
KTC H25N1 im Test: Fast-TN für kompetitives Gaming
Setzt voll auf Geschwindigkeit:
Mit seinem TN-Panel erreicht der KTC 25N1 Gaming-Monitor krasse Reaktionszeiten, lässt dafür aber Federn bei Kontrast und Blickwinkeln. KTC stellt mit Fast-TN eine Alternative zu flackernden OLED-Panels vor.Marc Herter Veröffentlicht am
Testfazit
Der KTC H25N1 macht keinen Hehl daraus, wo seine Prioritäten liegen. In hitzigen Spielsituationen spielt der Monitor seine Trümpfe aus, da die Reaktionszeiten im Overdrive-Modus lästige Schlieren effektiv unterdrücken und für knackscharfe Bilder in actionreichen Szenen sorgen. Das Gehäuse punktet mit funktionaler Schlichtheit und einer flexiblen Ergonomie inklusive Pivot-Funktion. Per On-Screen-Display können viele Anpassungen bei der Darstellung von Farben oder den Reaktionszeiten gesetzt werden. Im Alltag nervt es aber mit holprigen Übersetzungen und unumgänglichen Warnmeldungen bei Helligkeitsänderungen. Wer ein farbechtes Multimedia-Wunder sucht, wird mit den eher schwachen Kontrasten und der eingeschränkten Blickwinkelstabilität des TN-Panels zudem kaum glücklich werden. Beim Zocken, wenn alles gut eingestellt ist, fällt beides jedoch kaum auf. Somit stellt sich der flackerfreie Gaming-Monitor als Alternative zu teuren OLED-Bildschirmen dar.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
KTC setzt beim H25N1 auf ein TN-Panel. Diese Technologie bietet gegenüber IPS-Displays vorwiegend den Vorteil sehr geringer Reaktionszeiten, was Schlierenbildung in schnellen Spielszenen minimiert. Nutzer müssen allerdings eine eingeschränkte Blickwinkelstabilität in Kauf nehmen. Sobald die Sichtposition von der Mitte abweicht, verfälschen Farben und Kontraste spürbar. Richtet man den 24.1-Zoll-Bildschirm auf dem Desktop-Setup gut aus, fällt dies jedoch kaum auf. Im Gegensatz zu hochwertigen IPS-Displays sticht hier insbesondere der geringe Kontrast hervor. KTC wirkt dem jedoch mittels dynamischen Kontrast entgegen. Dafür wird in dunklen Szenen die Hintergrundbeleuchtung gedimmt.
| Merkmale | KTC H25N1 |
|---|---|
| Größe | 24.1 Zoll |
| Maße | Bildschirm ohne Ständer 58 cm × 32,7 cm × 5 cm Höhe mit Ständer: min. 37 cm max. 52 cm |
| Panel | TN |
| Auflösung | 1920x1080 bei 400 Hz |
| Helligkeit | 350 cd/m² (nits) |
| Beschichtung | Anti-Reflection Hard Coating |
| Kontrast | bis zu 1.000 : 1 |
| Farbraum | 91.06 % sRGB |
| Reaktionszeit | 1 ms (GTG-Herstellerangabe) |
| Adaptive Sync | kompatibel zu AMD FreeSync Premium und G-Sync |
| Anschlüsse | 2x HDMI 2.1, 2x DP, Kopfhörerausgang, USB-A 2.0 (Service), miniUSB (Fernbedinung) |
| Lautsprecher | nein |
| HDR | nein |
| KVM-Switch | Ja |
| VESA | 100 x 100 mm |
| Zubehör | Fernbedienung, Netzkabel, DisplayPort-Kabel |
| Herstellerseite | KTC |
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Schlichtes Kunststoffgehäuse und ergonomischer Standfuß

Der Lieferumfang umfasst neben dem Standfuß eine kabelgebundene Fernbedienung, seitliche Sichtblenden sowie ein DisplayPort- und ein Netzkabel mit Kaltgerätekupplung. Der Aufbau gelingt ohne Werkzeug, da die Basis des Standfußes lediglich über eine Schraubverbindung fixiert und der Bildschirm anschließend in die Halterung eingeklickt wird. Das Gehäuse ist in schlichtem, dunkelgrauem Kunststoff gehalten und mit einem matten Panel ausgestattet. Das Design wirkt unaufgeregt, aber stimmig. Bei der Ergonomie bietet das Gerät eine Höhenverstellung von 10 cm, eine Neigefunktion sowie die Möglichkeit, den Bildschirm horizontal oder vertikal zu rotieren. Für alternative Halterungen ist eine VESA-100-Aufnahme vorhanden. Die Anschlussleiste besteht aus jeweils zwei HDMI-2.1- und DisplayPort-Eingängen sowie einem Kopfhörerausgang. Ein USB-A-Port dient für Service-Updates, während die Fernbedienung über einen separaten miniUSB-Port verbunden wird.




Messwerte - Schnelles TN-Panel aber schwacher Kontrast

Das KTC H25N1 ist kein Display für Genießer feiner Farbverläufe, sondern ein ehrlicher Begleiter für alle, die im Eifer des Gefechts keine Zeit für optische Spielereien haben. Mit rund 440 cd/m² liegt die Helligkeit des Bilschirms in einem soliden Bereich, der auch bei Tageslicht eine gute Figur macht. Beim Kontrast zeigt das Panel jedoch sein wahres TN-Gesicht: Ein Verhältnis von 700:1 bedeutet in der Praxis, dass tiefe Schatten eher wie ein dunkles Anthrazit wirken und die Plastizität etwas auf der Strecke bleibt. Doch wer diesen Monitor wählt, sucht meist nicht nach optischer Opulenz, sondern nach purer Performance. Hier liefert das Gerät ab, sobald man an den Stellschrauben dreht. Während die nativen Reaktionszeiten von 5,2 ms bei Schwarz-zu-Weiß und 13,8 ms bei Grau-zu-Grau eher gemächlich wirken, zündet der Overdrive den Turbo und presst den Grau-zu-Grau-Wert auf rasante 2 ms. Damit verschwinden störende Geisterbilder fast vollständig von der Bildfläche. Mit einer Farbraumabdeckung von 91 % sRGB und einer durchschnittlichen Genauigkeit von 3,3 DeltaE 2000 werden Farben zwar nicht mit chirurgischer Präzision, aber für die digitale Welt der Spiele absolut stimmig wiedergegeben. Auch am Kontrast lässt sich dank DCR noch etwas schrauben. Damit passt der Bildschirm die Hintergrundbeleuchtung an dunkle Szenen an. Somit werden diese deutlich stimmiger dargestellt.
| |||||||||||||||||||||||||
Ausleuchtung: 85 %
Kontrast: 1044:1 (Schwarzwert: 0.4569 cd/m²)
ΔE ColorChecker Calman: 3.3 | ∀{0.5-29.43 Ø4.74}
ΔE Greyscale Calman: 5.96 | ∀{0.09-98 Ø4.98}
Gamma: 2.03
Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)
| Flackern / PWM nicht festgestellt | |||
Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 7879 (Minimum 5, Maximum 343500) Hz. | |||
Reaktionszeiten (Response Times) des Displays
| ↔ Reaktionszeiten Schwarz zu Weiß | ||
|---|---|---|
| 4.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 3.4 ms steigend | |
| ↘ 1.4 ms fallend | ||
| Die gemessenen Reaktionszeiten sind sehr kurz, wodurch sich der Bildschirm auch für schnelle 3D Spiele eignen sollte. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.1 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 17 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (19.9 ms). | ||
| ↔ Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau | ||
| 7.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert | ↗ 5.8 ms steigend | |
| ↘ 1.8 ms fallend | ||
| Die gemessenen Reaktionszeiten sind sehr kurz, wodurch sich der Bildschirm auch für schnelle 3D Spiele eignen sollte. Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.165 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 20 % aller Screens waren schneller als der getestete. Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (31.2 ms). | ||
Reaktionszeiten Grau zu Grau bei verschiedenen Overdrive-Einstellungen
Typischerweise bieten TN-Panels keine sonderlich gute Blickwinkelstabilität. Auch der KTC H25N1 bietet hier keine Ausnahme. Gerade bei kontrastreichen Szenen merkt man schnell, wenn der Bildschirm nicht optimal zum eigenen Blickfeld ausgerichtet ist.
Energieaufnahme
Die Energieaufnahme zeigt sich im Betrieb unaufgeregt und bodenständig. Wenn die Hintergrundbeleuchtung auf vollen Touren läuft, werden 35 Watt aus der Steckdose gezogen. Reduziert man die Helligkeit auf das Minimum, sinkt der Bedarf auf moderate 18 Watt. Besonders lobenswert ist der Standby-Betrieb, in dem sich der Monitor mit lediglich 0,15 Watt begnügt.
Nutzerinterface
Das On-Screen-Display bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten und lässt sich optisch durch die Wahl von Orange, Rot, Blau oder Grün als Primärfarbe individualisieren. Zwar stehen verschiedene Sprachen zur Auswahl, doch die Qualität der deutschen Übersetzung ist leider nicht zufriedenstellend und wirkt oft deplatziert. Ein kleiner Wermutstropfen im Bedienalltag ist zudem eine Warnmeldung bei der Anpassung der Helligkeit, die jedes Mal eingeblendet wird, sich nicht dauerhaft deaktivieren lässt und somit den Einstellprozess unnötig in die Länge zieht.
Notebookcheck Gesamtbewertung
Der KTC H25N1 ist ein spezialisiertes Werkzeug für Gamer, die Geschwindigkeit über Bildgewalt stellen. Während das TN-Panel bei Kontrasten und Blickwinkelstabilität bauartbedingt schwächelt, überzeugt die Performance im Overdrive-Modus. Die solide Ergonomie und der faire Preis machen den Bildschirm zu einer interessanten Wahl für kompetitive Spieler.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
So testet Notebookcheck
Pro Jahr werden von Notebookcheck hunderte Laptops und Smartphones unabhängig in von uns standardisierten technischen Verfahren getestet, um eine Vergleichbarkeit aller Testergebnisse zu gewährleisten. Seit rund 20 Jahren entwickeln wir diese Testmethoden kontinuierlich weiter und setzen damit Branchenstandards. In unseren Testlaboren kommt ausschließlich hochwertiges Messequipment in die Hände erfahrener Techniker und Redakteure. Die Tests unterliegen einer mehrstufigen Kontrolle. Unsere komplexe Gesamtbewertung basiert auf hunderten fundierten Messergebnissen und Benchmarks, womit Ihnen Objektivität garantiert ist. Weitere Informationen zu unseren Testmethoden gibt es hier.


























