Battlefield 6: Season-2-Update soll große Baustellen beheben – Community bleibt skeptisch

Neben neuen Inhalten stehen in Season 2 vor allem umfassende Systemverbesserungen im Fokus. Waffenbalance, Progression, Audio und Spielerbewegung sollen grundlegend überarbeitet werden, während die Entwickler parallel an langfristigen Baustellen wie Netcode und Time-to-Kill arbeiten. Darüber hinaus ist die Rückkehr einer beliebten Karte aus Battlefield 4 geplant.
Neue Maps und Story-Event
Die erste neue Map trägt den Namen „Contaminated“ und setzt laut den Entwicklern auf intensive, zielgerichtete Gefechte mit alternativen Routen, vertikalen Elementen und vielfältigen Flankierungsmöglichkeiten. Begleitet wird die Karte von einem limitierten Event-Modus, der die Geschichte rund um Pax Armata erweitert und die Handlung innerhalb der Season weiter voranbringen soll. Im weiteren Verlauf von Season 2 folgen eine zweite Karte sowie ein zeitlich begrenzter Spielmodus, der in einer düsteren, unterirdischen Basis angesiedelt ist.
Progression und Battle Pass
Das unnötig komplexe Fortschrittssystem gilt seit dem Release von Battlefield 6 als einer der zentralen Kritikpunkte vieler Spieler. Mit Season 2 wollen die Entwickler hier gezielt nachbessern. Modusspezifische Anforderungen werden reduziert, sodass tägliche Herausforderungen flexibler absolviert werden können. Die umstrittenen Pistolen-Challenges entfallen vollständig, während Assists künftig für Daily Challenges wie Kills gewertet werden. Auch die Token-Vergabe im Battle Pass wird überarbeitet, wodurch sich der Fortschritt spürbar beschleunigen soll.
REDSEC
Der Battle-Royale-Modus REDSEC soll von erhöhten Karriere- und Waffen-XP profitieren. Zudem gewähren frühe Karriere-Ränge künftig REDSEC-spezifische Boni, um den Einstieg zugänglicher zu gestalten. Weiterhin lassen Spieler beim Tod mindestens zwei Rüstungsplatten fallen. Fahrzeugschlüssel werden mit einem Cooldown versehen, wodurch der Zugang zu Panzern seltener und strategischer ausfallen soll.
Waffenbalance, Movement und Audio
Mit Season 2 wollen die Entwickler die Rückstoßkompensation über alle Waffen hinweg vereinheitlichen, was zu einem vorhersehbareren Schussverhalten führen soll. Zudem werden automatische Waffen klarer voneinander abgegrenzt, um ihre Rolle je nach Kampfdistanz deutlicher zu definieren.
Auch die Spielerbewegung wird angepasst: Klettern, Springen und die Nutzung von Leitern sollen flüssiger und berechenbarer wirken. Gleichzeitig werden visuelle Fehler reduziert, die besonders in chaotischen Gefechten irritieren können.
Im Audiobereich versprechen die Entwickler klarere akustische Hinweise. Geräuschüberlagerungen sollen künftig besser priorisiert werden, damit wichtige Gefechtssounds – etwa Schritte oder Bewegungen – zuverlässiger hörbar sind.
Battlefield Labs
In der Testumgebung Battlefield Labs werden derzeit Verbesserungen an weiteren Kernsystemen erprobt. Dazu zählen Hit-Registration, Netcode, zusätzliche Rückstoß-Optimierungen sowie die Überarbeitung des Ping-Systems. Auch geplante Anpassungen an der Time-to-Kill werden im Rahmen dieser Tests geprüft. Ziel ist es, präzise Schüsse stärker zu belohnen – konkrete Änderungen stehen allerdings noch aus.
Mit Golmud Railway soll außerdem eine beliebte Karte aus Battlefield 4 zurückkehren. Das Remake wird nicht identisch zum Original ausfallen, sondern an die aktuellen Gameplay-Strukturen angepasst. Insbesondere das Layout im nördlichen Bereich wurde überarbeitet. Erste Tests fielen laut den Entwicklern positiv aus.
Community reagiert kritisch
Die Kommentare unter dem X-Post fallen weitgehend kritisch aus. Viele Spieler bemängeln den aus ihrer Sicht unzureichenden Umfang der Season. Zudem steht das Live-Service-Modell weiterhin in der Kritik. Der sogenannte „Drip-Feed“-Ansatz, bei dem neue Inhalte in kleinen Portionen über mehrere Wochen verteilt werden, wird von großen Teilen der Community als ermüdend wahrgenommen. Einige fordern sogar die Rückkehr zu klassischen DLCs mit größeren Inhaltsblöcken. Besonders kritisch wird gesehen, dass zentrale Verbesserungen wie Netcode- oder Time-to-Kill-Anpassungen erst in späteren Seasons umgesetzt werden sollen.
Die vollständige Roadmap soll bis Ende der Woche veröffentlicht werden. Ob Season 2 ausreicht, um die vorherrschende Skepsis innerhalb der Community zu zerstreuen, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell und konsequent die angekündigten Verbesserungen tatsächlich umgesetzt werden.
Quelle(n)
Battlefield Comms via X (ehemals Twitter)
Bildquelle: Steam








