundle mit neuen Notebooks von Dell, Sony und Toshiba oder als Einzelgerät zum Preis von 99 Euro verkauft wird.

Zuhause angekommen stellt man einfach die Settop-Box neben den Fernseher, schließt sie per HDMI oder Composite an, startet den Suchlauf und drückt auf die „Connect“-Taste und schon fliegen die Streams vom Laptop zur Box. Alle Inhalte werden dabei vom Notebook komprimiert, über die kabellose Verbindung können nämlich maximal Videos mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln übertragen werden.

Wer also zukünftig seine HD-Videos vom Laptop auf dem Fernseher anschauen möchte, der sollte das lieber per HDMI-Kabel tun, um FullHD-Auflösung genießen zu können. Der Inhalt von Video-Blu-rays lässt sich mangels Unterstützung für den digitalen Kopierschutz sowieso nicht übertragen. Auch beim Ton muss man Abstriche machen: Der Wireless-Display-Standard von Intel, auf dem die Übertragungen basieren übermittelt nämlich alle Signale lediglich in Stereo.

Intel verspricht, dass bei unter 6 Metern Funkstrecke im häuslichen Einsatz ein ruckelfreies Bild der Normalfall ist. Zwischen 5 und 8 MBit pro Sekunde an Daten soll die Box zum Fernseher liefern, das entspricht in etwa dem Datendurchsatz einer Film-DVD.

Wer Angst hat, dass seine Urlaubsvideos auch von anderen eingesehen werden können, auch den beruhigt Intel: Zwischen dem Laptop und der Settop-Box wird eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut.

Eine von Intels neuen Arrandale-CPUs muss übrigens in Ihrem Notebook werkeln, sonst wird nichts aus dem drahtlosen Fernsehvergnügen: Die Wireless-Display-Technologie wird bisher nur von Intels neuen, integrierten HD-Grafikchips unterstützt. Außerdem ist zur Datenübertragung eine von Intels neuen, „Centrino“ genannten Wirelesskarten aus der 6000er-Serie nötig. Übrigens ist es problemlos möglich, neben dem Stream zur Settop-Box eine Internetverbindung per WLAN aufzubauen, so dass man auch direkt am Fernseher surfen kann.

Im Laufe des Jahres sollen auch Fernseher erscheinen, die ohne Settop-Box mit Intels Wireless-Display-Technologie umgehen können. Ein Deutschlandstart für die Box wurde noch nicht bekanntgegeben.

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Autor: Notebookcheck, 11.09.2005 (Update:  2.05.2011)
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