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Kurztest Acer Aspire 1524 WLMI Print
Written by Stefan Hinum   
Sunday, 19 June 2005
Aspire 1524 WLMI
Aspire 1524 WLMI
Das relativ grosse (3,6 kg) Modell der Aspire-Serie kostet im Kaufhaus, wo wir das Notebook begutachtet haben, 1199 Euro. Ausgestattet ist es mit Athlon 64 3400+, nVidia GeForce Fx Go5700 und 15.4" WXGA. Einen kleinen Überblick über Ersteindruck, Ausstattung und qualitative Verarbeitung bieten wir in unserer Kurztestreihe.

Kurztesthinweis

Anders als bei den vollständigen Testberichten, wo Notebooks wochenlang mit unserer umfangreichen Testausrüstung geprüft werden, können bei den Kurztests aktuelle Laptops nur direkt am Verkaufsregal mit Augen, Ohren und Händen untersucht werden. Es fehlen daher Benchmarks und andere Messergebnisse sowie Langzeittests. Dieses Modell wurde anhand zweier Ausstellungsexemplare in zwei Filialen der österreichischen Computerhandelskette Cosmos untersucht.

Geräteaufbau/Datenblatt

Prozessor: Mobile AMD Athlon 64 Prozessor 3400+ mit 1 MB L2 Cache , unterstützt AMD HyperTransport und AMD PowerNow! Technologie (3.400 MHz)
Chipsatz: VIA K8N800 Serie
RAM: 512 MB Standard DDR333 SDRAM, aufrüstbar auf max. 2048MB* auf zwei soDIMM Steckplätzen (*1024MB Module ab Verfügbarkeit)
Grafikkarte: NVIDIA GeForce FX Go5700 mit 64 MB externem DDR Videospeicher, unterstützen beide 8X AGP und Microsoft DirectX 9.0b
Display: 15.4" WXGA TFT LCD mit 1280 x 800 Pixel Auflösung (Widescreen)
Festplatte: 80GB ATA-100
Laufwerke: integriertes DVD-Dual Laufwerk ±RW
Anschlüsse: 1 x S-video-out (NTSC/PAL)
1 x IEEE 1394
4 x USB 2.0
1x Type III oder 1 x Type II CardBus PCMCIA Einschub
1 x RJ-11-Anschluß für 56Kbps data/fax Modem
1 x RJ-45-Anschluß für Ethernet 
1 x Monitor
1 x Line-in/Mikrofon
1 x Lautsprecher/Kopfhörer/Line-out
1 x Stromnetzanschluß
1x Infrarot (FIR)
1 x ECP/EPP Parallel
4-in-1 Card Reader, unterstützt MultiMediaCard (MMC), Secure Digital (SD), SmartMedia™ und Memory Stick
Netzwerkanbindung: 10/100/1000Mbps Fast Ethernet; Wake-on-LAN ready; Wireless LAN: Integrierte Acer IEEE Netzwerkverbindung 802.11g, Wi-Fi CERTIFIED, unterstützt Acer SignalUp Technologie
Gehäusedimensionen: 36,5 x 29 x 3,8 (Eigenmessung)
Gewicht: 3,6 kg
Software: Win XP Home Edition, Norton Antivirus (Trial Version), Acer Launch Manager, Acer System Recovery CD, Acer eManager (inklusive Acer eSetting und Acer ePresentation), Acer disc-to-disc Recovery, Adobe Acrobat Reader, CyberLink PowerDVD, NTI CD & DVD-Maker
Zubehör: 56K ITU V.92 Daten-/Fax-Softwaremodem (mit internationaler Postzulassung), Wake-on-Ring-ready;
ACPI 1.0b Powermanagement, unterstützt die Energiesparmodi “Standby” und “Hibernation" 
Adapter: 3-poliger 135W AC Adapter
Akku: 8-zellige 4000 mAH Li-Ion Batterie, 2.0 Stunden Batterie Laufzeit
Audio: 16bit-Audiosystem mit zwei eingebauten Lautsprechern, MS Sound und Sound Blaster Pro-kompatibel
Tastatur mit 84/85/88-Tasten; internationale Sprachen werden unterstützt; invertiertes "T" Cursor Layout
4 Starttasten: Internetbrowser, e-Mail mit LED, Acer Empowering Key und 1 frei programmierbare Taste
Acer InviLink™ Wireless Taste
Eingebautes Touchpad mit 4-Wege-Scrolltaste
Garantie: 2 Jahre Garantie inkl. 1 Jahr International Travellers Warranty

Gehäuse

Das Gehäuse ist zweifarbig, nämlich hell silbergrau metallic und in sehr dunklem Grau. Ein kleines Acer-Logo befindet sich unten links am Deckel und nicht wie meist in der Mitte des Displaydeckels.
Das Acer Aspire 1524 WLMI ist in allen drei Raumrichtungen etwas grösser als die bisher im Cosmos geprüften Geräte, es ist aber nicht so dick wie das Sony Vaio PCG K315Z.
Das eine Aspire 1524 – Exemplar hatte einen kleinen Kratzer, das andere war unversehrt. Bisher waren auf der Hälfte der untersuchten Laptops ein oder mehrere Kratzer zu erkennen. Das läßt vermuten, dass die Oberfläche des Aspire 1524 relativ kratzfest ist.
Über dem freien Akkuschacht rechts vorne kann die Oberfläche leicht eingedrückt werden. Das ist insofern unpraktisch, weil hier wohl der Handballen oder Teile des Unterarms aufliegen und man wohl nicht immer den Akku im Notebook aufbewahren will. Weite Teile der Arbeitsoberfläche, zB der Bereich hinter der Tastatur lassen sich leicht eindrücken und wirken nicht sehr stabil.
Den Versuch das Gerät vorne vorsichtig mit einer Hand aufzuheben, gab ich rasch auf, weil lautes Knirschen und Gehäuseverbiegungen in mir die Vorstellung von zerbrechenden Acer-Notebooks und zeternden Verkäufern erhärteten. Ein Grund ist, die riesige Lücke in der vorderen Schmalseite, die für den Akku vorgesehen ist. Wahrscheinlich ist die ganze Angelegenheit mit Akku stabiler, den will man aber erfahrungsgemäss nicht immer im Notebook belassen, zumal er nicht gerade klein dimensioniert ist. Er misst stattliche 28x7x2 cm und wird praktisch auf der gesamten Vorderfront in den Aspire 1524 gesteckt. Dementsprechend tief ist auch die Lücke, wenn er abgenommen wird und das gerade in dem Bereich, wo man seine Handballen aufstützt um nervös in die Tastatur zu hacken. Ich brauche daher nicht weiter das Ergebnis zu erläutern, den Laptop mit 2 Händen zu verbiegen. Das Gehäuse biegt sich zwar nicht als Ganzes durch, knirscht aber bedrohlich.
Zu den Gehäusespaltmassen (ohne Display) ist zu sagen, dass sich an mehreren Stellen (Touchpad und Tastatur) ungewollte winzig schmale, aber tiefe Schlitze entstehen in die möglicherweise Schmutz eindringen könnte.
Scharfe Kanten werden üblicherweise vermieden, allerdings haben die Konstrukteure auch hier eine Abnahme des Akkus offenbar nicht vorgesehen, denn die Ränder des Akkueinschubs sind durchaus scharfkantig, sodass man sich bei der Tastaturbedienung mit viel Phantasie Handballen oder gar Pulsadern aufschneiden könnte.
Es gibt grosszügige 4 USB-Anschlüsse, während das Fujitsu Siemens Amilo A1630 gar nur 2 anbietet.
Ein nicht zu verachtender Vorteil des Aspire 1524 ist, dass der Großteil der Schnittstellen auf der hinteren Schmalseite positioniert ist. Das behindert weder die Mausbenützung von Rechts-, noch von Linkshändern und der Kabelsalat bleibt hinter dem Laptop.
Auch noch längst nicht Standard sind die 2 PC-Card-Slots auf der linken Schmalseite. Auch der Schließmechanismus funktioniert besser als beim Benq Joybook R22.
Das ebenfalls mechanisch korrekt funktionierende DVD-Laufwerk befindet sich ebenfalls auf der linken Schmalseite.
Es gibt insgesamt 7 Spezialanzeigeleuchten auf dem inneren Displaydeckel unten. Es gibt wie bei den meisten Laptops keine aufklappbaren Standfüsschen oder eine andere Vorrichtung, die eine Schrägstellung des Notebooks ermöglichen würde.

Eingabegeräte

Bei keinem der bisher in den Regalen von uns untersuchten Notebooks konnte die Arbeitsoberfläche, auch die Tastatur so stark eingedrückt werden. Bei jedem Tastendruck geben die angrenzenden Bereiche deutlich nach. Natürlich kann man trotzdem die Tastatur benutzen und es bleibt jedem vorbehalten Rückschlüsse auf die Verarbeitung zu schließen. Die Tasten wackeln nicht ungewöhnlich stark und scheinen halbwegs stabil in der Tastatur verankert zu sein.
Die Tastaturgesamtgrösse beträgt 28x11 cm und entspricht so der kleineren Norm (einige Notebooktastaturen messen 31x11 cm, daneben gibt es noch andere seltenere Grössen).
Die Pfeiltasten sind kleiner als die übrigen Tasten, nicht vom Haupttastaturblock getrennt und haben beidseitig schräg darüber Bildlauftasten. Das sind schlechte Bedingungen für Gamer, die die Pfeiltasten bei manchen Spielen häufig benutzen müssen, denn sie werden unter hektischen Bedingungen häufig danebengreifen.
Die häufig benutzte Enter-Taste liegt am rechten Tastaturrand und ist nicht von Tasten umzingelt, sodass man Gefahr läuft daneben zu klicken.
Es gibt wie bei den meisten Notebooktastaturen keinen numerischen Block.
Die Steuerungstasten sind unten links und rechts aussen, was der häufigsten Norm entspricht und woran man üblicherweise gewöhnt wird. Beim Fujitsu Siemens Amilo A1630 dagegen liegt links aussen die FN-Taste und die rechte Str-Taste wurde überhaupt eingespart.
Sonderfunktionsdruckknöpfe gibt es oberhalb der Tastatur gibt. Sie sind stabil. Email- und Internetschnellaufrufstasten sind durchaus nützlich.
Die Touchpadposition ist wie üblich vorne in der Mitte der Arbeitsfläche. Die Fingerfläche beträgt 6,5 x 4,5 cm. Dazu gibt es 2 Maus-Tasten und eine Scrollfunktionstaste. Letztere gibt es zB auch beim chiliGREEN Mobilitas CT C5, nicht aber beim Sony Vaio PCG K315Z. Zwischen der Fingerfläche und den Touchpadtasten besteht kein Abstand. Die Tasten wackeln nicht und erscheinen stabil.

Display

Der Spalt zwischen Gehäuse und aufgeklapptem Deckel ist nicht ganz symmetrisch. Der Display ist mit 4 Bolzen (oder 2 durchgehenden) in den Scharnieren aufgehängt und nicht wie beispielsweise beim chiliGREEN Mobilitas CT C5 und Benq Joybook R22 nur auf 3 Seiten, was die Scharnier-Stabilität gefährdet. Beim Öffnen und Schließen gibt es kaum ein Knirschen, die Scharnierabdeckungen wackeln ebenso wenig wie der Display selbst.
Die Displayverriegelung funktioniert klaglos, in geschlossenem Zustand gibt es zwischen Gehäuse und Deckel maximal 1 mm Abstand und das sehr gleichmässig. Da besteht kaum Gefahr, dass irgendetwas dazwischenrutschen und Beschädigungen verursachen könnte.
Anders als beim Sony Vaio und Packard Bell EasyNote B 3510 gibt es kein glänzendes spiegelndes Display. Zumindest gibt es bei Raumbeleuchtung keine Spiegelungseffekte. Bei extrem vertikaler Schrägansicht entstehen Falschfarben, das Bild ist aber halbwegs erkennbar. Bei horizontal extremer Schrägansicht wird das Bild matter. Das Aspire 1524 hat keinen so guten Display wie das Sony Vaio, das bis jetzt gegenüber allen anderen im Regal geprüften Notebooks überzeugt hat.
Pixelfehler waren auch bei diesem Ausstellungsstück nicht erkennbar.

Emissionen

Je eine Lüfteröffnung befindet sich auf der rechten Schmalseite hinten sowie auf der hinteren Schmalseite. Auf der Notebook-Unterseite gibt es keine Lüfteröffnungen. Damit kann man dieses Notebook im Gegensatz zu vielen anderen Konkurrenzprodukten ohne gröbere Probleme auf die Schoß legen ohne dass Unterseiten-Lüfter asthmatische Anfälle bekommen und man ein heißes Gefühl im Schritt bekommt. Die Lüfter sind obendrein relativ klein dimensioniert. Eine gewisse Wärmeentwicklung gibt es aber auch auf der Bodenplatte des Aspire 1524. Etwas warm fühlt sich in unbelastetem Zustand der rechte hintere Bereich der Arbeitsfläche an.
Die Lautstärke des Notebooks ist von allen bisher geprüften Regalgeräten am Lautesten. Es mag sein, dass mit angestecktem Akku weniger Surren aus dem Gehäuse dringt.
Auf der linken und rechten Schmalseite gibt es jeweils einen Lautsprecher.

Leistung

Die integrierte nVidia GeForce Fx Go5700 ist noch durchaus fähig neueste Spiele flüssig darzustellen, nur nicht mehr mit allen Details. Im Vergleich zu den Grafikkarten der bisher überprüften Regalgeräte findet sich das Aspire 1524 unter den Besten wieder (siehe unseren Grafikkartenvergleich).
Als Prozessor steht der Mobile AMD Athlon 64 mit 3400 MHz zur Verfügung. Bzgl des MHz-Ratings ist er vergleichbar mit dem Pentium 4 M. Es ist ein 32 und 64 Bit Prozessor der relativ schnell pro Megaherz läuft und mittelmässig viel Strom verbraucht sowie Hitze erzeugt. Die Topversionen sind als Desktopreplacement in grossen Laptops eingebaut (siehe unser Vergleich von Notebookprozessoren).

Sonstiges

Das Netzteil misst 11x5 cm. Das ist nicht sonderlich gross – nur für den Fall, dass man nicht wie von Acer für dieses Notebook vorgesehen ständig mit Akku arbeiten will.

Fazit

Das Aspire 1524 weist gewisse Verarbeitungsmängel auf, sein Display kann nicht die Qualität von Sony-Displays erreichen und eine Benützung des Notebooks ohne dem grossen Akku ist offenbar seitens Acer nicht vorgesehen. Die Lüfter- vor allem aber die Schnittstellenanordnung muss man jedoch als sehr vorteilhaft anmerken.

Links

kurze Produktpräsentation der Serie Aspire 1520 auf der Herstellerseite
Einen Großteil aller Testberichte über Notebooks von Acer des Jahres 2005 findet man in unserer Testsammlung Acer.
Einen Service-Test für Acer haben wir auch anzubieten.
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Acer Aspire 1524WLMi

Last Updated ( Friday, 02 December 2005 )
 
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