Nachdem erste Eindrücke die Verarbeitungsqualität und das 4:3-Display des Anbernic RG477V loben, zugleich aber die Mali-GPU kritisieren, erklärt ein separates Review-Video des YouTube-Kanals The Phawx, warum die 12-GB-RAM-Konfiguration im Vergleich zum Basis-Modell mit 8 GB ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis haben könnte.
Der zentrale Punkt des Testers ist, dass der zusätzliche Arbeitsspeicher eigentlich nur dann relevant wird, wenn man anspruchsvollere Nintendo-Switch-Emulation oder PC-Spiele anstrebt – genau in diesen Bereichen werden jedoch die Mali-GPU des RG477V und die Vulkan-Unterstützung zum Flaschenhals. Anders gesagt: Der Aufpreis für das 12-GB-Modell behebt nicht die grundlegende Einschränkung bei PC- oder Switch-Emulation.
Bei der GameCube-Emulation zeigt der YouTuber Vulkan-Grafikfehler in Metroid Prime, weshalb er für PS2- und GameCube-Spiele die Nutzung von OpenGL empfiehlt, um eine bessere Kompatibilität zu erreichen. Der Nachteil dabei ist, dass viele PC-Gaming-Kompatibilitätslösungen stark auf Vulkan setzen. Das macht den Mehrpreis für zusätzlichen RAM weniger attraktiv macht, wenn das Ziel eine bessere PC-Spieleleistung auf dem Gerät ist.
Zudem vergleicht der YouTuber die Leistung des Dimensity 8300 im RG477V mit früheren Modellen und stellt fest, dass der Leistungszuwachs der CPU dafür sorgt, dass PS2- und GameCube-Spiele sauberer und mit höheren internen Auflösungen laufen – und das mit weniger Feintuning als zuvor. Für Retro-Setups hebt das Video außerdem Vorteile wie die Nutzung von Vulkan in RetroArch hervor, etwa für Features wie Black-Frame-Insertion auf dem 120-Hz-Panel sowie Run-Ahead zur Reduzierung der Eingabelatenz.
Abseits der Leistung erwähnt der Tester große Totzonen der Analog-Sticks in der aktuellen Firmware und merkt an, dass die leisere, überarbeitete D-Pad-Membran im Vergleich zu älteren Anbernic-Handhelds an Taktilität eingebüßt hat.
Im eigenen Shop listet Anbernic den RG477V ab 219,99 Euro. Zudem unterstützt der Handheld microSD-Karten bis zu 2 TB, was der Tester als deutlich sinnvollere Möglichkeit zur Speichererweiterung hervorhebt, als für die 12-GB-Variante mehr Geld auszugeben.
Im Video gibt der YouTuber eine klare Kauf-oder-Nicht-Kaufen-Empfehlung für den Anbernic RG477V:









