Apple M5 Ultra konkurriert im Benchmark mit monströsen Workstation-CPUs

Apples M5 Ultra mit 36 Kernen ist in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht und erreicht bei seinem ersten Test klar das Leistungsniveau einer Workstation. Der neue Chip erzielt im Multi-Core-Test von Geekbench 7 ein Ergebnis, mit dem er mit AMDs Threadripper-Pro-Modellen konkurrieren kann. Der Eintrag stammt offenbar von einem neuen Mac Studio mit macOS 27.0 und 256GB gemeinsamem Speicher. Verbaut ist der Vollausbau des M5 Ultra mit 36 CPU-Kernen, die sich in 12 Super-Kerne und 24 Performance-Kerne aufteilen. Geekbench meldet eine maximale Taktfrequenz von rund 4,6GHz.
Im Single-Core-Test von Geekbench 7 erreicht der Chipsatz 3.774 Punkte, im Multi-Core-Test sind es 52.516 Punkte. Das Ergebnis entspricht Apples eigener Leistungsangabe, laut der der M5 Ultra mit 36 Kernen eine bis zu 1,3-fach höhere Multi-Thread-CPU-Leistung als der M3 Ultra bietet. Damit liegt der M5 Ultra nur knapp hinter den schnellsten Workstation-Prozessoren, die derzeit in der Geekbench-7-Datenbank zu finden sind. Eine Workstation mit AMDs Ryzen Threadripper Pro 9985WX und 64 Kernen erreicht 56.118 Punkte und liegt damit lediglich rund 6,4 Prozent vor dem M5 Ultra. Weitere Tests desselben Prozessors kommen auf 54.633 und 54.056 Punkte.
Noch auffälliger fällt der Vergleich mit dem Ryzen Threadripper Pro 9995WX aus. AMDs Workstation-Spitzenmodell besitzt 96 Zen-5-Kerne und 192 Threads, dennoch erzielt ein High-End-System auf WRX90-Basis in Geekbench 7 lediglich 50.911 Punkte. Der M5 Ultra mit 36 Kernen ist in diesem Test rund 3 Prozent schneller. Weitere Einträge zum 9995WX liegen zwischen etwa 48.700 und 50.600 Punkten. Auch bei Server-Hardware zeigt sich ein ähnliches Bild, denn der M3 Ultra übertrifft zahlreiche EPYC-Systeme mit zwei Sockeln.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der M5 Ultra grundsätzlich schneller als ein Threadripper Pro mit 96 Kernen oder ein EPYC-Server mit zwei Sockeln ist. Geekbench ist ein vergleichsweise kurzer, plattformübergreifender Benchmark und skaliert bei extrem hohen Kernzahlen nicht unbegrenzt. Dennoch ist bemerkenswert, dass ein Mac Studio mit 36-Kern-Prozessor mit CPUs für High-End-Workstations und Server konkurrieren kann. Das Ergebnis schafft zugleich einen ersten Vergleichswert für den M7 Ultra der nächsten Generation, der bis zu 1,5TB gemeinsamen Speicher unterstützen soll und damit klar in den Bereich von Server-Chips vordringt.
Ein kürzlich veröffentlichter Geekbench-Eintrag zum neuen M6 mit zwölf Kernen in einem Mac Mini hat bereits das Potenzial von Apples CPU-Kernen der nächsten Generation gezeigt. Der Chip erzielt in den Single-Core- und Multi-Core-Tests von Geekbench 7.0 4.610 beziehungsweise 20.676 Punkte. Diese Werte lassen sich allerdings nicht direkt mit dem Ergebnis des M5 Ultra vergleichen, da der Eintrag zum M6 mit Geekbench 6.3 erstellt worden ist, während der M5 Ultra mit dem kürzlich veröffentlichten Geekbench 7 getestet worden ist.







