Koronale Massenauswürfe (CMEs) sind gewaltige Eruptionen magnetisierten Plasmas aus der äußeren Atmosphäre der Sonne (Korona), die in den Weltraum geschleudert werden. Sie stören den Sonnenwind und verursachen geomagnetische Stürme auf der Erde. Am 19. Januar kam es auf der Erde zu solchen geomagnetischen Stürmen. Sie werden normalerweise in die Kategorien G1 bis G4 eingeteilt. Der geomagnetische Sturm vom 19. Januar schwankte dabei rasch zwischen allen vier Stufen.
Verursacht wurde der Sturm durch einen CME, der während einer starken X1.9-Sonneneruption ausgestoßen wurde. Der Massenauswurf bewegte sich mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit fort. Er legte die Distanz von etwa 146 Millionen Kilometern zwischen Sonne und Erde in nur etwa einem Tag zurück, bevor er das Erdmagnetfeld erreichte.
Dieses kraftvolle und außergewöhnliche Ereignis erzeugte farbenfrohe Lichter am Himmel, die als Polarlichter (Auroras) bekannt sind. Im Gegensatz zu den meisten Polarlichtern, die in der Nähe der Pole bleiben, breitete sich dieses Phänomen bis in mittlere Breitengrade aus. Himmelsbeobachter konnten es an verschiedenen Orten sichten – von Deutschland bis in den Südwesten der Vereinigten Staaten.
Dass die Polarlichter mehrere Stunden lang anhielten, machte dieses Ereignis zu einem besonderen Spektakel. Nach dem ersten Aufprall interagierte der CME beim Vorbeiziehen weiterhin mit dem Erdmagnetfeld. Dies hielt das Feld über Stunden in einem stark gestörten Zustand, was wiederholte Wellen von Polarlichtaktivitäten anstelle eines kurzen Aufleuchtens zur Folge hatte. Die Nordlichter zeigten sich an einigen Orten in einer dramatischen Mischung aus Rot-, Grün- und Magentatönen. Viele der Aufnahmen wurden in großem Umfang im Internet geteilt.












