„Gedankenlesende“ KI rekonstruiert Bilder aus Gehirnaktivitätsdaten

Wissenschaftler vom Weizmann Institute of Science haben Testpersonen ein Set aus Bildern betrachten lassen und dabei fMRT-Aufnahmen mit den Gehirnaktivitäten der Testpersonen angefertigt. Aus diesen Daten konnte eine speziell trainierte KI anschließend Bilder rekonstruieren, die den Originalen teils erstaunlich ähnlich sehen.

Dafür wurde die KI in einem ersten Schritt für die Aufgabe trainiert. Dabei hat sie Zusammenhänge zwischen bestimmten Bildmerkmalen und Aktivitätsmustern im Gehirn gelernt. Anschließend hat sie dann versucht aus der Gehirnaktivität der Testpersonen das gesehene Bild zu rekonstruieren.
Zwar musste die KI bei jeder Person wieder etwas neu trainieren, aber während in der Vergangenheit oft Dutzende Stunden Neutraining vonnöten waren, genügte jetzt eine Stunde fMRT-Daten einer neuen Person. Brain-IT soll stärker auf gemeinsame Muster verschiedener menschlicher Gehirne zurückgreifen anstatt jedes Mal komplett neu trainieren zu müssen. Die Originalbilder oder -Aktivitätsscans hat die KI hingegen nie gesehen.
Das Weizmann Institute of Science ist eine große israelische Forschungsuniversität bzw. multidisziplinäre Forschungseinrichtung in Rehovot, Israel. Es wurde 1934 als Daniel Sieff Research Institute gegründet und 1949 in Weizmann Institute of Science umbenannt.
Natürlich ist das kein echtes Gedankenlesen, die KI rekonstruiert Bilder aus analysierten Gehirnaktivitätsmustern und die Bilder sind nicht eins zu eins identisch mit den Original-betrachteten Bildern. Dennoch sind die vond er KI erstellten Bildern den Originalen doch erstaunlich ähnlich. Wenn derartige Verfahren in Zukunft weiter verbessert werden – und davon ist auszugehen – dann dürfte die Implikationen weitreichende Folgen haben und die gesamte Gesellschaft verändern.





