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Kurztest Sony Vaio PCG K315Z Print
Written by Stefan Hinum   
Saturday, 11 June 2005
Foto: Sony
Foto: Sony
Das Sony Vaio PCG stand im Kaufhausregal unter anderem gemeinsam mit einem Packard Bell EasyNote B 3510, dem Benq Joybook R22 403 und einem chiliGREEN Mobilitas CT C5-M400A zum Verkauf. Diese Vier wurden direkt im Regal untersucht. Kann das Vaio durch seine Ausstattung und Verarbeitung überzeugen und als eindeutig teuerstes Notebook im Verhältnis zu seinen 3 Konkurrenten bei einem Lokalaugenschein im Regal gut abschneiden?

Test-Anmerkung

Diese Untersuchung des Sony Vaio PCG K315Z ist durch eingehende Besichtigung des Geräts in einer Cosmos Filiale, einer österreichischen IT-Fachhandelskette entstanden. Anders als bei unseren eigentlichen Testberichten hatten wir das Gerät nicht wochenlang zum Testen zur Verfügung und unsere Testinstrumente nicht angewandt. Daher gibt es keine Benchmarks, andere Messergebnisse oder Erkenntnisse aus Langzeittests. Dafür können wir mit einer ausführlichen Gerätebeschreibung sowie einigen Vorort-Eindrücken aufwarten und das Notebook mit anderen Laptops direkt vergleichen, die zeitgleich in der Filiale zum Verkauf  standen. Das Gerät wird in der Cosmos-Filiale um 1399 Euro angeboten.

Geräteaufbau/Datenblatt

Prozessor: Mobile Pentium 4, 532 mit 3.06 GHz und 533 MHz Frontside Bus und unterstützt die Enhanced Intel SpeedStep® Technology, L2 Cache 1024
RAM: DDR SDRAM (PC2100 - DDR226), 2x256 MB, aufrüstbar auf 1 GB
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon 9200 64 MB mit 64 MB VRAM
Display: 15.4" WXGA, TFT-Aktivmatrix, max. Auflösung 1280 x 800, X-black-Technologie
Festplatte: 40 GB (Ultra ATA/100), auch mit 60 GB verfügbar; Schreib- und Lesegeschwindigkeit DVD+R bis 8 fach
Laufwerk: Doppelschicht DVD +/- RW Brenner
Anschlüsse:
1 x Memory Stick (Kartenleser, unterstützte Flash-Speicherkarten Memory Stick, Memory Stick PRO)
2 x Speicher
1 x CardBus - Typ I/II Schnittstellen 1 x Netzwerk - Ethernet 10Base-T/100Base-TX - RJ-45
1 x Docking-/Anschluß-Replikator
1 x IEEE 1394 (FireWire)
3 x Hi-Speed USB - USB Typ A, 4-polig
1 x Display / Video - VGA - HD D-Sub (HD-15), 15-polig
1 x Kopfhörer - Ausgabe - Stereo-Jack-Stecker 3.5 mm
1 x Mikrofon - Eingang - Mini-Telefon 3,5 mm
1 x Modem - Telefonleitung - RJ-11
Gehäusedimensionen: Breite 35.7 cm Tiefe 27.8 cm Höhe 5.5 cm
Gewicht: 3.7 kg
Sound: integrierte Stereo-Lautsprecher
Zeigergeräte: Tastatur, Touchpad
Massenspeicher-Controller: DIE
Netzwerkkarte: Data Link Protocol Ethernet, Fast Ethernet, WLAN (802,11 b/g); Max. Datenübertragungsrate der Funknetzwerkkarte (Mbit/s) 54
Modem: Fax / Modem V.92/V.90, K56Flex, Max. Datenübertragungsrate 56 Kbps Protokolle und Spezifikationen ITU V.90, ITU V.92
Akku: 1x Lithium-Ionen, Max. Akkubetriebsdauer 1.25h, Akku-Ladezeit 1,5h
Betriebssystem: Win XP Home
Software: Microsoft Works, Yahoo! Messenger, Adobe Premiere, Sony SonicStage, MoodLogic, Sony Click to DVD, Sony PictureGear Studio, Adobe Photoshop Elements 2.0, VAIO Media, Sony SonicStage Mastering Studio, Adobe Acrobat Professional, Sony Hotkey Utility, Memory Stick Formatter, VAIO Edit Components, Sony Notebook Setup, Norton Internet Security 2004, Adobe Acrobat Elements 6.0, VAIO Update, Adobe Photoshop Album 2.0 Starter Edition, Adobe Acrobat Reader 6, Norton Password Manager 2004, Google Toolbar, VAIO Power Management, WinDVD for VAIO, VAIO Zone, Sonic RecordNow! 7, Yahoo! Personals

Gehäuse

Das Notebook präsentiert sich in hellem silbrigen Metallic-Look mit einem riesigen Vaio-Logo auf dem Display-Deckel. Es wird hinten breiter und ist insgesamt dicker und schwerer als das Packard Bell EasyNote B, das Benq Joybook R22.403 und das chiliGREEN Mobilitas CT C5-M400A.
Beim Öffnen und Schließen des Deckels gibt es leise knirschende Geräusche, die Scharniere wirken aber stabil und der Deckel wackelt nicht. Beim Benq Joybook zum Vergleich konnte ich ein solches Knirschen des Deckels oder der Scharniere nicht wahrnehmen. Man kann das Gehäuse durch leichten Druck merkbar verbiegen, wodurch man ebenfalls leise knarrende Geräuse erzeugt. Dieser Effekt ist jedoch wesentlich schwächer ausgeprägt als beim Notebook des Herstellers Chiligreen. Die Displayentriegelung funktioniert wie bei allen 4 Laptops problemlos.
Links vorne an der Schmalfront befindet sich der Memory Stick Pro-Anschluss, der Einschalter ist als Schiebeknopf gleich rechts daneben. Er ist stabil und wackelt nicht. Ferner befindet sich im hinteren ein Reset-Druckknopf. Einen solchen Schalter habe ich zusätzlich zum Einschalter nur bei diesem Gerät entdecken können.
Auf der linken Schmalseite befinden sich vorne die Audioanschlüsse, dahinter der PC-Karten-Slot (dessen Entriegelungsmechanismus im Gegensatz zum Chiligreen Laptop problemlos funktioniert), ein Modem-Anschluß und die USB-Anschlüsse und hinten eine Lüfteröffnung, wo warme Luft ausgeblasen wird. Auf der Geräteunterseite wird die ganze linke Seit von grossen Lüfteröffnungen dominiert, wahrscheinlich Ansaugschlitze. Das könnte wie bei vielen anderen Laptops ein Arbeiten auf dem Schoß ebenso wie eine Positionierung auf weicher Unterlage behindern zumal das Sony Vaio PCG die eindeutig größten Lüfteröffnungen von allen 4 Notebooks aufweist. Die vierte Lüftungsöffnung findet sich an der hinteren Schmalseite.
Die rechte Unterseitenhälfte bietet Platz als Einziges Platz für 2 Akkus (einer wird mitgeliefert), die komplett im Gehäuse verschwinden und nicht behindern.
Auf der rechten Schmalseite hinten befindet sich das DVD-Laufwerk, es öffnet problemlos ohne zu klemmen oder zu wackeln.
Am rechten Scharnier befindet sich jeweils eine kleine Gerätestatus- und eine Akku-Ladeanzeige.
Die Spaltmasse sind wie bei den Notebooks von Packard Bell und Benq einigermassen gleichmässig. Beim chiliGREEN Mobilitas CT C5 sind die Spaltmaße etwas unregelmässiger.

Eingabegeräte

Die aufgeklappte Oberseite zeigt hinten 2 Lautsprecher, in der Mitte erwarteterweise die Tastatur und davor ein Touchpad. Das Touchpad erscheint etwas grösser dimensioniert (7,5x7 cm) als zum Beispiel das schlichte Touchpad des Chiligreen Notebooks. Das Touchpad fällt in Form und Funktion nicht unangenehm auf und befindet sich in der Mitte vor der Tastatur. Deren Tastenanschlag ist angenehm leicht, es gibt sanfte Tastenklickgeräusche. Die Tastengrösse und –abstände entsprechen üblichen Standards. Die 87 Tasten wackeln nicht und erscheinen stabil. Diesen Eindruck gewinnt man übrigens bei allen 4 Geräten. Die Tastenanordnung entspricht dem Standard, es gibt wie bei Notebooks üblich keinen Num-Block. Die Funktionstasten ermöglichen eine Lautstärke- und Helligkeitsregelung.

Display

Das Breitbild-Display glänzt und schimmert mit kontrastreichen leuchtenden Farben. Sony Vaio und Packard Bell EasyNote haben bei den verglichenen Notebooks auf glänzende spiegelnde Bildschirme gesetzt, Benq und Chiligreen dagegen nicht. Schon bei Zimmerbeleuchtung kommt es bei den beiden Erstgenannten zu merkbaren Spiegelungseffekten. Abgesehen von den Spiegeleffekten bleiben Leuchtkraft, Kontrast und Farbtöne bei horizontaler Schrägansicht erhalten. Blickt man vertikal schräg auf den Bildschirm, so kommt es zu Farbverfälschungen und das Bild wird etwas dunkler. Bei der Blickwinkelbetrachtung – egal ob horizontal oder vertikal – bietet das Sony Vaio PCG K315Z von den Vergleichsexemplaren eindeutig das beste unverfälschte Bild. Pixelfehler sind beim Ausstellungsstück keine aufgefallen.

Emissionen

Temperatur: Links hinten ist der Lüfterauslaß, hier kommt es zu einer Wärmeentwicklung, die jedoch tolerierbar ist. Die aufgeklappte Oberseite des Notebooks erwärmt sich hinter der Tastatur bei den Lautsprechern, im vorderen Bereich und auf der Tastatur bleibt die Oberfläche kühl. Jedenfalls läuft man nicht Gefahr schwitzenden Hände zu bekommen wie beim chiliGREEN Mobilitas CT C5, bei dem ein Lüfter wie wie bereits erwähnt direkt über der Tastatur seine Luft ausbläst.
Lautstärke: Der Versuch Geräusche des Sony Vaio PCG wahrzunehmen, scheiterte beinahe am Kaufhauslärm und an den erstaunlich laut surrenden Lüftern des benachbarten Packard Bell R7735 PM Notebooks (nicht das bisher genannte Packard Bell Gerät). Erst als ich das Ohr ein paar Zentimeter über den Sony–Laptop hielt, konnte ich ein leichtes Surren des Vaio PCG K315Z wahrnehmen.

Leistung

Die verwendete Grafikkarte ATI Mobility Radeon 9200 64 MB mit 64 MB VRAM kann nur noch ältere Spiel flüssig darstellen. Aktuelle Spiele laufen höchstens mit erheblich reduzierten Details (siehe unseren Grafikkartenvergleich).
Der Prozessor Mobile Pentium 4 mit 3.06 GHz und FrontSideBus 533 sowie 1 MB L2 Cache wird im 90 - 130 nm Herstellungsprozess hergestellt und ist relativ langsam, verbraucht viel Strom und wird recht warm (siehe unser Vergleich von Notebookprozessoren).

Fazit

Es wäre unfair bei einem Kurztest eine direkte Empfehlung abzugeben. Das Sony Vaio PCG ist mit 1399 Euro deutlich teuer als das Packard Bell EasyNote B, Benq Joybook R22.403 und chiliGREEN Mobilitas CT C5, sticht jedoch beim Display angenehm hervor, zumindest wenn man sich nicht durch glänzende Displays gestört fühlt und scheint qualitativ einigermassen gut verarbeitet zu sein.

Links

Produktpräsentation auf der Herstellerseite
Einen Großteil aller Testberichte über Notebooks von Sony findet man in unserer Testsammlung Sony 2005 und Sony 2004.
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Last Updated ( Thursday, 16 June 2005 )
 
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