Hubble-Weltraumteleskop zeigt bislang klarstes Bild des Eier-Nebels CRL 2688

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1990 hat das Hubble-Weltraumteleskop dazu beigetragen, zahlreiche Rätsel in der Astronomie zu klären. Auch wenn das James-Webb-Weltraumteleskop leistungsfähiger ist, bleibt Hubble für die Forschung weiterhin relevant. Kürzlich hat es beispielsweise die bislang detaillierteste Aufnahme des Eier-Nebels CRL 2688 angefertigt.
Dieser Eier-Nebel befindet sich in rund 1.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde und gilt als einer der jüngsten und nächstgelegenen Nebel. Ein wesentlicher Aspekt dieser Struktur ist, dass sie sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Hubble hatte den Nebel bereits in den Jahren 1997, 2003 und 2012 beobachtet und Aufnahmen angefertigt, die mit dem neuen Bild kombiniert beziehungsweise verglichen werden können, um weitere Schlüsse zu ziehen und zusätzliche Erkenntnisse zu erlangen.

Bei einer detaillierteren Betrachtung dieses bislang klarsten Bildes sind zwei Strahlenbündel neben dem Stern zu erkennen, die durch konzentrische Bögen verlaufen. Offenbar deuten ihre Form und ihre Bewegung zudem darauf hin, dass innerhalb dieser Struktur gravitative Wechselwirkungen mit Begleitsternen stattfinden, die dort verborgen sind.
Damit befindet sich der Eier-Nebel also in einer Übergangsphase, der sogenannten präplanetarischen Phase, die nur einige tausend Jahre andauert. Das könnte Astronomen helfen, diese Phase besser zu verstehen und zugleich bestimmte offene Fragen rund um deratige Nebel zu klären.









