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Testbericht IBM R50p Print
Written by J. Simon Leitner   
Wednesday, 03 August 2005
ImageIBM führt unter dem Kürzel „R" zur zeit 4 Modelle mit unterschiedlichen: das R51, R50, R50/40e als „low cost variante" und unter dem Slogan „Mobile Workstation" das R50p, als Topprodukt dieser Serie welches wir auf Herz und Nieren geprüft haben. Ausgestattet mit einer FireGL T2 128MB Grafikkarte mit speziellen Support aller führenden CAD und Render Softwareanbieter sowie einem 15" FlexView TFT Display, ist das R50p besonders für Grafikanwender interessant.


Geräteaufbau

 Ausstattung
  • Intel Pentium M mit 1,7 Ghz und 1 Megabyte Level 2 Cache
  • 1 x 512 MB 333 Mhz DDR RAM
  • ATI Mobility FIREGL T2 mit 128 MB dezidiertem RAM
  • 60 GB Hdd
  • DVD +R +RW -R -RW
  • 15" TFT mit der Auflösung 1600 x 1200 Pixel (UXGA IPS) FlexView
  • 9 Zellen Akku, mit laut IBM bis zu 5.9 Stunden Laufzeit (2 Stunden unter Vollast - Classic Test mit BatteryEaterPro)
  • Wireless LAN Standard a, b und g, integriertes 56K V.92 Modem, Infrarot und Bluetooth.
  • Touchpad mit rechter und linker Maustaste, Trackpoint mit 3 Tasten
Die Luftauslässe für die Kühlung, LineIn/Out, S-Video, RJ-11 und RJ-45 sowie zwei USB 2.0 Buchsen befinden sich an der linken Seite des Gerätes. Leider sind diese 2 USB Ports auch die Einzigen, die das Notebook bereitstellt. Dies kann unter Umständen oftmaliges Umstecken erfordern. Des Weiteren ist an der linken Seite ein Kensington Lock und PC-Kartensteckplätze Typ II und III.

Ansicht Links
Ansicht Links
Ansicht Rechts
Ansicht Rechts

An der rechten Seite ist das DVD/RW Laufwerk und der Monitor Ausgang. Diesen haben wir mit einem Sony g400p 19" Monitor getestet. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Bei einer Auflösung von 1280x1024 bei 85Hz erreichten wir ein grundsätzlich scharfes Bild. Bei längeren Arbeiten könnte es dennoch etwas anstrengend für die Augen werden. Bei 1024x768 85Hz kann man jedoch von einer makellosen Darstellung sprechen.

Ansicht Vorderseite
Ansicht Vorderseite
Ansicht Hinterseite
Ansicht Hinterseite

Die Rückseite des Testmodells ist geprägt von dem überstehenden Akkupack (9-Zellen) welches je nach Ausstattungsvariante auch durch einen 6-Zellen Akku, der flach am Gehäuse abschließt, ersetzt sein kann. Auch ein Parallel-Port und der Anschluss für das Netzgerät ist an der Rückseite zu finden.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Notebooks ist solide ausgeführt. Speziell an der linken und rechen Seitenkante kann jedoch bei Druck das eine oder andere Knarren festgestellt werden. Bis auf die Display Scharniere wird ausschließlich Kunststoff verwendet, welcher einen hochwertigen Eindruck macht, dennoch beim Anfassen nur Plastik bleibt. Das Notebook weist mit seinen 3,2 kg auf 4 Gummifüßen einen soliden Stand auf.


Tastatur
Tastatur
Touchpad/Trackpoint
Touchpad/Trackpoint
Zur Tastatur: Kurz gesagt, einsame Spitzenklasse. Dieser Tippkomfort wäre selbst bei zahlreichen Desktop Keyboards wünschenswert. Auch die Tasten für Touchpad und Trackpoint sind spitzenmäßig ausgeführt. Angenehmer Widerstand, optimale Drücktiefe und gutes Feedback beim Drücken der Tastenzeichnen diese, als auch die gesamte Tastatur aus.




Detail Vorderkante
Detail Vorderkante
Detail Display
Detail Display
Das Design des Gerätes ist ansatzweise sehr gefällig - leichte Keilform, scharfe Vorderkante und klare Formen beim Oberflächenlayout. Was den Bildschirm betrifft stellen sich bei mir jedoch die Nackenhaare auf. Eine Art Sicht- oder Blendschutz tritt an den Seitenkanten hervor, und wächst bis zur Oberkante des Displays auf etwa einen Zentimeter heraus.



Diese "Blendschutzleiste einer Eingabemaschine aus dem Jahre 1975" ist nach Auskunft eines Forumusers Teil des "Muschelprinzips" nach dem IBM diesen Rechner konzipiert hat. Beim Schließen des Notebooks umgreift das Display das Gehäuse und entlastet somit die Schaniere, welche grundsätzlich besonders auf seitliche Belastung anfällig sind. Weiters schützt dieses Aufbauprinzip vor eventuelen Verunreinigungen.

 

Muschelprinzip 1
Muschelprinzip 1
Muschelprinzip 2
Muschelprinzip 2

 

Positiv: Die Bildschirmschahniere sind aus Metall gefertigt, dies lässt auf eine lange Zeit ohne nachjustieren hoffen. Das Notebook weist mit seinen 3,2 kg auf 4 Gummifüßen einen soliden Stand auf.

Negativ: Wie schon angeführt sind meiner Meinung nach zwei USB Ports einfach zu wenig, außerdem ist die Anordnung auf eine Seite beschränkt, welches teilweise unnötigen Kabelsalat bedingt.

Display

Subjektiv macht das FlexView Display schon beim ersten Hingucken einen sehr guten Eindruck. Ausgezeichnete Helligkeit und klare Farben, keine Beeinträchtigung durch Spiegelung, aber besonders der nahezu geniale Blickwinkel machen dieses Display zu einem der besten die momentan am Markt erhältlich sind. 


Image
Image
Image

Image Image


Selbst bei annähernd paralleler Betrachtungsposition zum Display werden alle Farben unverändert dargestellt, und auch die Helligkeit nimmt nur minimal ab.

Die Luminanzmessung ergibt max 165,4 cd/m˛. Die Beleuchtungsstärke in Verbindung mit dem komplett spiegelfreien Display macht auch das Arbeiten im Freien ohne Probleme möglich.
Auffällig sind Abfälle an den Displayrändern, aber auch ein hoher Wert im rechten unteren Eck. Die Ausleuchtung von lediglich 82,5 % wird hauptsächlich von diesem Ausreißer verursacht.

Helligkeitsmesung
Helligkeitsmesung


Die folgende Grafik der Farbmessung, bestätigt auch die hervorragende Darstellung der gesamten Farbpalette, und die Wiedergabe von unverfälschten Bildern.

Displayeigenschaften
Displayeigenschaften


Großes Minus des Displays: Starke Schlierenbildung im Test. Das Spielen von Ego-Shootern ist für den Hobby Gamer zwar möglich, aber nicht empfehlenswert für Freaks.

Leistung

3DMark 2005
582 Punkte

PCMark04
3165 Punkte

Aquamark3
GFX: 1875 Punkte
CPU: 6521 Punkte
ges.: 16388 Punkte

Half-Life 2
Der Counter Strice Source Video Stress Test ergab bei 1024x768, allen Einstellungen auf Mittel (empfohlene Einstellungen), vsync aktiviert, 36.58 Frames / Sekunde. Der Test wurde unter Akkubetrieb durchgeführt wobei jedoch sämtliche Einstellungen auf höchste Leistung optimiert wurden. Für den Test wurden Radeon 9600 Catalyst Treiber verwendet.

Stromverbrauch
Normallast , Akku voll: 31,5 W
Normallast, Akku lädt: 47,3 W
Volllast, Akku voll: 45,7 W
Volllast, Akku lädt: 73,7 W

Akkulaufzeit
Getestet wurde mit dem 9 Zellen 6600 mAh fassenden Akku.

Unter Normallast (Officebetrieb, Helligkeit max.) konnte eine maximale Laufzeit von 4h 10min ermittelt werden. Unter Volllast erreichte der Akku imerhin eine Laufzeit von 2h 15min. Zum Laden des vollständig entleerten Akkus wird eine Zeit von etwa 6h und 10 min benötigt, wenn das Notebook parallel zum Laden im Normalbetrieb läuft.

Wärmetests

Selbst bei hoher Belastung bleibt die Wärmebelastung im akzeptablen Bereich.  Die Höchsttemperatur konnten wir mittig an der Unterseite mit 49,4°C messen - jedoch bei einer Raumtemperatur von etwa 32°C.

Hier eine Übersicht mit den genauen Messwerten bei maximaler Belastung:

Temperatur Oberseite
Temperatur Oberseite
Temperatur Unterseite
Temperatur Unterseite

Lautstärke

 Die Lautsprecher sind an der Unterseite der Vorderkante angebracht. Die Basstöne lassen etwas zu wünschen übrig. Die maximale Lautstärke der Boxen kann daher nicht ausgenutzt werden, da bei etwa 80% Lautstärke diese zu übersteuern beginnen.


Die Lautstärke wird mittels 2 Druckknöpfen oberhalb der Tastatur geregelt. Visuelles Feedback über die aktuelle Lautstärke erfolgt durch IBM Tool am Bildschirm.

Bei Normalbetrieb  (Office, Internet,...) ist das Notebook beinahe nicht zu hören. Selbst auf niedriger Stufe wirkt das Lüftergeräusch nicht störend. Beim Spielbetrieb kann der Lüfter zwar hochdrehen, wird jedoch bei normaler Soundwiedergabe überdeckt und von mir nicht als störend empfunden. Die Festplatte ist geräuschmäßig auch kaum wahrnehmbar.

Hier die genauen Meßwerte:
Gerät aus, Hintergrundgeräusch: 29,5 dB
Gerät ein, Lüfter dreht min.: 31,5 dB
Gerät ein, Lüfter dreht max.: 37,8 dB

Beim DVD Laufwerk kommt es besonders beim Einlegen einer CD oder DVD zu einem stolzen Aufsurren des Laufwerks, auch beim Abspielen von DVD's oder CD's ist der Geräuschpegel doch störend. Mit dem Tool "CD-Bremse" bekommt man dies jedoch leicht in Griff.

Lieferumfang

Das Gerät wird mit reichlich vorinstallierter Software startklar ausgeliefert. Dazu gehören ein Packet an IBM Tools, DVD Player, Brenn Software, Diagnose Tools, Norton Antivirus Trial;

Besonders das IBM Tool - IBM Access Connections - läßt die Herzen von besonders mobilen Usern höher schlagen: Mittels Standortprofilen werden unterschiedliche TCP/IP,... Einstellungen gespeichert, vom Rechner die jeweiligen Umgebung automatisch erkannt, und die dazugehörigen Profile völlig selbstständig (mit Rückmeldung) aktiviert.

Fazit

Als „Mobile Workstation" preist IBM dieses Gerät an, und verspricht damit nicht zuviel. Pluspunkte im Bezug auf Mobility sind vor allem der leistungsstarke Akku, das ausgezeichnete Display (Flexview, Outdoor fähig) und die solide Verarbeitung. Auch die hervorragende Qualität der Tastatur spricht für ein Top Arbeitsgerät. Besonders Grafiker werden mit dem Gerät,  aufgrund der excellenten Farbdarstellung,  ihre "helle" Freude haben.

Schwachstelle des Notebooks ist leider der Gaming Bereich. Die verwendete FireGL T2 Grafikkarte wird zwar hervorragend mit speziellen Treibern beinahe aller Grafikanwendungs-Anbieter versorgt, hinkt im Spielebereich dafür etwas nach. Es ist zwar möglich mittels eines Catalyst-Tools die Treiber einer Radeon 9600 zu verwenden, dies erfordert jedoch etwas Zeit und Geduld. Auch das Display ist wie schon erwähnt nicht gerade als „spritzig" zu bezeichnen.

Preis und Leistung des Gerätes unterstreichen das Business Image von IBM. Nichts desto trotz ist aber auch das eine oder andere Spielchen kein Problem für dieses Gerät.




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eine Sammlung von Testberichten im Netz über IBM-Notebooks aus dem Jahr 2005 bieten wir hier

Das R50p hat in der Rubrik Display im 1. Quartal 2005 den 2.Platz beim Test-Vergleich deutschsprachiger Magazine 2005 gewonnen.

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Preisvergleich

  

Geizhals.at/eu

Lenovo IBM ThinkPad R50e Celeron-M 360 1.40GHz, 256MB, 40GB

Lenovo IBM ThinkPad R50e Pentium-M 745 1.70GHz, 512MB, 60GB

Verarbeitung56%°

IBM Thinkpad R50p

 

80%

 

MULTIMEDIA *

Gewichtete Bewertung
Tastatur97%
Mausersatz95%
Konnektivität88%
Gewicht65%
Akkulaufzeit90%
Display90%
Leistung Spiele65%
Leistung Anwendungen 68%
Temperatur57%
Lautstärke94%
Eindruck92%
Durchschnitt80%
Bewertet am 25.02.2005
° Abwertung nach 1 Jahr Verwendung wg starkem Knarren

* Gewichtung Multimedia Notebook:
Verarbeitung 8%, Tastatur 8%, Mausersatz 6%, Konnektivität 8%,
Gewicht 6%, Akkulaufzeit 8%, Display 10%, Leistung Spiele 10%,
Leistung Anwendungen 10%, Temperatur 8%, Lautstärke 8%, Eindruck 10%

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

Last Updated ( Saturday, 25 February 2006 )
 
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