Astronomen beobachten Entstehung eines Schwarzen Lochs in der Andromeda-Galaxie

Das Schicksal von Sternen ist etwas tragisch, denn nach mehreren Milliarden Jahren enden sie als Supernova. Die massereichsten Sterne werden mitunter jedoch auch zu Schwarzen Löchern. Genau das ist offenbar mit M31-2014-DS1 passiert, einem der hellsten Sterne in der Andromeda-Galaxie. Er befindet sich mehr als 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und hatte eine Masse, die etwa 13-mal so groß war wie die der Sonne.
Durch die Auswertung von Daten der NASA-Mission NEOWISE hat ein Team um Kishalay De von der Columbia University festgestellt, dass dieser Stern vor mehr als 10 Jahren deutlich heller geworden ist und zeitweise rund 100.000-mal heller als die Sonne geleuchtet hat, bevor er im Jahr 2023 dann rätselhaft verschwand. Zur Bestätigung wurden Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop durchgeführt. Kishalay De erklärt hierzu:
In diesem Moment hat alles Sinn ergeben. Sterne, die so hell und so massereich sind, verschwinden nicht einfach zufällig im Dunkel. (frei übersetzt aus dem Englischen)

Tatsächlich werden derart massereiche Sterne nach Einschätzung von Astronomen zunächst zu Supernovas und entwickeln sich anschließend zu Neutronensternen oder Schwarzen Löchern. Im Fall von M31-2014-DS1 scheint jedoch keine vergleichbare Explosion stattgefunden zu haben. Nach Angaben von Kishalay De ist der Kern dieses Sterns innerhalb weniger Stunden kollabiert, und ein schwaches Infrarotglühen ist weiterhin zu erkennen. Dieses neue Schwarze Loch lässt sich allerdings nur schwer beobachten, da es zu klein ist. Zudem könnte diese Entdeckung dazu beitragen, weitere Schwarze Löcher im Universum zu identifizieren, beispielsweise durch die Beobachtung von Sternen, die verschwunden sind.



