In diesem Spiel wird man zum Universum – jetzt erstmals für 1,29 Euro auf Steam

Was Everything eigentlich ist, lässt sich gar nicht so einfach erklären. Im Grunde können Spieler hier jede erdenkliche Existenzform annehmen. Die Reise beginnt beispielsweise als Tier in einer weitläufigen Landschaft, kann aber schon wenig später als Baum, Stein oder sogar als ganze Galaxie weitergehen. Eine klassische Handlung gibt es dabei nicht. Vielmehr geht es um die Frage, wie die verschiedenen Dinge im Universum miteinander zusammenhängen. Auf Steam ist Everything noch bis zum 23. Oktober um 90 Prozent reduziert und kostet damit nur 1,29 statt regulär 12,99 Euro. Laut SteamDB markiert das Angebot einen neuen Tiefstpreis. Zuvor gab es maximal 87 Prozent Rabatt.
Auch spielerisch dürfte Everything zunächst für Stirnrunzeln sorgen. Ein wirkliches Ziel gibt es nämlich nicht. Im Mittelpunkt steht vielmehr der ständige Perspektivwechsel: Wer möchte, kann von einer gewöhnlichen Wiese bis in mikroskopisch kleine Lebensräume vordringen oder in die entgegengesetzte Richtung aufsteigen und das Weltall erkunden. Die offene Spielwelt wird dabei prozedural generiert und kennt weder klassische Levelgrenzen noch einen vorgeschriebenen Weg.
Abseits der Erkundung können Spieler mit anderen Wesen Gedanken austauschen, gemeinsam tanzen oder weitere Exemplare ihrer Art hervorbringen – zum Beispiel niedliche Babyhäuser. Für eine besondere Atmosphäre sorgen Originalaufnahmen des britischen Philosophen Alan Watts, der sich mit Fragen rund um das Leben, das Bewusstsein und die Existenz beschäftigt. Wer sich lieber zurücklehnen möchte, kann die Steuerung sogar vollständig dem Spiel überlassen und das Universum wie in einer endlosen Dokumentation beobachten.


Das Spielemagazin Digital Chumps zeigte sich im Test vor allem vom ungewöhnlichen Spielkonzept und dem philosophischen Tiefgang begeistert. Obwohl es weder klassische Aufgaben noch wirkliche Herausforderungen gibt, soll die Erkundung der verschiedenen Existenzformen einen überraschenden Sog entwickeln. Auch die Vorträge von Alan Watts kamen bei den Testern gut an, sind allerdings nur auf Englisch verfügbar. Das abstrakte Spielprinzip dürfte aber nicht jedermanns Sache sein, zumal der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Existenzformen auf Dauer recht eintönig werden kann. Am Ende vergab die Redaktion 8 von 10 Punkten.
Auch auf Steam kommt Everything gut an: 83 Prozent der über 3.800 Nutzerrezensionen fallen positiv aus. Auf Metacritic erreicht der Titel einen Metascore von 78, der User Score liegt bei 7.1.
Everything dürfte vor allem für Spieler interessant sein, die gerne experimentieren und auch mal ohne feste Ziele auf Entdeckungsreise gehen. Wer dagegen Action und klassische Herausforderungen sucht, wird mit dem ungewöhnlichen Konzept vermutlich weniger anfangen können. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 780 Euro) ist Everything als „Verifiziert“ eingestuft – das Universum lässt sich also auch bequem von der Couch aus erkunden.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
















