Apple iPod erhält mit Sprout Upgrade-Kit USB-C, Bluetooth und Musik-Streaming

Klassische Apple iPods sind nach wie vor funktional, zumindest nach einem Akku-Tausch, denn die Musikplayer können mit modernen Macs ganz ohne Software-Modifikationen synchronisiert werden. Allerdings sind die teils recht kurze Akkulaufzeit, der 30-Pin-Stecker zum Aufladen und die Beschränkung auf lokal gespeicherte Musik und verkabelte Kopfhörer nicht mehr zeitgemäß.
Ein Bastler will nun genau da nachbessern. Denn Sean von Certain Things hat auf CrowdSupply erste Details zum Sprout Pi Mainboard veröffentlicht, ein Mainboard auf Basis desselben Microcontrollers, den man bereits vom Raspberry Pi Pico 2 W (ca. 13 Euro auf Amazon) kennt. Das Mainboard wird in Varianten für den Apple iPod der dritten und vierten Generation sowie für den iPod mini der ersten und zweiten Generation angeboten. Ist dieses erstmal im iPod verbaut, sieht der Musikplayer äußerlich unverändert aus, erhält aber eine Reihe neuer Features.
Allen voran kann der Akku über USB-C geladen werden, wobei beim iPod mini ein 1.200 mAh Akku mit 20 Stunden Laufzeit, und beim größeren iPod ein 2.500 mAh Akku mit 40 Stunden Laufzeit zum Einsatz kommt. Das Mainboard bringt nicht nur einen modernen DAC für besseren Klang mit, sondern auch einen Bluetooth-Chip für drahtlose Ohrhörer sowie die Möglichkeit, Audio über USB-C auszugeben. Musik kann auf einer microSD-Speicherkarte gespeichert werden. Das Display, Click Wheel und der 3,5 mm Kopfhöreranschluss werden vom iPod übernommen.
Während Sprout Pico auf lokal gespeicherte Musik beschränkt ist, gibts für den größeren iPod auch eine Variante, die Sprout Pi genannt wird, und die dank WLAN-Chip auch Apple AirPlay, Apple Music und Spotify unterstützt. Durch das Raspberry Pi Compute Module Zero ist es bei diesem Modell auch möglich, spezielle Apps zu installieren. Einen iPod umzubauen soll ohne Spezial-Werkzeuge oder Lötkolben möglich sein. Die Firmware wird zwar ersetzt, die Benutzeroberfläche erinnert aber stark an die des iPod.
Open-Source-Projekt ist noch Work in Progess
Sowohl die Hardware als auch die Firmware von Sprout werden unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht, sodass Bastler das Projekt selbst nachbauen können. Sobald die Entwicklung abgeschlossen ist, kann das Mod-Kit auf CrowdSupply bestellt werden, während die Open-Source-Daten bei GitHub veröffentlicht werden.










