Kamera-Check: Mit dem eventuell besten Kamera-Smartphone auf Mallorca

Zum Launch der neuen Find-X10-Serie hat Oppo nach Mallorca eingeladen (wir berichten). Wir waren vor Ort und haben die Gelegenheit genutzt, das neue Kamera-Flaggschiff Find X10 Pro Max auf eine ausgiebige Fototour mitzunehmen. Mit dabei war auch der optionale Hasselblad-Telekonverter, der noch größere Zoomstufen ermöglichen soll.
Das Kamerasystem des Oppo Find X10 Pro Max (hier bei Amazon kaufen) setzt auf gleich drei Sensoren mit jeweils 200 MPix. Die Hauptkamera nutzt einen 1/1,28 Zoll großen Samsung ISOCELL HPC mit einer lichtstarken f/1.5-Blende und 24 mm Brennweite. Dank DeepPix-Technologie soll der Sensor einen Dynamikumfang von bis zu 17 Blendenstufen erreichen.
Auch die Ultraweitwinkelkamera löst mit 200 MPix auf. Ihr 1/1,56-Zoll-Sensor (Samsung ISOCELL HP5) wird mit einer f/2.2-Blende und 13 Millimetern Brennweite kombiniert. Ein Autofokus ermöglicht zudem Makroaufnahmen aus vier Zentimetern Entfernung.
Besonders interessant ist die 200-MPix-Periskopkamera mit einem ebenfalls 1/1,56 Zoll großen Sensor (ISOCELL HP 5), f/2.1-Blende und 70 Millimetern Brennweite. Sie bietet einen rund dreifachen optischen Zoom. Der optionale Hasselblad-Telekonverter erweitert diesen auf knapp das Zehnfache gegenüber der Hauptkamera. Ein zusätzlicher Multispektralsensor mit 24 Kanälen soll die Farbwiedergabe verbessern. Für die Bildverarbeitung ist Oppos LUMO True Image Engine zuständig. Videos sind mit bis zu 8K bei 30 fps oder 4K bei 120 fps möglich.
Abseits der Kameras bietet das Flaggschiff einen MediaTek Dimensity 9600 Pro, einen 7.150-mAh-Akku und ColorOS 17 auf Basis von Android 17. Wie sich das ambitionierte Kamera-Setup unter Mallorcas Sonne schlägt, zeigen unsere zahlreichen Testaufnahmen. Alle Fotos wurden vom Autor erstellt und sind mit einem Wasserzeichen versehen, welches der Hersteller optional in den Einstellungen anbietet. Dies dient der besseren Übersicht und stellt zudem zusätzliche Informationen zu den Aufnahmen bereit.

Hauptkamera - Detailreich und dynamisch
Die 200-MPix-Hauptkamera des Oppo Find X10 Pro Max hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Bei Tageslicht überzeugen die Aufnahmen mit einer hohen Detailzeichnung, einem großen Dynamikumfang und einer ausgewogenen Belichtung. Selbst in kontrastreichen Szenen bleiben sowohl in hellen als auch in schattigen Bildbereichen viele Details erhalten. Die Farbwiedergabe fällt lebendig aus, insbesondere Blau- und Grüntöne wirken mitunter etwas kräftig. Die Bildschärfe ist hoch, ohne dass eine übermäßig aggressive Nachschärfung auffällt.
Auch bei wenig Licht liefert die Hauptkamera ansprechende Ergebnisse. Die Atmosphäre nächtlicher Szenen wird gut eingefangen, wobei helle Lichtquellen stellenweise überstrahlen und in sehr dunklen Bereichen einige Details verloren gehen. Das Bildrauschen bleibt insgesamt gering.
Der zweifache In-Sensor-Zoom mit 47 Millimetern Brennweite liefert ebenfalls detailreiche Aufnahmen und erweitert die fotografischen Möglichkeiten. Insgesamt überzeugt die Hauptkamera mit einer hohen Bildqualität und einer gefälligen, wenn auch nicht immer ganz natürlichen Farbabstimmung.
Ultraweitwinkel - Viel Bild mit kleinen Schwächen
Die 200-MPix-Ultraweitwinkelkamera des Oppo Find X10 Pro Max liefert überzeugende Ergebnisse. Mit ihrer Brennweite von 13 mm eignet sie sich besonders für Landschafts- und Architekturaufnahmen. Die Fotos zeigen eine hohe Detailzeichnung, einen guten Dynamikumfang und eine überwiegend ausgewogene Belichtung. Selbst feine Strukturen wie die Steinmauern in den Gassen Mallorcas werden sauber wiedergegeben.
Zu den Bildrändern hin nimmt die Schärfe allerdings etwas ab, zudem sind leichte Verzerrungen erkennbar. Die Farbwiedergabe fällt teilweise recht kräftig aus, insbesondere beim Himmel. Je nach Lichtsituation zeigen sich zudem leichte Unterschiede beim Weißabgleich. Auch bei Nahaufnahmen weiß die Kamera mit einer ansprechenden Detailwiedergabe zu gefallen.
Zoom - Beeindruckende Reichweite mit Grenzen
Die 200-MPix-Periskopkamera zählt zu den Highlights des Oppo Find X10 Pro Max. Bereits bei der nativen Brennweite von 70 mm überzeugt sie mit einer hohen Detailzeichnung, natürlichen Farben und einem guten Dynamikumfang. Auch bei 140 mm bleiben feine Strukturen, etwa einzelne Pinselhaare oder Oberflächenbeschaffenheiten, sauber erkennbar.
Selbst bei rund 230 mm liefern die Aufnahmen noch viele Details. Gebäude, Boote und Vegetation werden ordentlich abgebildet, wenngleich die Bildverarbeitung zunehmend eingreift. Bei 701 Millimetern nimmt die Schärfe sichtbar ab, die Ergebnisse bleiben aber durchaus brauchbar.
Noch größere Vergrößerungen sind ebenfalls möglich. Bei 1.400 und insbesondere 2.800 Millimetern stößt die digitale Bildverarbeitung jedoch an ihre Grenzen. Feine Strukturen werden zunehmend geglättet und Konturen sind sichtbar künstlich nachgeschärft. Dennoch ist bemerkenswert, wie gut sich weit entfernte Motive noch erkennen lassen.
Telekonverter - Beeindruckende Reichweite mit Einschränkungen
Mit dem optionalen Telekonverter erweitert das Oppo Find X10 Pro Max seine Zoomfähigkeiten erheblich. Bereits bei 460 und 920 mm überzeugen die Aufnahmen mit guter Detailzeichnung. Selbst bei 1.363 mm bleiben Fensterreihen und Aufbauten einer weit entfernten Fähre erstaunlich gut erkennbar. Im Vergleich zu ähnlichen Brennweiten ohne Konverter wirken die Bilder teilweise detailreicher und weniger stark geglättet.
Bei 2.760 mm nimmt die Schärfe sichtbar ab. Die maximale Brennweite von 4.600 mm demonstriert zwar die enorme Reichweite, allerdings beeinträchtigen Detailverluste und atmosphärische Störungen die Bildqualität deutlich.
Ein wesentlicher Nachteil zeigt sich bei der Handhabung: Der Telekonverter verdeckt die übrigen Kameraobjektive. Für einen Wechsel zur Haupt- oder Ultraweitwinkelkamera muss der Aufsatz zunächst entfernt werden. Gerade bei spontanen Motiven ist das umständlich und schränkt die Flexibilität erheblich ein. Beim Oppo Find X9 Ultra ist dies besser gelöst.






















































