Günstiges Open-Source-Gerät misst Luftstrom von Klimaanlagen so gut wie teures Fluke-Gerät

Professionelle Messgeräte für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sind ausgesprochen teuer. Modelle wie beispielsweise das Fluke 922 kosten mitunter ein kleines Vermögen, wodurch selbst grundlegende Luftstrommessungen für viele kleine Werkstattbetreiber und Heimwerker kaum erschwinglich sind. Der Entwickler Ardi Loot hat deshalb eine Lösung entwickelt, die den Preis um mehr als 90 Prozent senkt und für Bauteile im Wert von nur 30 Euro vergleichbare Messwerte liefert.
Das Funktionsprinzip ist dabei überraschend einfach. Strömt Luft durch eine Lüftungsöffnung, ein Rohr oder einen Kanal, entsteht ein winziger Druckunterschied, ähnlich wie beim Blasen durch einen schmalen Strohhalm. Zwei dünne flexible Schläuche leiten diesen mikroskopisch kleinen Druckabfall an einen digitalen Sensor weiter. Ein ESP32 verarbeitet den Messwert anschließend mithilfe einer einfachen Formel und berechnet daraus, wie viel Luft pro Sekunde durch den Raum strömt.
Trotz der geringen Materialkosten von 30 Euro nutzt der Eigenbau denselben hochwertigen Sensirion-Sensor, der auch in professionellen Geräten zu finden ist. Dieser erfasst Druckunterschiede von nur 0,1 Pascal. Damit eignet sich das Messgerät unter anderem für selbstständige Techniker zum Abgleichen von Heizungsöffnungen, Klimaanlagen, für Holzhandwerker zur Abstimmung von Werkstattabsaugungen und für Hobbyprojekte mit selbstgebauten Ablufthauben.
Wer nicht viel Geld für ein Gerät ausgeben möchte, das einfache Berechnungen in einem gelben Kunststoffgehäuse ausführt, kann somit offenbar ein eigenes Handmessgerät bauen, mehr als 400 Euro sparen und vergleichbare Ergebnisse auf professionellem Niveau erzielen. Alle weiteren Infos zu diesem Projekt sind auf GitHub zu finden.






