Google Fitbit Edge: Leak zeigt Charge-Erben mit GPS

Manchmal zeigt ein Hersteller mehr, als er will. Als Google im August die Pixel-11-Serie bewarb, tauchte in einigen Spots neben der Pixel Watch 5 ein Armband mit länglichem, ovalem Display auf, das zu keinem bekannten Produkt passte. Google schwieg, die Anzeigen verschwanden, und Gizmodo hielt damals sogar für möglich, dass das Gerät per KI-Bildgenerator in die Werbung gerutscht war. Diese Theorie dürfte sich erledigt haben: Android Headlines hat Produktbilder veröffentlicht, die genau dieses Gerät zeigen sollen, und liefert den Namen gleich mit.
Fitnessband mit GPS und 7 Tagen Akku
Was ist der Fitbit Edge? Laut dem Bericht ein Fitnessband mit kleinem Display, das ziemlich genau dort ansetzt, wo die Charge-Reihe aufgehört hat. Der Edge soll Benachrichtigungen anzeigen, eine Handvoll Apps wie Google Maps, YouTube Music und „Find My Phone“ mitbringen und bis zu 7 Tage durchhalten. Dazu kommen GPS, ein Höhenmesser und eine automatische Trainingserkennung. Auf den Bildern sitzt an beiden Seiten eine längliche Taste, die Armbänder lassen sich über einen Klemmmechanismus auf der Rückseite tauschen. Die Sensorik auf der Unterseite erinnert dabei eher an das Fitbit Air als an die Pixel Watch 5.
Zwischen Fitbit Air und Pixel Watch 5
Damit wird auch klar, wo Google den Edge einordnen will. Das Fitbit Air, das im Mai für 100 Euro gestartet ist, verzichtet bewusst auf ein Display; die Pixel Watch 5 ist eine vollwertige Smartwatch. Der Edge liegt dazwischen – mehr Rückmeldung am Handgelenk als beim Air, aber ohne den Akkuhunger einer Smartwatch. Ein Detail dürfte für viele den Ausschlag geben: Wie das Air soll auch der Edge mit Android und dem iPhone funktionieren, während die Pixel Watch 5 Android vorbehalten bleibt.
Bei den Farben orientiert sich Google offenbar an den Pixel-11-Pro-Modellen. Gezeigt werden Schwarz, Grün und Orange, passend zu Obsidian, Olive und Canyon, wobei die grüne und die orange Variante zweifarbig ausfallen – Letztere mit goldfarbenem Rahmen.
Verbindung zur FCC-Zulassung noch offen
Naheliegend ist auch die Verbindung zu dem Wearable, das im September unter der Modellnummer G8BL6 bei der FCC aufgetaucht ist. Der Metallrahmen aus den Zulassungsunterlagen passt zur Werbung, und ein späterer Eintrag bei der Singapurer Behörde IMDA hat G8BL6 eindeutig Google zugeordnet. Bestätigt ist die Verbindung aber nicht, und ein Detail passt nicht ganz ins Bild: Die FCC-Unterlagen nannten Android als Betriebssystem, was eher nach Smartwatch klingt als nach schlankem Tracker.
Preis und Termin stammen nicht von Google
Offiziell ist ohnehin noch nichts, weder Termin noch Preis stammen von Google. Android Headlines rechnet mit einem Start noch im Oktober, damit das Band rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Handel liegt, und schätzt den Preis auf 150 bis 200 US-Dollar. Die Charge-Modelle lagen zuletzt zwischen 130 und 180 US-Dollar. Hält Google sich an diesen Rahmen, hätte das Unternehmen erstmals drei klar abgestuften Wearables im Programm – und die Frage, ob die Charge-Reihe still beerdigt wurde, wäre beantwortet. Sie heißt jetzt einfach anders.





