Die Leica M-Serie wird seit jeher in Deutschland entwickelt und hergestellt, die meisten Komponenten stammen von europäischen Lieferanten. Das galt bis zur Leica M10 sogar für den Vollformat-Sensor, der von AMS Osram in Graz entwickelt und in Frankreich hergestellt wurde. Die aktuelle Leica M11 nutzt stattdessen einen 60 Megapixel Sensor von Sony, der beinahe identisch mit dem Sensor der deutlich günstigeren Sony A7r IV (ca. 2.350 Euro auf Amazon) ist, wenn auch mit angepassten Mikrolinsen, um die Bildqualität von Leica M-Objektiven zu optimieren.
Dr. Andreas Kaufmann, der Eigentümer und Aufsichtsratsvorsitzende der Leica Camera AG, hat sich nun im Leica Enthusiast Podcast dazu geäußert, dass Leica derzeit wieder einen eigenen Sensor entwickelt. Die Arbeit an diesem Sensor hat schon rund um den Launch der Leica M11 Anfang 2022 begonnen, also vor etwa vier Jahren, die Entwicklung soll insgesamt rund fünf Jahre lang dauern. Seit dem Start der Arbeit an diesem Sensor soll Leica signifikante Fortschritte erzielt haben. Mehr zu diesem Sensor wollte Dr. Andreas Kaufmann noch nicht preisgeben.
Ein eigener Sensor würde es Leica einerseits erlauben, die Leica M-Serie noch stärker von der Konkurrenz zu differenzieren, und den sehr hohen Preis zu rechtfertigen. Andererseits könnte Leica diesen Sensor auf die Ansprüche der Leica M-Serie optimieren, denn anders als die meisten Kameras am Markt unterstützt die Leica M keinen Autofokus und kann keine Videos aufzeichnen, und benötigt somit keine PDAF-Pixel und keinen Sensor, der besonders schnell ausgelesen werden kann. Stattdessen hat die Bildqualität oberste Priorität beim M-System.













