Audemars Piguet veröffentlicht Supersonnerie-Uhren für teils über 500.000 Euro

Audemars Piguet hat sein Sortiment an Uhren mit Schlagwerk am 2. November 2026 um drei Modelle erweitert. Zwei gehören zur Royal-Oak-Kollektion, das dritte zur Code 11.59. Alle drei nutzen die patentierte Supersonnerie-Technik der Manufaktur.
Zwei neue Royal Oak und eine Code 11.59 aus Weißgold
Die Royal Oak mit 42 mm Durchmesser ist nun in Titan und erstmals auch in 18-karätigem Roségold erhältlich. Beide Gehäuse sind 14 mm hoch und gehen in ein integriertes Armband aus dem jeweiligen Gehäusematerial über. Beide Armbänder schließen mit einer Faltschließe von Audemars Piguet. Der für die Reihe typische Wechsel aus satinierten und polierten Flächen bleibt erhalten.
Die Titanversion hat ein grünes Zifferblatt mit Sonnenschliff, das zum Rand hin dunkler wird, sowie eine kleine Sekunde in Grün. Die Zeiger bestehen aus Weißgold, die silberfarbenen Stundenindizes aus Roségold und sind mit Leuchtmasse gefüllt. Die Variante aus Roségold kombiniert ein braunes Zifferblatt mit Grande-Tapisserie-Muster und eine braune kleine Sekunde mit Zeigern und Stundenindizes aus Roségold.
Das Gehäuse der Code 11.59 besteht aus 18-karätigem Weißgold, misst 41 mm im Durchmesser und ist 13,6 mm hoch. Ein poliertes Gehäusemittelteil und ein doppelt gewölbtes Saphirglas fassen das getönte Saphirzifferblatt ein, das den Blick auf das Uhrwerk freigibt. Dazu gehört ein graues Alligatorlederarmband mit Weißgold-Faltschließe. Das Design greift die 2023 erstmals erschienene Code 11.59 Minute Repeater Supersonnerie auf. Alle drei Uhren sind bis 20 Meter wasserdicht.
Kaliber 2953 und Supersonnerie
In allen drei Uhren arbeitet das Kaliber 2953 mit Handaufzug. Das Uhrwerk misst 30 mm im Durchmesser und ist 6 mm hoch. Es besteht aus 362 Teilen, darunter 32 Lagersteine, und arbeitet mit 3Hz (21.600 Halbschwingungen pro Stunde). Die Gangreserve beträgt mindestens 72 Stunden. Audemars Piguet setzt das Kaliber sowohl in der Royal Oak als auch in der Code 11.59 ein.
Die Supersonnerie hat 2016 nach acht Jahren Entwicklungsarbeit in der Royal Oak Concept debütiert. Beteiligt waren Uhrmacher, Musiker und Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Das System kombiniert patentierte, auf einem Resonanzboden befestigte Tonfedern mit einer eigens entwickelten Gehäusekonstruktion und einem neuen Schlagwerksregler. Dadurch soll das Schlagwerk lauter und klarer klingen. Bei der Code 11.59 dient der Gehäuseboden zugleich als Resonanzboden.
Preise und Verfügbarkeit
Da die akustische Abstimmung aufwendig ist, fertigt Audemars Piguet die Uhren in begrenzter Stückzahl und verkauft sie ausschließlich in den eigenen AP Houses und Boutiquen. Die offiziellen Preise liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei umgerechnet rund 355.000 Euro für die Code 11.59 aus Weißgold, 383.500 Euro für die Royal Oak aus Titan und 427.500 Euro für die Royal Oak aus Roségold, jeweils exklusive Steuern. Das teuerste Modell würde inklusive 19% Steuern theoretisch also über eine halbe Million Euro kosten.









