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Microsoft Surface Laptop: Ein 3:2-Ultrabook mit Windows 10 S für Studenten (Update)

Microsoft Surface Laptop: Ein 3:2-Ultrabook mit Windows 10 S für Studenten
Microsoft Surface Laptop: Ein 3:2-Ultrabook mit Windows 10 S für Studenten
Wie erwartet hat Microsoft das erste Laptop mit dem Surface-Markennamen vorgestellt. Mit dem neuen Windows 10 S soll es vor allem Studenten ansprechen, dürfte mit dem 3:2-Display und dem interessanten Formfaktor aber auch für andere Kundengruppen interessant sein.

Gerade noch geleakt, jetzt schon vorgestellt: Auf dem Mai-Education-Event in New York hat Microsoft das Surface Laptop der Öffentlichkeit präsentiert. Damit betritt Microsoft unbekanntes Terrain, bisher hat man den Markt für traditionelle Notebooks fast ausschließlich den OEM-Partnern überlassen, die bisherigen mobilen Surface-Modelle Surface Pro 4 und Surface Book waren 2-in-1-Convertibles.

Der Fokus des Entwickler-Teams von Panos Panay beim Design des Surface Laptops lag auf den Bedürfnissen von Studenten. Daher hat das Surface Laptop eine ähnliche Platzierung wie das Macbook Air von Apple, mit dem 13,5-Zoll-Display spielt es in der selben Größenklasse. Allerdings gibt es beim Display einen entscheidenden Unterschied: Statt auf 16:10 oder 16:9 setzt Microsoft auf das Displayverhältnis 3:2, genau wie bei den anderen Surface-Modellen der letzten Jahre oder das Google Chromebook Pixel. Laut Microsoft soll das den Vorteil haben, dass das Gerät die Größe eines 13-Zoll-Notebooks hat aber eine Display-Fläche, die eher der eines typischen 14-Zoll-Notebooks im 16:9-Format entspricht. Das Display ist glänzend und basiert auf IPS-Technologie, es trägt den Markennamen PixelSense, wie das Display des Surface Books. Wie alle Surface-PCs verfügt es über eine Touch-Oberfläche, außerdem ist es mit Gorilla Glass 3 versehen.

Einen großen Wert hat man auf das Gehäuse-Design gelegt. Die Detail-Versessenheit geht sogar so weit, dass man auch darauf geachtet haben will, dass man das Display mit einer Hand öffnen kann. Das Gehäuse besteht auf Metall, die Handballenauflage ist mit dem weichen Alcantera-Stoff überzogen, genau wie das Type-Cover des Surface Pro 4. Dieser soll wasserabweisend sein und besonders einfach zu reinigen. Mit 9,5 mm vorne bis 14,47 mm an der Rückseite ist es sehr dünn und mit 1,25 kg auch ziemlich leicht. Trotz der geringen Dicke gibt Microsoft an, dass das Surface Laptop länger durchhalten soll als verschiedenen Apple Macbook Pro und Air Laptops, insgesamt verspricht man 14,5 Stunden Akkulaufzeit bei Videowiedergabe.

Anders als vorher von manchem vermutet ist das Surface Laptop nicht der erste Windows-PC mit Qualcomm-CPUs, denn Microsoft verbaut Intel Core i7-Prozessoren der 7. Generation (Codename Kaby-Lake). Es handelt sich um 15 W CPUs der U-Serie. Das Surface Laptop wird es mit PCIe-SSDs geben, die auf dem Motherboard verlötet sind, da man so laut Microsoft einen geringeren Energieverbrauch erreicht, Aufrüstbarkeit kann man beim Surface Laptop wie bei den anderen Surface-Modellen wohl eher vergessen. Man sollte sich beim Kauf also gut überlegen, ob man eine Version mit 256- oder 512-GB-SSD nimmt. Beim RAM bietet Microsoft 4, 8 oder 16 GB an. Anders als beim Surface Book gibt es das Surface Laptop nur mit integrierter Grafik, immerhin hat man aber die Wahl zwischen der Intel HD Graphics 620 und der Intel Iris Plus 640, je nachdem ob man das Surface Laptop mit Core i5 oder i7 kauft.

Etwas hinter der Zeit ist man bei Microsoft bei den Anschlüssen, USB C oder Thunderbolt 3 sucht man beim Surface Laptop vergeblich, stattdessen verbaut Microsoft einen USB-3.0-Typ-A-Anschluss, Mini-Displayport, einen kombinierten Audio-Anschluss, einen SD-Kartenleser sowie den proprietären Surface-Dock-Anschluss, über den das Surface Laptop auch geladen wird. Der letztere Anschluss macht das Gerät auch für Firmen mit existierenden Surface-Docks sicherlich interessant.

Das Surface Laptop soll in den USA noch heute vorbestellbar sein, die Auslieferung soll Mitte Juni sein. Es wird in vier verschiedenen Farbvarianten (Silber, Blau, Rot, Gold) für 999 US-Dollar erhältlich sein. Damit ist es wesentlich günstiger als das Surface Book und etwa so teuer wie das Surface Pro 4. Vorinstalliert ist das ebenfalls neu angekündigte Windows 10 S, das auf Schulen und Studenten ausgerichtet ist und bei dem man nur Apps aus dem Store installieren kann. Ein Upgrade auf das vollwertige Windows 10 Pro soll laut Microsoft aber möglich sein.

Update: In Deutschland soll es ebenfalls ab heute Abend im Microsoft Store vorbestellbar sein. Hierzulande wird der Einstiegspreis 1.149 Euro betragen.

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Autor: Benjamin Herzig,  2.05.2017 (Update:  2.05.2017)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.