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Testbericht MSI Megabook S260 Print
Written by J. Simon Leitner   
Monday, 25 April 2005
ImageWir haben für Sie ein brandneues Subnotebook aus dem Hause MSI getestet: Das MSI Megabook S260, welches uns dankenswerterweise von der Firma ALB Computer zur Verfügung gestellt wurde.
In dem nur 1,8 kg leichten Gerät, verrichtet ein flotter 1,6 Ghz Intel Pentium M „Sonoma“, eingebettet in einem schicken Magnesiumgehäuse, seinen Dienst.
Lesen Sie hier, wie das Gerät bei unserem Test abgeschnitten hat.

Technische Daten

  • Intel Pentium M 730 „Sonoma“ 1,6 GHz 2MB Cache FSB 533
  • Intel 915 GM Chipsatz
  • 1x 512 MB DDR RAM (PC3200 / DDR400) max. 1024 MB DDR-RAM
  • 60GB HDD Cache Ultra-DMA
  • Graphics Media Accelerator 900 up to 128MB DirectX 9 Support
  • 12" WXGA(1280x800) max. 16.7Mio Farben / Aktiv Matrix TFT-Farbdisplay
  • 8x DVD+/-RW Laufwerk Duallayer
  • Windows XP Home - vorinstalliert mit CD und Handbuch
  • 10/100 MBit Lan, 56k Modem, 802.11b/g WLan
  • Gehäuse aus hochwertigem Magnesium weiss/schwarz verfügbar
  • 3D Audio AC’97 V2.2 compliant, SPDIF Output, 2 Speakers
  • Anschlüsse: RJ45, RJ11, Monitor, 1x Firewire IEEE1394, 3x USB 2.0, PCMCIA TypII, Mikrofon, Kopfhörer;
  • MMC/SD/MS Card Reader
  • 4400mAh Akku
  • Abmessungen 303x225x26, 1.8kg ohne Akku
  • 24 Monate / Pick up Service - opional 36 Monate Garantie
  • Zubehör: Netzteil + Kabel, Handbuch; Treiber CD, Akku, optische Mini Mouse;

Geräteaufbau

ImageAls erstes möchte ich auf den Akku des Gerätes eingehen, da dieser meiner Meinung nach maßgeblich am Erscheinungscharakter des Notebooks beteiligt ist. Der Akku nimmt die komplette Rückseite des Gerätes ein und bringt dieses im angedockten Zustand in eine leicht nach vorne abfallende Position. Da das Akkupack mit Gummifüßen ausgestattet ist, ist ein sicherer Stand sowohl mit, als auch ohne Akku gewährleistet.
Die klaren Formen des Akkus gehen in die Rückseite des Gerätes über, und werden links und rechts als Scharnier für das Display ausgeführt. Diese machen einen sehr robusten Eindruck, ermöglichen das mühelose Verändern der Displayposition ohne jedoch nachzuwippen.


An der Vorderseite des Testgerätes befindet sich ein Firewire 1394 Ausgang, sowie Kopfhörer und Mikrofon Aus/Eingang.
An der Linken Seite ist das DVD+/-RW Laufwerk sowie ein USB Port zu finden, weiters ein SD/MMC/MS Card Reader und ein PCMCIA Typ II Port, welche beide durch Kunststoff Dummies vor Verschmutzung geschützt werden.

An der Rechten Geräteseite befinden sich alle verbleibenden Anschlüsse: Erfreulicherweise 2 weitere USB Ports, RJ11, RJ45, Monitorausgang und Stromanschluss. Auch der Lüfter befindet sich auf dieser Seite.

ImageImageImage


Durch die Konzentration beinahe aller wichtigen Anschlüsse auf dieser Seite, kann es vor allem bei Rechtshändern zu Komplikationen mit dem Kabelsalat kommen. Negativ ist uns ausserdem des Fehlen eines Infrarotportes aufgefallen (gerade bei einem kleinen Subnotebook praktisch zum Verbinden mit einem Handy oder PDA). Auch einen TV-Ausgang findet man leider nicht auf dem Megabook S260.

Die Tastatur wirkt subjektiv sehr angenehm. Im direkten Vergleich mit dem IBM R50p kann vom Druckgefühl her kaum ein Unterschied wahrgenommen werden. Lediglich das Druckgeräusch speziell beim schnellen Schreiben wirkt etwas lauter.
Auffallend ist die leicht nach rechts versetzte Leertaste. Es kann dadurch zu Problemen beim Drücken durch den linken Daumen kommen.

Das Touchpad spricht gut an, die beiden Tasten lassen sich jedoch vergleichsweise nur mühsam drücken und sind etwas wackelig.

ImageImage

Verarbeitung & Design

Das Subnotebook erinnert mit seiner weißen Farbe sehr stark an Apple Kollegen, und steht diesen in Punkto Design um nichts nach. Besonders die Scharnierlösung finde ich persönlich sehr elegant. Der an der Hinterseite hervorragende Akku ist weder störend, noch beeinträchtigt er das Gesamterscheinungsbild. Mit eingesetzten Akku steht das Gerät leicht schräg. Bei entnommenen Akku steht es flach und wakelt nicht.

Einfache Formen, an den Ecken abgerundet, geben dem Notebook eine elegante Note. Unterstrichen wird diese Aussage durch die Verwendung eines Magnesiumgehäuses.

Bis auf die etwas zu schwach dimensionierten Verschlusshaken des Displays (welche dennoch sauber schließen) und einem etwas hervorstehenden Übergang zwischen linker Handballenauflage und Gehäuse, macht das Gehäuse einen sehr guten Eindruck. Es kann weder ein Knarren oder Wackeln, noch eine Anfälligkeit für Verwindung festgestellt werden.

Formschön gelöst wurde auch die Buttonleiste über der Tastatur mit beleuchteten Ein/Aus Schalter sowie eine LED - Kontrollleiste an der Gerätevorderante. Einziger Negativer Aspekt ist das etwas zu steif geratene Stromkabel, welches einen klaren Gegensatz zum sonst so gefälligen Notebook darstellt.

Leistung

Leistungstests wurden einerseits anhand gängiger Benchmarktests, sowie durch die maximal erzielbare Framerate bei 3D Spielen durchgeführt. Das Gerät interessierte uns besonders, da es unsere erste Begegnung mit der neuen integrierten Intel Grafik (915) ist. Ersten Berichten zufolge sollte diese ja mit einer Mobile Radeon 9000 vergleichbar sein.

Quake 3 (getestet mit 1024 MB RAM statt nur 512MB):
Das Timedemo auf der Map four.dm_68 mit allen Einstellungen auf höchster Stufe in 1024x768 erreichte 50,1 fps.

Test Reaction Quake:
Auflösung: 1024x768 details high 20-70fps
Auflösung: 1280x1024 details high 20-50fps

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass besonders bei Ego-Shootern die versetzte Leertaste zum Problem werden kann.

Cinebench 2003:
CPU render test: 246,2 sec

Cinema 4d shading test
scene1: 85,71 sec 1,2 fps
scene2: 32,02 sec 2,8 fps
191679 polygons/sec

OpenGL Software Lightning test
scene1: 21,79 sec 4,7 fps
scene2: 17,30 sec 5,2 fps
354731 polygons/sec

OpenGL Hardware Lightning test
scene1: 19,09 sec 5,3 fps
scene2: 21,29 sec 4,2 fps
288283 polygons/sec

3d Mark05:
160 Punkte

Anmerkung: Test wurde durchgeführt, obwohl es sich bei diesem Gerät absolut nicht um einen 3d Grafikrechner handelt.

PCmark04:
1598 Punkte

Aquamark v3.0:
Gfx: 519
Cpu: 4938
Gesamt: 4947 Punkte
Im Vergleich hat ein Dell 8100 (P3 1,2 Ghz 512MB RAM) mit Radeon 9000 Grafikkarte (128bit, 64MB) 10723 Punkte (Gfx: 1230, Cpu: 4136) erreicht.

Star Wars Battlefront (getestet mit 1024 MB RAM statt nur 512MB):
Das Spiel lief auf der Map "Cloud City" mit 15-40 fps durchschnitlich jedoch nur 20 fps mit minimalen Details und der Auflösung 800x600. Der ausgelieferte Grafiktreiber zeigte ein starkes Flackern des Hintergrundes, welches sich jedoch mit einem neuern Treiber von der Intel Homepage beheben ließ. Außerdem trüben extrem lange Wartezeiten beim Starten oder Beenden einer Map das Bild.
Zum Vergleich: Auf einem Dell 8100 (P3 1,2 Ghz 512MB RAM) mit Radeon 9000 Grafikkarte (128bit, 64MB) läuft die selbe Map mit 25-50 fps und durchschnittlich 30 fps deutlich schneller. In diesem Vergleich könnte man höchstens die integrierte Grafik mit einer kastrierten Radeon 9000 mit nur 64 Bit Speicherbus vergleichen.
Fazit: Gerade noch spielbar kommt die integrierte Grafik nicht an eine Mobile Radeon 9000 heran.

UT2004 (getestet mit 1024 MB RAM statt nur 512MB):
Zum Testen verwendeten wir UMark v2.0.0 und das Primeval Timedemo.
Das Testgerät erreichte durchschnittlich 8,096 fps bei einer Auflösung von 1024x768 und allen Details auf high. Nicht wirklich spielbar. Bei der Einstellung "High Performance" erreichte das Subnotebook 16,20 fps, auch nicht wirklich flüssig.

Doom3 (getestet mit 1024 MB RAM statt nur 512MB):
Doom3 war auf dem Mininotebook nicht spielbar mit durchschnittlichen 5-10 fps in den ersten Spielszenen (ohne Gegner!). Hier die gemessenen Timedemo (mit dem eingebauten demo1) Werte:
Low Quality: 6,8 fps
High Quality: 5,1 fps
High Quality (1024x768): 3,7 fps

Halflife 2 (getestet mit 1024 MB RAM statt nur 512MB):
Half-Life 2 war mit 3-5 Bildern pro Sekunde (manchmal auch 20 in Innenräumen) bei der kleinsten Auflösung von 640x480 und niedrigsten Details nicht spielbar in unserem Kurztest.
Die folgenden Timedemo Benchmarks haben wir mit folgenden Einstellungen mit dem HardwareC Benchmark Tool durchgeführt:
Auflösung 1024x768, Detail: Maximum quality, Antialising mode: None, Filtering mode: Trilinear, Hardware DirectX level: DirectX 9, Heapsize: 64 MB - default
Hier die Ergebnisse im Detail:
Demo Bilder pro Sekunde
HardwareOC - Coast3.8 FPS
HardwareOC - d3c1711.1 FPS
HardwareOC - d3c171 (8xAA, 16xAF)nicht ausgeführt, da zu langsam
Guru3D - demo42.8 FPS
Guru3D - demo52.9 FPS
Guru3D - demo64.1 FPS



Stromverbrauch:
Im Netzbetrieb benötigt das Gerät 30,5 W (Akku voll). Bei Normalbetrieb des Notebooks sowie Laden des Akkus werden 60 W benötigt. Im Standbymodus 0,3 W.

Akkulaufzeit:
Getestet wurde die Akkulaufzeit mit dem Programm BatteryEaterPro. Beim Classic Test (Volllast) erreichte das Gerät eine Laufzeit von 2h 29min 07sec. Die Zeit bis zur Vollständigen Aufladung des Akkus lag bei etwa 2h 15min. (Testprotokoll)

Unseren zweiter Akkutest führten wir ebenso mit der standardmäßig eingestellten Displaydimmung durch. Das Gerät schaltete sich erst nach 3 Stunden und 35 Minuten bei ständigen Internetsurfen über WLAN aus. Ein sehr guter Wert!

Display

Das 12’’ Display im 16:10 Format läuft standardmäßig mit 1280x800 Pixel Auflösung.
Auffällig ist die stark spiegelnde Oberfläche, welche sich bei ungünstigen Belichtungsverhältnissen als sehr unangenehm präsentiert.
Der maximale Beobachtungswinkel ist im horizontalen Bereich ausreichend, vertikal kann es jedoch zu störenden Veränderungen bei nicht optimalem Blickwinkel kommen.
Die mittels „Pixperan“ getestete Schlierenbildung viel überraschend positiv aus.
(Schlierenbildung akzeptabel)

Image


Das Display würde sich von der Helligkeit her gesehen  zum Arbeiten im Freien eignen, das stark spiegelnde Display macht hier jedoch einen Strich durch die Rechnung.


Monitorausgang:

Getestet wurde der Monitorausgang mit einem Samsung SyncMaster 900NF:

Auflösung: 1280x1024 85Hz True Color - Bewertung: Gut bis Sehr Gut
(eignet sich ohne Probleme zum Arbeiten)
Auflösung: 1600x1200 85Hz True Color - Genügend bis Befriedigend
(Nur mit großer Anstrengung Arbeiten möglich)

Temperatur

Auf der rechten Handballenauflage kommt es zu etwas stärkerer Wärmeentwicklung, die jedoch nicht als störend empfunden wird. Es ist auch kein Problem das Notebook auf dem Schoß zu verwenden.

Auffällig: Lüfter läuft ständig, jedoch kaum Abwärme im Luftstrom.

Generell kann man sagen, dass selbst unter Volllast kaum zu einer nennenswerten Wärmeentwicklung kommt. Es sind keine Hotspots festzustellen, die Wärme wird durch das Magnesiumgehäuse sehr gut verteilt und abgeleitet.


ImageImage

Lautstärke

Schon beim Hochfahren des Testgerätes mit einer DVD im Laufwerk fällt das laute Surren des DVD+/-RW Laufwerks auf. Es kann auch vorkommen das dieses danach eine Zeit lang auf Hochtouren läuft ohne wirklich verwendet zu werden. Auch beim Kopieren von Dateien fällt das Laufwerk unangenehm auf.

Weiters ist festzustellen, dass die Festplatte beim Zugriff durch Knattern auf sich aufmerksam macht, und der Lüfter ständig bei mittlerer Lautstärke läuft.

Sound

Den Klang der Lautsprecher bewerte ich subjektiv als Gut. Etwas bessere
Bässe wären wünschenswert, jedoch ausreichend für ein Notebook dieser Größenordnung.
Die Position der Lautsprecher am unteren Bildschirmrand ist optimal und trägt zur Qualität der Soundwiedergabe bei.

Negativ aufgefallen ist, dass bei der DVD „Das Boot“ die maximale Lautstärke des Gerätes zu gering war, um besonders die leisen spannenden Szenen effektvoll wiederzugeben. Hier trat wieder einmal das Surren des Laufwerks in den Vordergrund.

Lieferumfang

Neben vorinstallierter Windows XP Home Version, Brenn- und DVD Software und ein Handbuch, gibt’s ein Mikrofasertuch und eine Optische Maus gratis zum Notebook dazu.
Zur Maus ist jedoch zu sagen, dass diese trotz/aufgrund des eigenwilligen Designs schlecht in der Hand liegt und bei Erschütterung scheppert. Außerdem ist für das Drücken der Tasten ein zu großer Druck erforderlich.

Als Positiv möchte ich noch die Verpackung erwähnen. Intelligent und absolut stoßsicher trotz der kompakten Größe. Durch den integrierten Tragegriff kann die Verpackung wie ein kleiner Aktenkoffer getragen werden und unterstreicht auf diese Weise den Mobilitätsaspekt des Megabook S260.

Service und Support

MSI gewährt 24 Monate Garantie auf das Notebook.


Fazit, Eindruck

Das Megabook S260 eignet sich ausgezeichnet für den Mobilen Office Anwender. Klein, leicht und gut gestylt macht es auch im Business Bereich gute Figur. Auch der Preis ist fair (Zu haben bei ALB Computer um 1299.-).

Für das S260 sprechen weiters die gute Verarbeitung, die Verwendung von hochwertigen Materialen, die guten Ergebnisse des Displays und das hervorragende Abwärmemanagement.

[sim.]

Ähnliche Geräte

Gerüchten zufolge soll das MSI auch von ALDI Süd als Medion Widescreen Subnotebook verkauft worden sein. Quelle: Discountfan.de
MSI Megabook 270 mit AMD Prozessor (Turion™ 64) und 250 mit Celeron M und SIS Chipsatz.

Links

Das Megabook S260 hat in der Rubrik Mobilität im 2. Quartal 2005 den 1.Platz beim Test-Vergleich deutschsprachiger Magazine 2005 gewonnen.

 

Testbericht MSI Megabook S270
Test des Schwestermodells mit Intel Centrino


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Preisvergleich

Geizhals.at/eu

MSI Megabook S260-1656D

MSI Megabook S260-1758DL

MSI Megabook S260-1718BT

Verarbeitung89%

MSI Megabook
S260

82%

SUBNOTEBOOK *
Gewichtete Bewertung
Tastatur88%
Mausersatz85%
Konnektivität82%
Gewicht86%
Akkulaufzeit85%
Display86%
Leistung Spiele45%
Leistung Anwendungen 52%
Temperatur89%
Lautstärke65%
Eindruck82%
Durchschnitt78%

 

* Gewichtung Subnotebook:
Verarbeitung 8%, Tastatur 10%, Mausersatz 10%, Konnektivität 4%,
Gewicht 16%, Akkulaufzeit 12%, Display 8%, Leistung Spiele 2%,
Leistung Anwendungen 4%, Temperatur 8%, Lautstärke 8%, Eindruck 10%

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

Last Updated ( Saturday, 25 February 2006 )
 
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