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Großes 12 Zoll E-Ink-Tablet mit Android: YouTuber moddet das reMarkable Paper Pro

Das reMarkable Paper Pro wird unter Android 13 deutlich vielseitiger
ⓘ Chalid Raqami
Das reMarkable Paper Pro wird unter Android 13 deutlich vielseitiger
Obwohl das reMarkable Paper Pro ab Werk mit einem proprietären Linux-basierten Betriebssystem ausgestattet ist, hat ein YouTuber erfolgreich Android darauf installiert. Dadurch lassen sich nicht nur Apps von Drittanbietern wie ein Webbrowser nutzen, sondern auch Zubehör wie eine Bluetooth-Tastatur.

Das reMarkable Paper Pro ist ein 2024 veröffentlichtes Tablet mit einem E-Ink-Farbdisplay. Sein eigens entwickeltes Linux-basiertes Betriebssystem eignet sich für den vorgesehenen Einsatz als ablenkungsfreies digitales Notizbuch. Konkurrenzmodelle bieten dank vollwertiger Betriebssysteme wie Android jedoch deutlich mehr Funktionen als die reine Erfassung von Notizen.

Ein YouTuber hat nun Android auf dem reMarkable Paper Pro installiert, um die Nutzung auf dem Gerät zu erproben. Das Ergebnis fällt überraschend positiv aus, denn aus dem anfänglichen Experiment ist eine überzeugende Android-Umsetzung geworden.

Mit Android lassen sich auf dem reMarkable Paper Pro Apps von Drittanbietern installieren

Der YouTuber Chalid Raqami hat nach eigenen Angaben Android 13 auf das Topmodell im E-Ink-Tablet-Sortiment von reMarkable portiert. Anfangs reagierte die Benutzeroberfläche extrem langsam, was angesichts des auf 2GB begrenzten Arbeitsspeichers und des Prozessors mit vier Cortex-A53-Kernen kaum überrascht.

Nach mehreren Optimierungen hat sich die Bedienung jedoch deutlich verbessert. Auch zentrale Funktionen wie Bluetooth- und WLAN-Verbindungen haben funktioniert. Zudem konnte Raqami die Energieverwaltung so optimieren, dass das Gerät mit einer Akkuladung bis zu 300 Stunden im Standby-Modus durchhält.

Durch die Installation von Android auf dem reMarkable Paper Pro konnte Raqami Apps von Drittanbietern wie die Kindle-App für Android und Microsoft OneNote installieren. Auch ein Webbrowser ließ sich einrichten und Bluetooth-Zubehör wie eine Tastatur verbinden.

Ein Stiftmodus mit geringer Latenz ermöglicht die Nutzung des Eingabestifts unter Android

Raqami hat außerdem einen Stiftmodus mit geringer Latenz entwickelt, durch den der Eingabestift mit allen Android-Apps funktioniert, die eine Stifteingabe unterstützen. Als Vorbild für seine Lösung nennt er die Stiftfunktion der Android-basierten E-Reader und Tablets von Boox. Der Modus lässt sich über eine Schaltfläche in der Navigationsleiste aktivieren.

Bemerkenswert ist zudem, dass Raqami das vorinstallierte Betriebssystem für das Experiment nicht löschen musste. Nach eigenen Angaben kann er in weniger als einer Minute zwischen Android und dem ursprünglichen Betriebssystem wechseln.

Dass reMarkable ein Gerät mit Android auf den Markt bringt, ist angesichts der zahlreichen bereits verfügbaren Alternativen in diesem Segment nicht zu erwarten. Besitzer des reMarkable Paper Pro könnten den Funktionsumfang ihres Geräts mit Android jedoch deutlich erweitern. Raqami hat das Installationsverfahren bislang nicht veröffentlicht, da noch einige Probleme gelöst werden müssen. So wird die Android-Installation etwa gelöscht, sobald ein Update für das ursprüngliche Betriebssystem installiert wird. Nach der Behebung dieser Probleme soll die Anleitung öffentlich zugänglich gemacht werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Großes 12 Zoll E-Ink-Tablet mit Android: YouTuber moddet das reMarkable Paper Pro
Autor: Habeeb Onawole, 18.08.2026 (Update: 18.08.2026)