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18.08.06 15:24 Alter: 2 yrs

Akku-Debakel - Reaktionen und Auswirkungen

Kategorie: Sonstige Notebook News

Von: Stefan Hinum

Sämtliche involvierten Notebookhersteller versuchen zu beschwichtigen: Dell und Sony versuchen den Schaden herunterzuspielen und suchen nach weiteren gefährdeten Akkus. Abgesehen von Dell wird gebetsmühlenartig beteuert, dass die jeweiligen eigenen Notebooks nicht betroffen und ungefährlich seien.

In den USA werden von der Consumer Product Safety Commission derzeit alle Notebooks untersucht, in den die Sony-Akkus bisher zum Einsatz kamen und zwar jene von HP, Apple und Lenovo. Sony selbst verweist darauf, dass die Sony-Akkus nicht nur in Dell Laptops, sondern natürlich auch in Sony Vaio Notebooks selbst verbaut sind und dort keine Schäden verursachen würden. Der Schaden beträfe nur Dell Notebooks und es hänge offenbar davon ab, wie die Akkus aufgeladen werden.

Ähnliche Positionen vertreten diverse asiatische Notebookhersteller wie Fujitsu-Siemens, die zwar Sony-Akkus in Notebooks einbauen, allerdings grössere Sicherheitsstandards (keine Hochspannungsverbindung zwischen Akku und Netzteil) einhalten würden.

Laut Wall Street Journal wird für eine Batterie eine Lithium-Ionen-Flüssigkeit in ein zylindrisches Metallgehäuse verpackt. Dabei können kleine Metallteilchen in die Zelle gelangen und bei größerer Wärmeentwicklung zu einem Kurzschluss führen. In den meisten Fällen würde sich der Akku dann jedoch automatisch abschalten. Diesen Fehler soll Sony Energy festgestellt haben. Im Übrigen hänge das Problem von der Systemkonfiguration ab.

Zwar hat es auch schon früher Akkurückruf-Aktionen gegeben, auch von Dell. Allerdings ging es damals um fünfstellige Akkuzahlen, diesmal ist allerdings die gigantische Zahl von 4.1 Millionen betroffen.

In Wirtschaftskreisen wird der Schaden für Dell auf 200-400 Millionen Dollar geschätzt. Die Hälfte davon soll der Akku-Lieferant Sony übernehmen. Dells Gewinn dürfte sich halbieren.

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Autor: Notebookcheck, 11.09.2005 (Update: 20.11.2008)