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Hubble-Teleskop durchdringt dichte Staubwolken und macht verborgene junge Sterne sichtbar

Hubble-Teleskop durchdringt dichte Staubwolken und macht verborgene junge Sterne sichtbar
Bild der Region G033.91+0.11. Im Zentrum der Aufnahme befindet sich ein Protostern (Bildquelle: mehrere - siehe Quellen, zugeschnitten)
Kürzlich veröffentlichte Aufnahmen des NASA-Weltraumteleskops Hubble gewähren Einblicke in die Entstehung junger Sterne und deren Eigenschaften. Durch die Analyse dieser Merkmale versuchen Astronomen, das jeweilige Entwicklungsstadium der Sterne zu bestimmen – eine wesentliche Voraussetzung, um die Entstehungsprozesse dieser gigantischen Sonnen besser zu verstehen.

Das Hubble-Weltraumteleskop der NASA hat Aufnahmen von Protosternen gemacht, die in dichte Staubwolken gehüllt sind. Dabei handelt es sich um Sterne in ihrer frühen Entstehungsphase. Da sie sich innerhalb dicker Staubschichten bilden, sind sie im sichtbaren Licht nur schwer zu erkennen.

Hubble ist jedoch in der Lage, ihre Nahinfrarot-Emissionen durch sogenannte Outflow-Cavities zu erfassen. Diese Hohlräume entstehen, wenn die gewaltigen Gas- und Staubjets des jungen Sterns das umgebende Material hinausblasen und so einen Weg für das Licht freigeben.

Cepheus A ist eine der Regionen, die Hubble im Rahmen dieser Untersuchung beobachtet hat. Es handelt sich um ein Entstehungsgebiet massereicher Sterne, das etwa 2.400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cepheus liegt. Die Region beherbergt mehrere Protosterne, wobei etwa die Hälfte der Gesamthelligkeit des Gebiets von einem einzigen großen Jungstern stammt.

Auf den Aufnahmen sind rosa und weiße Nebel zu sehen. Der rosa Bereich ist eine sogenannte HII-Region, die entsteht, wenn ultraviolette Strahlung benachbarter Sterne das umgebende Wasserstoffgas ionisiert und es so zum Leuchten bringt. Während die meisten Sterne auf diesem Bild verborgen bleiben, bricht ihr Licht durch die offenen Outflow-Cavities hervor.

Ein weiteres Sternentstehungsgebiet befindet sich innerhalb unserer Milchstraße und trägt die Bezeichnung G033.91+0.11. Der leuchtende Fleck in der Mitte des Bildes ist ein Reflexionsnebel – eine Region, die das Licht eines verborgenen Sterns streut und reflektiert.

Im Gegensatz dazu zeigt eine weitere Aufnahme einen Emissionsnebel, der sich unmittelbar rechts von der Bildmitte befindet. Ein solcher Nebel entsteht, wenn das Licht eines Protosterns das umgebende Gas ionisiert und zum Leuchten anregt. Die in diesem Bild dargestellte Region ist GAL-305.20+00.21.

Das letzte Bild dieser Hubble-Kollektion zeigt den massereichen Protostern IRAS 20126+4104. Dabei handelt es sich um einen Protostern vom Typ B, der in einem Entstehungsgebiet für massereiche Sterne liegt, etwa 5.300 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan (Cygnus).

Diese Hubble-Aufnahmen entstanden im Rahmen des SOFIA Massive (SOMA) Star Formation Survey. Die Untersuchung konzentriert sich speziell auf massereiche Sterne mit mehr als der achtfachen Masse unserer Sonne. Ziel der Wissenschaftler ist es, mithilfe dieser Daten zu entschlüsseln, wie genau solche gigantischen Sterne entstehen.

Hubble-Aufnahme der Region Cepheus A, die einige junge Sterne zeigt (Bildquelle: mehrere, siehe Quellen)
Hubble-Aufnahme der Region Cepheus A, die einige junge Sterne zeigt (Bildquelle: mehrere, siehe Quellen)

Quelle(n)

NASA

Bildquelle: NASA, ESA und R. Fedriani (Instituto de Astrofísica de Andalucía); Bildbearbeitung: Gladys Kober (NASA/Catholic University of America)

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Hubble-Teleskop durchdringt dichte Staubwolken und macht verborgene junge Sterne sichtbar
Autor: Chibuike Okpara, 24.01.2026 (Update: 24.01.2026)