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IFA 2009: Sony Vaio X im Hands-On Test

Passt in den Briefumschlag:

Im Rahmen der IFA Berlin präsentiert Sony auch erste Pre-Samples seines neuen ultraflachen 11.1-Zoll Mobilrechners: Das „Sony Vaio X”. Obwohl die genaue Ausstattung des Sony Vaio X noch der Geheimhaltung unterliegt, wurden auf der Messe bereits ein paar Details zum Notebookschönling von Sony bekannt. Notebookcheck.com bringt die ersten Infos.

Ultraleichtes Carbongehäuse (<700 Gramm), 11,1-Zoll-Display, 14 Millimeter flach, UMTS integriert. Sehr wahrscheinlich: Sony bringt wohl zwei Modelle mit unterschiedlichem Deckelcover und zweierlei Ausstattung zu Preisen von 1500 bis 2000 Euro. Bei den Akkus soll es eine 6-Zellen-Batterie für eine Betriebszeit von 5 Stunden fernab der Steckdose und einen doppelschichtigen Akku mit 18-Zellen (!) für satte 20 Stunden Akkulaufzeit geben. Wir haben das Sony Vaio X am Sony-Messestand in Halle 4.2 in die Hände genommen und uns das schicke Superleichtnotebook genauer angesehen.

Als erstes steht bei Sony natürlich das Design. Und das ist im Falle des Sony Vaio X richtig schick und wirklich ultraflach geworden. Das Sony Vaio X macht von jedem Blickwinkel aus eine gute Figur. Der LCD-Deckel ist sehr flach, geschätzt etwa rund 5 bis 6 Millimeter und wir entdecken unter den ausgestellten Sony Vaio X zwei unterschiedliche (!) Ausführungen. Einmal ein Modell mit glatter Deckellackierung und ein weiteres Notebook mit gebürsteter Metalloptik. Auch die Tastaturen unterschieden sich: Einmal ein deutsches Tastaturlayout und das andere mal ein Keyboard mit spanischen Sonderzeichen.

Das Vaio X ist verführerisch attraktiv!
Sony Vaio X: Ultraflach, leicht, stylisch und teuer.

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Das Sony Vaio X hat nicht nur optisch etwas zu bieten. Unter der attraktiven und extrem leichten Hülle steckt mobile Spitzentechnik.

Trotz der geringen Dicke des Deckels erweist sich das Cover als sehr robust. Robust dahingehend, dass sich der Flachdeckel zwar verwinden lässt, sich das Display dabei aber unbeeindruckt zeigt. Wir entdecken während des Drucktests am LCD-Cover keine Störungen am eingeschalteten Display. Die Auflösung des hellen LCDs schätzen wir auf 1366 x 768 Bildpunkte; als Orientierung dienen uns dabei die Icons und die Anmeldebox der Windows-7-Oberfläche.

Auch die Oberschale des Sony Vaio X ist phänomenal flach geraten. Insgesamt nur 14 Millimeter soll das Sony Vaio X in der Höhe messen – rekordverdächtig! Das Sony Vaio X ist damit nicht höher als der integrierte VGA-Anschluss. Mit HDMI könnte die Bauhöhe wohl sogar noch flacher ausfallen.

Wir entdecken unter den ausgestellten Pre-Samples des Sony Vaio X mindestens 2 unterschiedliche Modelle.
Typisch Sony: Das Vaio X wirkt edel und hochwertig!

Wir entdecken unter den ausgestellten Pre-Samples des Sony Vaio X mindestens 2 unterschiedliche Modelle. Aber typisch Sony: Selbst die Vorserienmodelle (!) des Vaio X wirken schon edel und sehr hochwertig!

Als Anschlüsse weisen die ausgestellten Pre-Samples folgende Schnittstellen zur Außenwelt auf: An der Frontseite je ein SD- und ein Memory-Stick-Slot. An der linken Geräteseite der Netzanschluss, ein Kensington Lock, 2x USB-2.0-Ports und ein Audioausgang für Kopfhörer. Rechts finden wir den VGA-Ausgang und einen LAN-Port – das war's. Das Gehäuse des Sony Vaio X ist übrigens derart flach, dass der LAN-Anschluss nur noch als Ausklappmechanismus zu integrieren war. Als kabellose Standards soll das Sony Vaio X sowohl WLAN als auch Bluetooth und „Vaio everywair“ (HSDPA) für uneingeschränkte 3G-Konnektivität an Bord haben.

An der linken Geräteseite der Netzanschluss, ein Kensington Lock, 2x USB-2.0-Ports und ein Audioausgang für Kopfhörer.
An der Frontseite je ein SD- und ein Memory-Stick-Slot.
Rechts finden wir den VGA-Ausgang und einen LAN-Port.

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Als Eingabegerät kommt beim Sony Vaio X eine „Chiclet“-Tastatur (Einzeltasten) mit 84-Tasten zum Einsatz. Die Tasten haben einen angenehm geringen Hub und es lässt sich am Sony Vaio X überraschend kommod tippen. Das Touchpad ist für die Gerätegröße angemessen dimensioniert und arbeitet beim überprüften Pre-Sample auch präzise. Die beiden Touchpad-Tasten lassen sich ebenfalls mit recht kurzem Hub betätigen. Auffällig: Die Beschriftung der Tastatur-Zusatzfunktionen sind beim Sample in kräftigem Blau und Orange gehalten und lassen sich entsprechend einfach ablesen.

Schicker und solider Deckel.
Die Tastatur mit Einzeltasten (Chiclets) hat einen kurzen Hub und einen kommoden Anschlag.

Als Display fungiert im Sony Vaio X ein mattes aber helles 11,1-Zoll-Display. Das LCD mit Strom sparender LED-Hintergrundbeleuchtung zeigt 1366 × 768 Bildpunkte und dürfte hinsichtlich der maximalen Leuchtdichte bei gefühlten rund >200 cd/m² liegen, da der Flachbildschirm bei unserem Pre-Sample subjektiv sehr hell „wirkte“. Die Brillanz und Farbwiedergabe gefiel uns für ein Display mit matter Oberflächenbeschichtung sehr gut. Die möglichen Blickwinkel, bei denen wir am LCD des Sony Vaio X etwas erkennen und ablesen konnten waren ebenfalls überraschend „groß“.

Aber lassen wir unserer Vorstellungskraft doch kurz freien Lauf und fügen die Puzzlestücke zusammen. In ein derart superflaches Gehäuse passt entweder Intels Atom Z oder aber einer der designierten Nachfolger wie Pine Trail. Sony könnte sich aber auch im Regal von Intels (C)ULV-Chips bedienen. Diese finden ja beispielsweise bereits in Acers Timeline-Modellen und in der X-Slim-Serie von MSI Verwendung. Jedenfalls bleiben die Vaios vergleichsweise kühl, obwohl die Notebooks den gesamten Tag in Betrieb sind. Das von uns inspizierte Pre-Sample basierte aber noch auf der aktuellen Intel-Atom-Plattform und hatte 2 GByte RAM an Bord. Sony dürfte den Hauptspeicherausbau in der Serie dann ähnlich gestalten, inklusive einem kleinen Agio für das Top-Modell.

Auch zu den möglichen Massenspeichern wollte uns Sony partout nichts sagen. Wir durften aber mit dem ausgestellten Sony Vaio X (fast schon) „Slam Dunks“ auf dem Tisch praktizieren, was den Einsatz einer „üblichen“ Festplatte eher unwahrscheinlich macht. Zudem war bei unserem Pre-Sample absolut kein für Festplatten typisches Laufgeräusch zu vernehmen. Von den Abmessungen her würde selbst eine 1,8-Zoll-HDD schon (fast) zu „dick“ geraten Wir vermuten, dass Sony für das Vaio X eher SSDs in den Kapazitäten 128 und 256 GByte anbieten wird.

Sony Vaio X
Sony Vaio X

Hinsichtlich Emissionen präsentiert sich Sonys Pre-Sample des Vaio X als Musterknabe. Das ultraflache Notebook arbeitet absolut geräuschlos. Kein Lüftersurren und keine „klackernden“ Festplattenköpfe stören die Ruhe am Messestand ;). Auch bei der Erwärmung können wir nur feststellen, dass das Sony Vaio X sich trotz Dauerbetrieb nur minimalst erwärmt. Sowohl an der Geräteoberseite inklusive Handballenauflage als auch an der Unterseite wird die Notebookflunder allenfalls „handwarm“.

Auch bei der Akkulaufzeit will Sony Maßstäbe setzen. So wird das Sony Vaio X einen 6-Zellen-Akku dabei haben, der für eine Betriebszeit von rund 5 Stunden unterwegs auf Reisen sorgen soll. Mittels einem Akku der seine 18-Zellen (!) in zwei Schichten übereinander trägt, will Sony sogar satte 20 Stunden Akkulaufzeit (!) erreichen. Wie uns ein Mitarbeiter von Sony versicherte, wird das Sony Vaio X – selbst mit Doppelschichtakku – nicht so „dick“ wie ein derzeit übliches Netbook geraten.

Fazit des Hand-On Kurztests:

Das Vaio X von Sony ist sicherlich eines der interessantesten und spannendsten Net- oder Subnotebooks, die es noch dieses Jahr in die Läden schaffen werden. Mit einer Bauhöhe von nur 14 Millimetern ist das Sony Vaio X viel flacher als Apples MacBook Air. Mit Preisen von 1500 bis 2000 Euro wird das Sony Vaio X aber auch deutlich teurer als derzeitig erhältliche Netbooks werden.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  5.09.2009 (Update:  9.07.2012)