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Test Sharkoon Data Carrier

Anschlussfreudig! Sharkoon kombiniert im Data Carrier ein Festplattengehäuse mit Kartenleser und USB-Hub. Per USB oder Firewire kann es an bis zu 2 Geräte angeschlossen werden.

Einführung

Das Sharkoon Data Carrier erfüllt zwei Wünsche vieler Nutzer einer externen IDE-Festplatte. Erstens: Ein Kartenleser für alle gängigen Formate (außer xD) und zwei USB-Ports sind im Festplattengehäuse integriert, ohne unnötigen Kabelsalat auf dem Schreibtisch zu verursachen. Zweitens: Das Gehäuse kann an bis zu zwei Computer bzw. Laptops angeschlossen werden, sodass man gleichzeitigen Zugriff auf die Festplatte hat.

Zubehör

In dem sehr großen Karton findet sich ein umfangreiches und annähernd komplettes Zubehörpaket:

  • USB-Kabel (Stecker A / Stecker B)
  • Firewire-Kabel (6-polig / 6-polig)
  • Netzteil
  • Set mit Montageschrauben
  • Schraubendreher
  • Handbuch

Beide mitgelieferten Kabel haben eine Länge von ca. 80cm. Es fehlt lediglich ein weiteres Firewire-Kabel für den gemeinsamen Betrieb an zwei Geräten.

Handbuch

Das beiliegende Handbuch umfasst für die Sprachen Deutsch und Englisch jeweils 10 Seiten. Spezifiziert werden die internen und externen Anschlüsse, das Zubehör und der Einbau der Festplatte. Zu jedem dieser Abschnitte finden sich viele detaillierte Bilder, die keine Wünsche offen lassen. Beim Überfliegen der Anleitung wird dem Leser aber leider klar, dass man sich für einen der oben genannten Wünsche entscheiden muss, denn beide funktionieren nicht gleichzeitig. Um den USB-Hub und Kartenleser zu verwenden, muss das Gehäuse über USB angeschlossen werden. Die gleichzeitige Nutzung an zwei Geräten funktioniert nur, wenn das Gehäuse mit jedem Gerät über Firewire verbunden wurde.

Montage

Das Gehäuse lässt sich sehr einfach durch das Lösen von 2 Schräubchen öffnen. Leider eignet sich der mitgelieferte Schraubendreher für diese Aufgabe nicht wirklich, da er nur wenige Zentimeter lang ist und man keine ordentliche Kraftübertragung zu Stande bekommt. Daher empfiehlt sich hier ein eigener, bewährter Schraubendreher. Auf die zu entnehmende Platine, auf der alle Anschlüsse verlötet sind, wird die IDE-Festplatte mittig aufgelegt und jeweils mit dem Strom- und IDE-Anschluss verbunden. Anschließend wird die Festplatte auf der Rückseite der Platine mit 4 Schrauben fixiert und kann wieder eingebaut werden.

Die Festplatte wird mittig aufgelegt ...
Die Festplatte wird mittig aufgelegt ...
... und auf der Rückseite verschraubt
... und auf der Rückseite verschraubt

Gehäuse

Das Sharkoon Data Carrier zeichnet sich durch eine hervorragende Verarbeitungsqualität aus. Das Gehäuse besteht aus dickwandigem Aluminium, was eine sehr hohe Stabilität verleiht und dafür sorgt, dass sich die sehr große Oberfläche gleichmäßig erwärmt. Die Oberfläche wird dabei erfreulicherweise nur handwarm. Des Weiteren dämpft die dicke Außenhülle fast alle Festplattengeräusche (Getestet mit der IDE-Festplatte Caviar SE WD3200JB). Das Manko des massiven Gehäuses sind eindeutig die starken Vibrationen, die an den Tisch weitergegeben werden. Provisorisch lässt sich dieses Problem mit Taschentüchern beheben. Die elegantere Lösung ist eine Schicht Moosgummi oder Filzmatten, die man der Größe des Gehäuses anpassen kann.

Treiber

Ab Windows 2000 und Mac OS 9 werden keine Treiber benötigt. Für Windows 98 stehen online, auf der Homepage von Sharkoon, Treiber zum Abruf bereit.

Angeschlossen, Fertig, Los!

Wie vom Hersteller versprochen, werden die Festplatte und alle weiteren Funktionen je nach Verbindungsart problemlos erkannt. Für jeden USB-Port leuchtet eine Kontrollleuchte, sobald ein USB-Gerät angeschlossen wurde. USB-Hub und Kartenleser funktionieren bereits nach dem Anschluss von Strom- und USB-Kabel. Die Festplatte wird durch einen etwas wackeligen Knopf eingeschaltet. Zu kritisieren ist allerdings die Position des Einschaltknopfs. Da das Gehäuse nicht sehr rutschfest ist, muss man es zum Einführen eines USB-Steckers festhalten und erwischt hierbei gerne mal den Einschaltknopf, der die Festplatte natürlich abrupt ausschaltet. Auf der positiven Seite muss aber angeführt werden, dass das Gehäuse die Festplatte selbstständig nach einigen Minuten Nichtbenutzung in den Ruhezustand versetzt. Das Aufwachen aus diesem Ruhezustand dauert etwa drei Sekunden.

Fazit

Das hochwertige Festplattengehäuse empfiehlt sich für jeden, der keinen zusätzlichen Kartenleser und USB-Hub anschaffen will und/oder die Möglichkeit des gleichzeitigen Zugriffs nutzen möchte. Dank der Aluminiumwand bleibt die Festplatte kühl und benötigt keinen Lüfter. Leider verursacht dies aber auch viele Vibrationen auf dem Tisch. Privat verwende ich das Sharkoon Data Carrier schon seit über zwei Monaten und bin rundum zufrieden als Ergänzung zum recht anschlussarmen Macbook. Auch den relativ hohen Anschaffungspreis von etwa 45€ bereue ich nicht in Anbetracht der gebotenen Funktionen.

 

Über den Testbericht bzw. das Gehäuse können Sie hier im Forum diskutieren.

Test Sharkoon Data Carrier
Test Sharkoon Data Carrier

Spezifikationen

Dimensionen 158 x 250 mm (HxT)
Gehäuse Aluminium
Festplatten passend für 3,5"-IDE-Festplatten
Kartenleser 24-in-1
USB-Hub 2-fach
Datentransferrate max. 480 Mbit/s (USB2.0)
Sonstiges LED-Anzeige bei Aktivität
Plug'n'Play
Power-Taste
Voderseite: USB-Hub und Kartenleser
Voderseite: USB-Hub und Kartenleser
Rückseite: 1x USB, 2x Firewire
Rückseite: 1x USB, 2x Firewire
Sehr einfache Montage der Festplatte
Sehr einfache Montage der Festplatte
Konstante Performance bei HDTune (HDD: WD3200JB / PC-Chipsatz: nForce3)
Konstante Performance bei HDTune (HDD: WD3200JB / PC-Chipsatz: nForce3)

Pro

  • 24-in-1-Kartenleser
  • integrierter USB Hub
  • gleichzeitige Nutzung
  • sehr gute Verarbeitung
  • leise und kühl
  • Contra

  • starke Vibrationen
  • fehlendes zweites FW-Kabel
  • relativ hoher Preis
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    Autor: Andreas Herz,  3.07.2007 (Update:  8.05.2013)