Google Pixel 11 Pro Teardown-Video zeigt Hardware hinter neuem Feature

Mit der Pixel-11-Serie hat Google den neuen leuchtenden Ring namens HiLight auf der Rückseite der Handys eingeführt, der offiziell den Infrarot-Temperatursensor früherer Pixel-Generationen ersetzt. Die Hardware ist direkt um den Kamerablitz in der rückseitigen Kameraleiste angeordnet und bei allen Modellen der Serie vorhanden. In seiner aktuellen Form dient HiLight als separate Statusanzeige, die bei aktivem Gemini-Assistenten pulsiert und bei eingehenden Anrufen von favorisierten Kontakten leuchtet, sofern das Smartphone mit dem Display nach unten liegt.
Obwohl Google bei der Präsentation auch Unterstützung für Textnachrichten angekündigt hat, fehlt diese Funktion zum Marktstart. Zudem unterstützt HiLight keine Apps von Drittanbietern, sodass sich einzelnen Anwendungen keine bestimmten Farben zuweisen lassen, um die Herkunft einer Benachrichtigung auf einen Blick zu erkennen. Auch die optische Anpassung ist stark eingeschränkt: Zur Auswahl stehen lediglich fünf voreingestellte Farben, Rot gehört nicht dazu.
Um die Hardware hinter der HiLight-Funktion genauer zu untersuchen, hat der YouTuber Phone Repair Guru das Pixel 11 Pro vollständig zerlegt. Nach dem Entfernen der Glasrückseite und dem Abschrauben der Halterung für die rückseitige Kameraleiste zeigt das Video den Aufbau des Moduls. Das Bauteil besitzt acht kreisförmig um den zentralen Kamerablitz angeordnete SMD-LEDs. Direkt darüber sitzt ein mattweißer optischer Diffusor, der das Licht der einzelnen LEDs zu einem gleichmäßigen, durchgängigen Leuchten verbindet.

Um zu prüfen, ob die Hardware tatsächlich RGB-Farben darstellen kann, hat der Teardown-Experte den Diffusor entfernt und die freigelegte Platine unter einem leistungsstarken Mikroskop untersucht. In jeder der acht LEDs sind deutlich separate rote, grüne und blaue Dioden zu erkennen. Damit steht fest, dass Google RGB-LEDs verbaut hat.

Der YouTuber weist außerdem darauf hin, dass sich das Gerät technisch modifizieren lässt, indem der Diffusor dauerhaft entfernt und die LEDs direkt freigelegt werden. Der Teardown belegt damit, dass die Einschränkungen von HiLight ausschließlich softwareseitig bedingt sind. Google begrenzt die Funktion derzeit bewusst auf wenige grundlegende Ereignisse und voreingestellte Farben, wodurch eine potenziell vielseitige Benachrichtigungsanzeige nahezu nutzlos erscheint.


