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Test Iomega Prestige 500 GB USB 3.0

Diva im schicken Kleid. Iomega hat mit der Prestige-Serie besonders schlanke und edel gestaltete externe 2,5“ Festplatten im Portfolio. Wir haben die 500-GB-Variante mit USB 3.0 im Test, die zeigen muss, wie gut sie sich im stationären und mobilen Einsatz behaupten kann.

Die 500-GB-Festplatte verfügt über das gleiche Design, wie die bereits getestete Iomega Flash SSD. Schwarzes Alu-Gehäuse im gebürsteten Stil mit Kunststoffabdeckungen an den Kopfenden. Einziger Unterschied: Das Ganze ist natürlich etwas größer als bei dem kleineren SSD, da hier ein 2,5“ Laufwerk zum Einsatz kommt. Dennoch sind die Gehäusemaße mit 115 mm (L) x 76 mm (B) x 14 mm (H) und gewogenen 175 g für eine externe 2,5“-Festplatte als gering einzustufen und bieten damit gute mobile Grundvoraussetzungen.

Allgemeines/ Performance/ Stromversorgung

gleiches Gehäuse nur größer als Iomegas external Flash
gleiches Gehäuse nur größer als Iomegas external Flash
Verschlüsselungssoftware
Verschlüsselungssoftware
HD Tune
HD Tune
Crystal Disk Mark
Crystal Disk Mark
XBench
XBench

Zum Lieferumfang gehört eine Verschlüsselungssoftware, die laut Iomega eine 256 bit AES-Verschlüsselung ermöglicht, ein USB 3.0 Y-Kabel und ein kleines Handbüchlein. Per Download kann man sich je nach Bedarf auch noch Iomegas Protection Suite aneignen. Die Garantie beträgt 3 Jahre und der Preis für das 500-GB-Testmodell beginnt derzeit bei etwa 55,- Euro (Straßenpreis) zzgl. Versand. Eine Version mit 1 TB ist ab etwa 80,- Euro erhältlich, bietet damit das beste GB/Euro-Verhältnis der Serie, und eine 1,5-TB-Festplatte ist ab etwa 145,- Euro zu bekommen. 

Im Inneren unseres Testmodells arbeitet eine schon etwas ältere Samsung HM500JI der Spinpoint M7 Serie. Sie verfügt über 8 MB Cache, rotiert mit maximal 5400 U/min und hat wie bereits erwähnt eine Kapazität von 500 GB. Laut Samsung hat das Laufwerk alleine ein Gewicht von 105 g, wonach folglich etwa 70 g auf Iomegas Alu-Gehäuse mit USB 3.0 Schnittstelle entfallen.

Die Leistungsfähigkeit der Festplatte wird durch die USB 3.0 Schnittstelle nicht limitiert und kann somit voll abgeschöpft werden. Wir haben mit NEC- (Renesas) und Etron-Controller an den Gegenstellen getestet. Mit knapp 90 MB/s im Maximum und durchschnittlich knapp 70 MB/s beim Lesen liegt die Samsung HM500JI etwa auf dem Niveau der Konkurrenz. Noch schnellere Modelle, wie etwa Toshibas MK5065GSX erreichen ca. 10 MB/s mehr. Beim sequentiellen Lesen und Schreiben wird die 90-MB/s-Marke gerissen und die Zugriffszeit liegt mit 17,7 ms im für Festplatten üblichen Bereich. Siehe zum Vergleich auch unsere umfangreiche HDD-Benchmarkliste.

Während die Leistungsdaten überzeugen und im Wesentlichen nur durch SSDs getoppt werden können, ist der zuverlässige Betrieb der Iomega-Samsung-Kombination nicht so gut gewährleistet. So wie es sich für uns darstellt, liegt das an der etwas hohen Leistungsaufnahme, die das Samsung-Laufwerk abfordert. Samsung gibt als Anlaufenergiebedarf bis zu 1000 mA an. Das entspricht dem was das beiliegende Y-Kabel (900 mA USB 3.0 + 100 mA USB 2.0) laut Spezifikation liefern darf. Doch selbst dies scheint nicht immer zu genügen, da sich sogar an unserem Desktopsystem unter Belastung (Schreiben/Lesen) das Laufwerk schon mal kurzerhand abmeldet.

An ExpressCards ohne zusätzliche USB Stromversorgung läuft die Festplatte erst gar nicht an. Hier benötigt man also einen USB Port der die USB-3.0-ExpressCard mit Strom versorgt und zusätzlich das beiliegende Y-Kabel. Insgesamt also 2x USB 2.0 + 1x USB 3.0. Diese dann abenteuerliche Konstruktion läuft aber zuverlässig und liefert am Notebook konstante Übertragungsraten ohne Ausfallerscheinungen. Auch „nur“ am USB-2.0-Port angeschlossen, gab es keine Probleme, da diese mittlerweile den Strombedarf weit außerhalb der USB-Spezifikation abdecken und oft sogar optische Laufwerke mit über 1000 mA Anlaufstrom befriedigen. Hier ist die Übertragungsrate aber bei etwas über 32 MB/s gedeckelt und nicht wirklich der Sinn einer USB-3.0-Festplatte.

externe mobile USB 3.0 Laufwerke im Vergleich
externe mobile USB 3.0 Laufwerke im Vergleich

OS X Lion

Um die Iomega Prestige am Mac nutzen zu können, muss die NTFS vorformatierte Festplatte ins HFS oder FAT Format umformatiert werden. Wir haben FAT32 gewählt, da dies für ein USB-3.0-Laufwerk die wahrscheinlichere Variante sein wird, um diese am Mac als auch am PC einsetzen zu können. Hier haben wir am aktuellen Mac mini unter OS X Lion knapp 33 MB/s beim Lesen und knapp 30 MB/s beim Schreiben erreicht. Das sind für USB 2.0 übliche Werte und reichen zumindest für den gelegentlichen Datenaustausch zwischen den „Welten“ aus.

Fazit

Die Iomega Prestige bietet ein schickes und solides Gehäuse, das zudem leicht und kompakt gute mobile Grundeigenschaften mitbringt. Getrübt wird diese Mobilität durch eine nicht immer zuverlässige Arbeitsaufnahme, die vermutlich auf das zu energiehungrige Festplattenmodell im Inneren zurückzuführen ist. Ob die guten Leistungsdaten und der relativ günstige Preis diesen Nachteil letztlich aufwiegen können, sollte man vor dem Kauf ganz genau abwägen.

» Die Iomega Prestige 500 GB USB 3.0 ist derzeit ab 65.- bei Amazon.de erhältlich

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Im Test: Iomega Prestige 500 GB
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edles Alugehäuse im schicken Design mit geringen Ausmaßen
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die Kopfenden bestehen allerdings aus schwarzem Kunststoff, Gumminoppen an der Unterseite gibt es nicht
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für die Ausnutzung der Performance steht USB 3.0 bereit
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das Y-Kabel reicht nicht immer für die Stromversorgung aus
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Verbatim 1,8" Festplatte, Iomega SSD, Iomega 2,5" Festplatte (unten)
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Shortcut

Was uns gefällt

flach, edel und mobil

Was wir vermissen

Gumminoppen gegen Verrutschen an der Unterseite

Was uns verblüfft

dass Iomegas Prestige nicht sehr zuverlässig arbeitet

Die Konkurrenz

Wenn es auf pure Geschwindigkeit ankommt: OCZ Enyo, Wer ein besonders robustes Gehäuse mit guten Nehmerqualitäten benötigt: Transcend 25M3  und wer eine besonders flexible Schnittstellen-Ausstattung bevorzugt Seagates GoFlex.

Autor: Tobias Winkler,  7.08.2011 (Update:  2.04.2013)