Praxistest Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch

Daniel Schmidt , 02.01.2014

Mr. Bond lässt grüßen. Die Simvalley-Smartwatch unterscheidet sich deutlich von anderen Uhren ihrer Art. Denn sie ist nicht nur als externes Eingabe- und Anzeigegerät für ein Smartphone gedacht, sondern selber eines. Ein Dual-Core-Prozessor aus dem Hause MediaTek sorgt für genügend Leistung, selbst eine Kamera findet Platz in der kleinen Uhr. Was die SmartWatch sonst noch zu bieten hat, klären wir für Sie in unserem Praxis-Check.

Die SmartWatch Mobile AW-414.Go aus dem Hause Simvalley rühmt sich damit, die einzige ihrer Art zu sein, welche ein vollwertiges Smartphone beherbergt. Die Leistungsbasis entspricht der eines Einsteiger-Gerätes. Der Dual-Core-Prozessor MT6572 kommt von MediaTek und reicht problemlos aus, um Android 4.2 zu betreiben. Die integrierte Grafikeinheit ARM Mali-400 MP gehört nicht zu den stärksten Vertretern ihrer Zunft, ist im Anbetracht der Displayauflösung von 240 x 240 Bildpunkten aber ausreichend dimensioniert.

Mit dem gleichen SoC ist das kürzlich erst von uns getestete Acer Liquid Z3 Duo ausgestattet. Aber auch andere Einsteiger-Smartphones, wie das Huawei Ascend Y300 oder das Sony Xperia J, sind einen Vergleich wert. Vor allem da die Geräte mit etwa 100 Euro erheblich preiswerter sind als das Testgerät. Dieses besitzt zwar eine gewaltige UVP von 399 Euro, ist aber bereits ab 199 Euro bei Versandhändler Pearl erwerbbar.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Um die SIM-Karte zu tauschen, wird ein Schraubendreher benötigt.
Um die SIM-Karte zu tauschen, wird ein Schraubendreher benötigt.
Die MicroSD-Karte verbirgt sich unter dem Akku.
Die MicroSD-Karte verbirgt sich unter dem Akku.

Die SmartWatch Mobile AW-414.Go wirkt aufgrund ihrer Abmessungen von 45,3 x 44,3 x 14,1 mm (Breite x Tiefe x Höhe) recht groß und liegt schwer in der Hand. Überrascht waren wir, dass sie doch nur 91 Gramm auf die Waage bringt.

Das Metallgehäuse der SmartWatch wirkt wuchtig und das Design eher praktisch. Das Gerät präsentiert sich dafür sehr solide. Es ist weder druckempfindlich noch ließ sich irgendwas verwinden oder auch nur ein Knarzen entlocken. Zudem ist es zertifiziert nach IP65 und damit staubdicht und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Selbst vor starkem Regen muss man damit nicht zurückschrecken.

Die Micro-SIM-Karte verbirgt sich hinter einer kleinen Metallabdeckung und lässt sich bequem einsetzen und entnehmen. Auch der Akku ist austauschbar. Wer den Unterboden entfernt, indem er vier Schrauben löst, blickt direkt auf den Energiespeicher. Entnimmt man diesen, kann auf den MicroSD-Slot zugegriffen werden. Mit eingesetzter SD-Karte war das Zusammenbauen der SmartWatch jedoch etwas erschwert, da die Abdeckung des Einschubs den Akku leicht anhebt.

Das Armband besteht aus Gummi und die Schnalle aus Metall. Beides hinterlässt einen sauber verarbeiteten Eindruck. Der Tragekomfort der Uhr ist ebenfalls gut, vor allem für Personen, die ohnehin gerne große Uhren tragen. In summa hinterlässt das Gerät einen positiven Eindruck, lediglich das Design ist recht schlicht.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Die Anschlussausstattung des Mobile AW-414.Go ist schon aufgrund der Größe der SmartWatch beschränkt. Der Hersteller setzt hier lediglich auf eine Kontaktschnittstelle auf der Unterseite zum Laden des Gerätes. Leider unterstützt der verwendete Micro-USB-Anschluss des Ladegerätes keine Datenübertragungen, sodass Dateien entweder über eine Cloud oder Speicherkarte ausgetauscht werden müssen. Der MicroSD-Port unterstützt SDHC-Karten bis zu einer Größe von 32 GB.

Software

Auf dem Simvalley Mobile AW-414.Go kommt Google Android 4.2.2 Jelly Bean zum Einsatz. Apps lassen sich, wie bei Smartphones auch, über den Play Store installieren. Anpassungen der Oberfläche sind aufgrund des kleinen Displays notwendig. Diese beschränken sich jedoch primär auf das optische Design der Icons. Neue Apps werden direkt auf einem freien Homescreen platziert, sodass es schnell unübersichtlich werden kann. Es empfiehlt sich daher, mittels Ordnern etwas Ordnung zu halten.

App GPS Test: im Freien
App GPS Test: im Freien

Kommunikation & GPS 

Die Kommunikationseigenschaften des Simvalley Mobile AW-414.Go bewegen sich ebenfalls auf dem Niveau eines Einsteiger-Smartphones. Die WLAN-Komponente unterstützt die IEEE-802.11-Standards b/g/n und funkt somit im Frequenzbereich mit 2,4 GHz. Die Reichweite des Moduls ist unterdurchschnittlich. Bereits zehn Meter vom Router (Fritz!Box 6360) entfernt, ist die Verbindungsqualität nur noch schwach vorhanden und es sind Verzögerungen bei der Ladezeit von Webseiten spürbar. Bluetooth 4.0 wird ebenfalls unterstützt.

Genaue Angaben zum verbauten WWAN-Modem gibt es nicht. Der Hersteller beziffert es lediglich als HSPA-tauglich mit einer maximalen Downloadrate von 7,2 MBit/s. Bei einem Vergleich mit dem Nokia Lumia 920 im selben Netz, zeigte das Simvalley Mobile AW-414.Go eine schwächere Empfangsleistung als das Smartphone. Vermutlich ist dies auf eine geringere Frequenzabdeckung und weniger leistungsstarke Antennen zurückzuführen. Für einen gelegentlichen Preisvergleich oder das Abrufen von Mails ist die Leistung jedoch ausreichend.

Der GPS-Empfänger konnte positiv überraschen. Die Empfangsleistung war im Freien recht ordentlich und auch in Gebäuden konnte unsere Position korrekt bestimmt werden. Strecken werden recht genau verfolgt. Dies liegt wohl auch an der cleveren Platzierung des Empfängers im Armband. Das Vergleichsgerät (Nokia Lumia 920) war jedoch genauer.

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Das Simvalley Mobile AW-414.Go kann auch telefonieren. Wer dies jedoch ohne ein optionales Bluetooth-Headset machen möchte, muss auf den integrierten Freisprecher zurückgreifen. Bei einem Testanruf ins Festnetz war der Gesprächspartner gut zu verstehen, dessen Stimme war jedoch recht dumpf und leicht verzerrt. Auf der Gegenseite waren wir jedoch gar nicht zur verstehen, trotz einer ruhigen Umgebung. Erst als wir das Handgelenk so abwinkelten, dass wir direkt ins Mikrofon sprechen konnten, waren wir verständlich. Wer also mit der SmartWatch längere Gespräche führen möchte, sollte sich ein Bluetooth-Headset zulegen.

Kameras & Multimedia

Selbst eine Kamera findet Platz im Simvalley Mobile AW-414.Go. Diese löst mit 3 MP auf und soll zum Abscannen von Barcodes und gelegentlichen Schnappschüssen ausreichen. Ersteres wird jedoch schnell zu Geduldsspiel und funktionierte nur bei guten Lichtbedingungen und einer flachen Oberfläche.

Bildaufnahmen erstellt die Optik in einer Auflösung von 1.728 x 1.728 Bildpunkten. Das entspricht einem den Displaymaßen angepassten Format im Quadrat. Die Qualität der Bilder ist nicht überzeugend. Sie sind unscharf und die Farben sind teilweise verfälscht. Hier entsteht auch unter besten Lichtbedingungen keine Schnappschussqualität.

Canon EOS 450D (Referenz)
Canon EOS 450D (Referenz)
Simvalley Mobile AW-414.Go
Simvalley Mobile AW-414.Go

Zubehör und Garantie

Das beiliegende Zubehör der SmartWatch ist vergleichsweise üppig. Schon die Umverpackung erinnert an eine Uhr und standesgemäß wird die AW-414.Go auch von einem Kissen gehalten. Neben der Ladestation und dem passenden USB-Kabel sind noch Ersatzschrauben für die Abdeckungen und ein passender Schraubendreher im Lieferumfang enthalten. Leider wird kein Netzteil mitgeliefert. Wer bereits ein modulares Netzteil besitzt, wird sich daran nicht weiter stören, für alle anderen bedeutet dies eine weitere Ausgabe.

Über die Garantiezeit lässt sich kein Hinweis finden. Käufer in der EU genießen jedoch eine zwei-jährige Händlergewährleistung.

Eingabegeräte & Bedienung

Die Bedienung der SmartWatch gestaltet sich aufgrund des kleinen Touchscreens recht unkomfortabel. Es werden zwei Berührungen der kapazitiven Oberfläche gleichzeitig erkannt. Was zunächst nicht nach viel klingt, wird in der Praxis eher selten benutzt, denn selbst die Zwei-Finger-Zoom-Geste ist auf dem Display nur schwer ausführbar. Wer mit dem Simvalley Mobile AW-414.Go im Internet surft, wird um diese wichtige Geste nicht herumkommen, um Texte überhaupt lesbar darzustellen.

Zwei physikalische Tasten unterstützen die Eingabe. Die eine ist der Powerknopf der SmartWatch, mit welchem man das Gerät auch in den Ruhezustand versetzen kann, und der andere bringt den Benutzer auf Knopfdruck auf den Homescreen zurück. Wird letzterer länger gehalten, erscheint die Ansicht geöffneter Apps. Eine Zurück-Taste gibt es nicht, diese wurde durch eine Wischbewegung vom rechten Bildschirmrand ersetzt und funktioniert prima.

Der am Armband angeklemmte Eingabestift vermittelt stets den Eindruck leicht verloren gehen zu können. Leider sind die Eingaben mit dem Stift weder sonderlich präzise, noch werden sie immer angenommen. Wer sich etwas Zeit nimmt, wird schnell wieder auf die Finger zurückgreifen, denn der Stift stellt keine Erleichterung dar, sondern eher ein unnötiges Ärgernis. Ähnlich verhält es sich mit der offerierten Eingabe mittels eines Kugelschreibers. Dieser ist sogar genauer als der mitgelieferte Plastik-Pin, aber leider auch nicht zuverlässiger.

Die Bildschirmtastatur ist winzig. Dennoch werden Eingaben mit den Fingern und ein wenig Übung überraschend genau umgesetzt. Die Tastatur verbirgt zudem fast vollständig den Content, sodass man sich oft im Blindflug befindet.

Ein weiteres Manko ist die Darstellung von Apps. Manche werden auf den Bildschirminhalt angepasst, die meisten werden jedoch am unteren Ende einfach abgeschnitten. Leider lässt sich der Bildschirminhalt dann nicht scrollen, sodass manche Bedienelemente nicht erreichbar sind. Dieses Problem hatten wir auch mit der App Runtastic, was in diesem Fall dazu führte, dass wir uns nicht mit einem bestehenden Account anmelden konnten.

Die Uhr lässt sich zudem nur am linken Handgelenk uneingeschränkt nutzen. Wer das Gerät gerne rechts tragen möchte, muss die Kamera und die Funktionstasten auf die rechte Seite verlagern, womit die Kamera nicht mehr nutzbar ist. Da der Bildschirminhalt sich nicht mitdreht, kann die Uhr nicht einfach gewendet werden.

Die Tastatur ist winzig. Der Displayinhalt ist kaum sichtbar.
Die Tastatur ist winzig. Der Displayinhalt ist kaum sichtbar.
Manche Apps werden abgeschnitten und Eingabe-Elemente können sich überlappen.
Manche Apps werden abgeschnitten und Eingabe-Elemente können sich überlappen.

Display

Wie wir testen - Display

Das spiegelnde Display des Simvalley Mobile AW-414.Go ist 1,5 Zoll groß und löst mit 240 x 240 Bildpunkten auf. Das quadratische Panel hat somit eine Pixeldichte von 226 PPI. Auch kleine Schriften werden darauf gut lesbar dargestellt. Komplexe Webseiten verkommen jedoch zu Pixelklumpen, da die Fläche des Screens einfach zu klein dafür ist.

Zum Einsatz kommt ein AMOLED-Panel. Das hätten wir nach dem ersten Einschalten nicht vermutet. Das Schwarz wirkt nicht richtig satt und Farben nicht so strahlend, wie wir es von dieser Display-Technologie gewohnt sind. Auch die Blickwinkelstabilität kann nicht recht überzeugen. Zwar bleibt das Bild stabil, wenn es an der vertikalen Achse gedreht wird, jedoch nicht an der horizontalen. Dort kommt es schnell zum Helligkeitsverlust und bei Betrachtungswinkeln ab etwa 50 Grad auch zu Farbinvertierungen. All diese Beobachtungen deuten eher darauf hin, dass es sich um ein herkömmliches LCD-Display handelt und nicht um das offerierte AMOLED.

Das größte Ärgernis des Panels ist jedoch das Flimmern. Es laufen kontinuierlich kleine Wellen über den Bildschirminhalt, was vor allem bei einfarbigen Hintergründen auffällt. Laut der FAQ von Simvalley scheint dies kein Einzelfall zu sein. Der Hersteller rät, sich an den Händler zu wenden.

Positiv fällt der Screen im Außeneinsatz auf. Hier lässt er sich meistens gut ablesen, lediglich bei hellem Licht spiegelt die Glasoberfläche etwas zu stark.

AW-414.Go im Außeneinsatz
AW-414.Go im Außeneinsatz
Die Oberfläche spiegelt stark.
Die Oberfläche spiegelt stark.

Leistung

Wie wir testen - Leistung

Die Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch wird von einem MediaTek MT6572 SoC angetrieben. Ihm stehen 512 MB Arbeitsspeicher zur Seite. Der Dual-Core-Prozessor leistet nominell 1,2 GHz pro Kern, was so auch vom Hersteller angepriesen wird. Jedoch wird von jeder App (Stability Test, Geekbench 3, CPU-Z, CPU Identifier) eine Taktfrequenz von 1,3 GHz erkannt. Da beim Acer Liquid Z3 (MT6572 @ 1,0 GHz) der Takt der gleichen CPU korrekt ausgelesen wurde, wird hier eine höher getaktete Variante zum Einsatz kommen. Dies bestätigen auch die Benchmark-Resultate, welche deutlich besser sind als beim Z3, aber dennoch keinem Spitzengerät das Wasser reichen können.

Als Grafikeinheit kommt die integrierte ARM Mali-400 MP zum Einsatz, welche nicht zu den stärksten GPUs zählt. Wie die Grafikbenchmarks zeigen, muss sie das auch nicht. Denn vor allem in den Onscreen-Benchmarks hat die SmartWatch aufgrund ihrer geringen Panel-Auflösung oft die Nase vorn. Im NenaMark 2 stellt sie sogar einen neuen Bestwert in unserer Datenbank auf. Aussagekräftigere Benchmarks, wie 3DMark oder Epic Citadel, ließen sich leider nicht installieren, sodass keine Offscreen-Werte ermittelt werden konnten. Jedoch ist das Spielen auf dem Gerät ohnehin kaum möglich, da das Display einfach zu klein ist.

Linpack for Android
Single Thread
Simvalley Mobile AW-414.Go
59.33 MFLOPS ∼9%
ZTE Blade III
24.65 MFLOPS ∼4% -58%
Sony Xperia J
38.884 MFLOPS ∼6% -34%
Acer Liquid Z3 Duo
45.961 MFLOPS ∼7% -23%
Sony Xperia Z1
445.922 MFLOPS ∼65% +652%
Multi Thread
Simvalley Mobile AW-414.Go
88.446 MFLOPS ∼8%
ZTE Blade III
22.432 MFLOPS ∼2% -75%
Sony Xperia J
37.382 MFLOPS ∼3% -58%
Acer Liquid Z3 Duo
73.461 MFLOPS ∼7% -17%
Sony Xperia Z1
963.81 MFLOPS ∼88% +990%
Geekbench 3
32 Bit Single-Core Score
Simvalley Mobile AW-414.Go
325 Points ∼9%
Acer Liquid Z3 Duo
254 Points ∼7% -22%
Sony Xperia Z1
912 Points ∼26% +181%
32 Bit Multi-Core Score
Simvalley Mobile AW-414.Go
586 Points ∼5%
Acer Liquid Z3 Duo
473 Points ∼4% -19%
Sony Xperia Z1
2817 Points ∼22% +381%
Smartbench 2012
Productivity Index
Simvalley Mobile AW-414.Go
2117 points ∼20%
ZTE Blade III
905 points ∼9% -57%
Sony Xperia J
1054 points ∼10% -50%
Huawei Ascend Y300
2117 points ∼20% 0%
Acer Liquid Z3 Duo
1798 points ∼17% -15%
Sony Xperia Z1
9642 points ∼93% +355%
Gaming Index
Simvalley Mobile AW-414.Go
3299 points ∼72%
ZTE Blade III
1592 points ∼35% -52%
Sony Xperia J
1585 points ∼35% -52%
Huawei Ascend Y300
1766 points ∼39% -46%
Acer Liquid Z3 Duo
2378 points ∼52% -28%
Sony Xperia Z1
4449 points ∼98% +35%
NenaMark2
Simvalley Mobile AW-414.Go
67.3 fps ∼100%
ZTE Blade III
18.8 fps ∼28% -72%
Sony Xperia J
19.6 fps ∼29% -71%
Huawei Ascend Y300
31 fps ∼46% -54%
Acer Liquid Z3 Duo
47.2 fps ∼70% -30%
Sony Xperia Z1
60 fps ∼89% -11%
Basemark ES 2.0 - Taiji Free
Simvalley Mobile AW-414.Go
56.27 fps ∼93%
ZTE Blade III
6.02 fps ∼10% -89%
Sony Xperia J
5.8 fps ∼10% -90%
Acer Liquid Z3 Duo
34.3 fps ∼57% -39%
Sony Xperia Z1
59.36 fps ∼98% +5%
Legende
      Simvalley Mobile AW-414.Go MediaTek MT6572, ARM Mali-400 MP, 4 GB Flash
      ZTE Blade III Qualcomm Snapdragon S1 MSM7227A, Qualcomm Adreno 200, 4 GB Flash
      Sony Xperia J Qualcomm Snapdragon S1 MSM7227A, Qualcomm Adreno 200, 4 GB Flash
      Huawei Ascend Y300 Qualcomm Snapdragon S4 Play MSM8225, Qualcomm Adreno 203, 4 GB Flash
      Acer Liquid Z3 Duo MediaTek MT6572, ARM Mali-400 MP, 4 GB Flash
      Sony Xperia Z1 Qualcomm Snapdragon 800 MSM8974, Qualcomm Adreno 330, 16 GB iNAND Flash

Das Surfen im Internet ist sicherlich kein Schwerpunkt bei der Nutzung der SmartWatch, dennoch haben wir einen kurzen Vergleich gewagt. In summa schlägt sich das Gerät in den synthetischen Benchmarks recht gut und lässt die direkten Smartphone-Konkurrenten hinter sich, doch in der Praxis eignet sich das Display nur zum Surfen im Web, wenn entsprechend optimierte Webseiten vorhanden sind.

Sunspider
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
1430.1 ms * ∼36%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
1741.7 ms * ∼43% -22%
Peacekeeper
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
546 Points ∼9%
ZTE Blade III
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
200 Points ∼3% -63%
Sony Xperia J
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
287 Points ∼5% -47%
Huawei Ascend Y300
Adreno 203, S4 Play MSM8225, 4 GB Flash
325 Points ∼5% -40%
WebXPRT 2013 - Overall Score
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
144 Points ∼10%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
111 Points ∼8% -23%

* ... kleinere Werte sind besser

Der Speicher im Simvalley Mobile AW-414.Go ist laut Hersteller 4 GB groß, wovon nach dem ersten Start dem Anwender aber nur noch knapp 1,3 GB zur Verfügung stehen. Wer Fotos machen oder Musik über das Gerät hören möchte, sollte direkt beim Kauf an den Erwerb einer MicroSD-Karte denken, um den Speicher entsprechend zu erweitern.

Die Geschwindigkeit des verbauten Speichers ist absolut in Ordnung und schlägt im Vergleichsfeld alle Kontrahenten. Vor allem beim Lesen von Daten kann das Gerät glänzen.

AndroBench 3
Sequential Read 256KB
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
77.47 MB/s ∼46%
Huawei Ascend Y300
Adreno 203, S4 Play MSM8225, 4 GB Flash
12.07 MB/s ∼7% -84%
Sony Xperia J
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
29.64 MB/s ∼18% -62%
ZTE Blade III
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
33.67 MB/s ∼20% -57%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
50 MB/s ∼30% -35%
Sequential Write 256KB
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
11.46 MB/s ∼20%
Huawei Ascend Y300
Adreno 203, S4 Play MSM8225, 4 GB Flash
4.26 MB/s ∼7% -63%
Sony Xperia J
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
5.3 MB/s ∼9% -54%
ZTE Blade III
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
5.28 MB/s ∼9% -54%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
6.57 MB/s ∼11% -43%
Random Read 4KB
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
12.37 MB/s ∼59%
Huawei Ascend Y300
Adreno 203, S4 Play MSM8225, 4 GB Flash
4.68 MB/s ∼22% -62%
Sony Xperia J
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
6.49 MB/s ∼31% -48%
ZTE Blade III
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
7.69 MB/s ∼37% -38%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
11.87 MB/s ∼57% -4%
Random Write 4KB
Simvalley Mobile AW-414.Go
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
1.31 MB/s ∼45%
Huawei Ascend Y300
Adreno 203, S4 Play MSM8225, 4 GB Flash
0.19 MB/s ∼7% -85%
Sony Xperia J
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
0.25 MB/s ∼9% -81%
ZTE Blade III
Adreno 200, S1 MSM7227A, 4 GB Flash
0.51 MB/s ∼17% -61%
Acer Liquid Z3 Duo
Mali-400 MP, MT6572, 4 GB Flash
0.53 MB/s ∼18% -60%

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen der SmartWatch erreichen nie einen unangenehmen Bereich. Bei einer Auslastung von CPU und GPU mittels der App Stability Test für über eine Stunde, wird das Gerät zwar sehr warm, aber nicht unangenehm. Außerdem wird dieses Szenario in der Praxis wohl nur extrem selten eintreffen.

Am Handgelenk getragen, überträgt sich die Außentemperatur durch das Metallgehäuse schnell auf seinen Träger.

Lautsprecher

Der Lautsprecher der AW-414.Go ist überraschend laut. Zwar ist der Klang nicht überragend, aber in summa ist die Komponente durchaus brauchbar. Die Höhen sind recht dumpf und neigen bei hoher Lautstärke zu leichten Verzerrungen, Mitten und Bässe sind fast gar nicht zu hören. Beim Telefonieren wäre der Lautsprecher somit in Ordnung, dies wird durch die mäßige Mikrofonleistung aber nahezu vollständig unterbunden.

Wer also ungestört telefonieren oder gar Musik mit der SmartWatch hören möchte, sollte sich ein passendes Headset dazukaufen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeiten des Simvalley Mobile AW-414.Go liegen auf dem Niveau eines älteren Smartphones. Der 2,22 Wh (600 mAh, 3,7 V) starke Energiespeicher hält selbst unter einer Auslastung der CPU und GPU, bei maximaler Displayleuchtkraft, über zwei Stunden. Die maximale Laufzeit ermittelten wir bei minimaler Panelhelligkeit und aktiviertem WLAN. Dabei wurde mittels eines Browser-Skripts das Lesen eines Buches simuliert, was in diesem Fall jedoch kein realitätsnahes Szenario darstellt. Hier ging der SmartWatch nach acht Stunden und 15 Minuten die Puste aus. Dieser Wert ist weniger überzeugend und wohl primär auf einen erhöhten Strombedarf des WLAN-Moduls zurückzuführen. Denn in der Verbrauchsstatistik wird ausgewiesen, dass dieses 48 % der Energie benötigte. Normalerweise liegt der Wert für das WiFi in diesem Test um die 10 %.

Da sich das Gerät auch besonders gut für Sportler eignet, haben wir in einem Extra-Test die Ausdauer des Akkus bei Nutzung der GPS-Komponente überprüft. Dafür wurde das Panel abermals auf minimale Leuchtkraft gedimmt und alle Kommunikationsmodule, bis auf den GPS-Empfänger, deaktiviert. Dann ließen wir die App GPS Test laufend die Positionsdaten bestimmen. Erst nach sieben Stunden und 43 Minuten schaltete die SmartWatch ab. Damit hält die Uhr auch problemlos einen Marathonlauf lang durch.

Bei normaler Nutzung muss die Uhr abends ans Netz. Nach nicht einmal einer Stunde ist der Akku wieder vollständig geladen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
8h 15min
Last (volle Helligkeit)
2h 12min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Im Praxischeck: Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch. Testgerät zur Verfügung gestelllt von www.pearl.de.
Im Praxischeck: Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch. Testgerät zur Verfügung gestelllt von http://www.pearl.de.

Die AW-414.Go SmartWatch von Simvalley Mobile erinnert stark an ein typisches James Bond Accessoire und ist mehr als ein Hightech-Spielzeug. Leider hat sie jedoch auch ihre kleineren Schwächen. Sicherlich müssen bei der Bedienung aufgrund der geringen Displaydiagonale Abstriche gemacht werden. Ärgerlicher aber ist, dass die Uhr nur am linken Handgelenk getragen werden kann. Dabei müsste es doch möglich sein, das Display um 180 ° zu drehen, damit die SmartWatch auch rechtsseitig einsetzbar wäre. Weitere Kritik muss sich das Panel bezüglich des Flimmerns gefallen lassen. So etwas ist uns bei einem Smartphone noch nicht untergekommen. Die Kamera ist leider nicht brauchbar.

Das Gehäuse hingegen ist sauber verarbeitet und zudem nach IP65 zertifiziert. Die Leistung reicht für das Gerät absolut aus, Leistungsengpässe sind hier keine zu erwarten. Auch die Akkulaufzeiten gehen in Ordnung, obwohl der Energiebedarf des WLAN-Moduls vergleichsweise hoch ist.

Die AW-414.Go ist somit sicherlich recht interessant für Sportler, welche sich kein Telefon an den Arm binden oder auf teure GPS-Uhren verzichten wollen. Zumal Sie mit der SmartWatch immer auch ihr Handy und Abspielgerät für Musik und Hörbücher dabei haben. In summa vereint das Testgerät viele Geräte in einem. Es müssen aber immer ein paar Abstriche gemacht werden. Somit bleibt den Entwicklern noch einiges an Luft nach oben, vor allem wenn man den Preis berücksichtigt.

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Im Praxistest: Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch. Testgerät zur Verfügung gestellt von www.pearl.de.
Im Praxistest: Simvalley Mobile AW-414.Go SmartWatch. Testgerät zur Verfügung gestellt von http://www.pearl.de.

Datenblatt

Simvalley Mobile AW-414.Go

:: Prozessor
:: Speicher
512 MB
:: Grafikkarte
:: Bildschirm
1.5 Zoll 1:1, 240x240 Pixel, kapazitiver Touchscreen, AMOLED, mit Stift/Kugelschreiber bedienbar, spiegelnd: ja
:: Festplatte
4 GB Flash, 4 GB , 1.04 GB verfügbar
:: Anschlüsse
Card Reader: MicroSD bis 32 GB (SDHC), Sensoren: Beschleunigungs- und Orientierungssensor, Digitaler Kompass, GPS, wasserfest (IP65)
:: Netzwerkverbindungen
802.11 b/g/n (b g n ), 4.0 Bluetooth, GSM (850, 900, 1.800 und 1.900 MHz), HSPA bis 7,2 MBit/s
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 14.1 x 45.3 x 44.3
:: Gewicht
0.091 kg Netzteil: 0.05 kg
:: Akku
2.22 Wh Lithium-Ion, 600 mAh, 3,7 Volt, Standby 2G (laut Hersteller): 75 h
:: Preis
399 Euro
:: Betriebssystem
Android 4.2
:: Sonstiges
Webcam: no, Camera: 3 MP, Lautsprecher: ein Monolautsprecher, Tastatur: virtuell, Ladestation, Eingabestift, Ersatzschrauben, magnetischer Schraubendreher

 

[+] compare
Verpackt wie eine herkömmliche Uhr.
Verpackt wie eine herkömmliche Uhr.
Der Inhalt der Verpackung ist recht üppig.
Der Inhalt der Verpackung ist recht üppig.
Selbst der passende Schraubendreher wird mitgeliefert.
Selbst der passende Schraubendreher wird mitgeliefert.
Das AMOLED-Display misst 1,5 Zoll.
Das AMOLED-Display misst 1,5 Zoll.
Die Menüs lassen sich gut auf dem kleinen Display bedienen.
Die Menüs lassen sich gut auf dem kleinen Display bedienen.
Der Sperrbildschirm zeigt eine Uhr.
Der Sperrbildschirm zeigt eine Uhr.
Zwischen den beiden physikalischen Tasten ist die Kamera positioniert.
Zwischen den beiden physikalischen Tasten ist die Kamera positioniert.
Die Abdeckung des SIM-Slots ist durch zwei Schrauben gesichert.
Die Abdeckung des SIM-Slots ist durch zwei Schrauben gesichert.
Mit eingesteckter SIM-Karte.
Mit eingesteckter SIM-Karte.
Eine Federmechanik ermöglicht den problemlosen Austausch der SIM.
Eine Federmechanik ermöglicht den problemlosen Austausch der SIM.
Das ganze Gehäuse besteht aus Metall.
Das ganze Gehäuse besteht aus Metall.
Vier Schrauben halten die Abdeckung an Ort und Stelle.
Vier Schrauben halten die Abdeckung an Ort und Stelle.
Der Akku ist austauschbar.
Der Akku ist austauschbar.
Die MicroSD-Karte ist etwas fummelig einzusetzen.
Die MicroSD-Karte ist etwas fummelig einzusetzen.
Ohne Karte schließt die Abdeckung bündig ab.
Ohne Karte schließt die Abdeckung bündig ab.
Der Akku leistet 600 mAh.
Der Akku leistet 600 mAh.
Die Ladestation ist recht praktisch.
Die Ladestation ist recht praktisch.
Die Ladestation ermöglicht eine simple Kontaktladung.
Die Ladestation ermöglicht eine simple Kontaktladung.
Eine Bedienung in der Ladestation ist nicht einfach.
Eine Bedienung in der Ladestation ist nicht einfach.

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+Guter GPS-Empfang
+Ordentliche Akkulaufzeiten
+Helles Display ...
 

Contra

-... das flimmert.
-Schwache Kamera
-Nur am linken Handgelenk uneingeschränkt nutzbar
-Unpräzise Stifteingabe
-Schlechtes Mikrofon
-Erhöhter Energiebedarf des WLAN-Moduls

Shortcut

Was uns gefällt

Die Verarbeitung ist gut und die IP-Zertifizierung lässt auch im Regen kein schlechtes Gewissen aufkommen.

Was wir vermissen

Ein flimmerfreies Display wäre ein Muss gewesen. Leider scheint unser Gerät da kein Einzelfall zu sein.

Was uns verblüfft

Warum die großen Hersteller noch nicht auf die Idee gekommen sind, vollwertige Smartphones in einer Uhr unterzubringen, verwundert uns schon. Dies wäre doch sicherlich auch ein interessantes Einsatzgebiet für gebogene Displays.

Die Konkurrenz

Echte Konkurrenz gibt es momentan noch nicht. Von der Austattung betrachtet, sind Einsteiger-Smartphones, wie das Acer Liquid Z3 Duo, Huawei Ascend Y300, Sony Xperia J, ZTE Blade III und Nokia Lumia 520, am ehesten als Kontrahenten zu betrachten.

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Autor: Daniel Schmidt,  2.01.2014 (Update:  2.01.2014)