Hubble zoomte auf eine Sternentstehungsregion namens Lupus 3. Sie liegt rund 500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion. Das im Bild sichtbar leuchtende Nebelgebilde entsteht durch interstellares Gas, das vom Licht nahegelegener Sterne angeregt wird. Im unteren linken Bereich sind zudem dunkle Staubstrukturen zu erkennen.
Besonders auffällig ist eine Gruppe sogenannter T-Tauri-Sterne. Dabei handelt es sich um die hellen Sterne links, unten rechts und im oberen Bildzentrum. T-Tauri-Sterne gehören zu den jüngsten bekannten Sternen: Sie sind weniger als zehn Millionen Jahre alt und haben noch nicht die stabile Wasserstofffusion erreicht, die Hauptreihensterne auszeichnet.
Sichtbar werden diese jungen Sterne, weil sie sich in einer Phase befinden, in der ihre Strahlung und ihre Sternwinde das sie umgebende Gas und den Staub zunehmend verdrängen. Auffällig ist außerdem ihre veränderliche Helligkeit, die sowohl zufälligen als auch periodischen Schwankungen unterliegt.
Die unregelmäßigen Helligkeitsänderungen könnten durch Instabilitäten in der Scheibe aus Gas und Staub verursacht werden, die die Sterne umgibt – der sogenannten Akkretionsscheibe. Auch einfallendes Material, das auf den Stern stürzt, sowie Ausbrüche auf der Sternoberfläche kommen als Ursachen infrage. Die regelmäßigen Schwankungen hingegen lassen sich vermutlich auf riesige Sternflecken zurückführen, die beim Rotieren des Sterns ins Blickfeld geraten und wieder verschwinden.
Aufnahmen wie diese bieten Forschenden wertvolle Einblicke in die Entstehung und frühe Entwicklung von Sternen.
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Quelle(n)
Bildquelle: NASA, ESA, und K. Stapelfeldt (Jet Propulsion Laboratory); Processing: Gladys Kober (NASA/Katholische Universität von Amerika)













