Die Leica Camera AG wurde bis zum Jahr 2012 an der Börse in Frankfurt gehandelt, bis der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende und Mehrheitseigentümer Dr. Andreas Kaufmann das Unternehmen privatisiert hat. Während der österreichische Milliardär mehr als die Hälfte der Leica Camera AG besitzt, hält der US-Investment-Gigant Blackstone rund 45 Prozent der Anteile.
Laut eines Berichts von Bloomberg soll Blackstone nun beabsichtigen, aus der Leica Camera AG auszusteigen. Die Kaufmann-Familie ist angeblich interessiert an einem Verkauf, soll aber in Betracht ziehen, anschließend erneut in Leica zu investieren. Zu den Interessenten gehören derzeit die chinesische Investment-Gruppe Sequoia Capital China und der schwedische Konzern Altor Equity Partners. Wenn dieses Geschäft abgeschlossen wird, ist denkbar, dass die Kontrolle des traditionsreichen Kameraherstellers erstmals seit dem Jahr 2006 nicht mehr in den Händen der Kaufmann-Familie liegen wird.
Bloomberg betont, dass sich die Gespräche zum Verkauf in einem sehr frühen Stadium befinden, bisher wurden keine Verträge unterschrieben, ob der Verkauf tatsächlich abgeschlossen wird, wurde noch nicht entschieden. Die Leica Camera AG wird aktuell mit einem Wert von rund einer Milliarde Euro bewertet. Das Unternehmen konnte von 1. April 2024 bis 31. März 2025 einen Umsatz in Höhe von 596 Millionen Euro erwirtschaften, 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei dieser Umsatz nicht nur auf das Kamerageschäft zurückzuführen ist, sondern auch auf die Kooperation mit Xiaomi, um Smartphones mit Leica-Branding zu verkaufen.










