
Kiwibit Bird Feeder 2 Pro im Test: Vögel können nicht genug davon bekommen
Schneller Autofokus und eine zunehmend ausgereifte App.
Der Kiwibit Bird Feeder 2 Pro behebt die größten Schwachstellen seines Vorgängers und bietet PDAF-Autofokus, ein 5-W-Solarpanel und eine zunehmend ausgereifte App für die Vogelbeobachtung im Garten. Perfekt ist er noch nicht, aber er ist auf einem guten Weg.Stephen Pereyra (übersetzt von Falk Hinrichs) Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Fazit – Gelungene Weiterentwicklung der Flaggschiff-Serie
Der Kiwibit Bird Feeder 2 Pro übernimmt die robuste Konstruktion des Originals und behebt zugleich dessen lästigste Softwareprobleme. Dank 4K-HDR-Sensor, Phasenerkennungs-Autofokus und herausnehmbarem Akku lassen sich flinke Gartenvögel mit der Futterstation deutlich einfacher und detailreicher beobachten. Erfreulicherweise entfallen durch die dauerhaft enthaltene KI-Erkennung die ständigen Abo-Pop-ups des Vorgängermodells, auch wenn gelegentlich noch Werbung erscheint. So wird die Kiwibit-App zu einer unterhaltsamen digitalen Plattform zum Sammeln von Vogelbeobachtungen. Zwar fehlt weiterhin ein mitgelieferter Gartenpfosten, und die Zeitlupenaufnahmen ruckeln etwas, doch die Pro-Version wirkt bei der täglichen Vogelbeobachtung deutlich ausgereifter.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Der Kiwibit Bird Feeder 2 Pro ist direkt über die offizielle Website sowie bei ausgewählten Onlinehändlern erhältlich. Im Rahmen von Aktionen kostet das Paket rund 229 US-Dollar, während der reguläre Verkaufspreis eher bei 259 US-Dollar liegt.
Der Kiwibit Bird Feeder 2 Pro erweitert das Original um einen 4K-HDR-Sensor, einen Phasenerkennungs-Autofokus und einen herausnehmbaren Akku. Das Pro-Modell bringt außerdem Aktualisierungen der Kiwibit-App und weitere Verbesserungen für den Alltag mit.
Technische Daten
| Kategorie | Kiwibit Bird Feeder 2 Pro |
| Videoauflösung | 4K HDR (Fotos mit 5 MP) |
| Fokussystem | PDAF-Autofokus |
| Sichtfeld | 130 Grad diagonal |
| Hochgeschwindigkeitsvideo | 1080p mit 120 fps (SD-Kartenmodus) |
| Stromversorgung | Herausnehmbarer 5.200-mAh-Akku, 5-W-Solarpanel |
| Audiohardware | Zwei Mikrofone (48 kHz, digital) |
| Drahtlose Verbindung | Dualband-WLAN (2,4 GHz + 5 GHz) |
| Futterkapazität | Herausnehmbarer 1,7-Liter-Körnerbehälter |
| Wetterschutz | Wasser- und staubgeschützt nach IP65 |
Auspacken, Hardware und Installation
Die Futterstation behält die solide Kunststoff- und Metallkonstruktion des Originals bei. Sie wirkt robust und hält dank ihres Wasser- und Staubschutzes nach IP65 der Witterung im Freien gut stand. Außerdem verfügt sie über einen herausnehmbaren 1,7-Liter-Körnerbehälter, der sich leicht herausziehen lässt, um feuchtes Futter zu entfernen oder frisches nachzufüllen.
Auch die Stromversorgung ist praktisch gelöst. Im Dach sitzt ein 5-W-Solarpanel, das den Akku geladen halten soll. Die Futterstation besitzt zudem einen herausnehmbaren 5.200-mAh-Akku, der sich zum Laden im Haus einfach entnehmen lässt. Im Test erwies sich diese Funktion allerdings als weitgehend überflüssig. Die Montageoptionen sind weiterhin flexibel, doch ein eigener Metallpfosten zur Aufstellung im Boden gehört nach wie vor nicht zum Lieferumfang.
Funktionen und Leistung
Die zugehörige App wirkt diesmal deutlich aufgeräumter. Beim Vorgängermodell war die Oberfläche mit Werbe-Pop-ups überladen, die Nutzer zum Bezahlen für eine Premium-Vogelerkennung aufforderten. Da die KI-gestützte Vogelartenerkennung nun dauerhaft enthalten ist, sind diese Hinweise weitgehend verschwunden. Lediglich einige Pop-ups zum Cloud-Speicher und zum Zugriff darauf bleiben bestehen.
Stattdessen konzentriert sich die App darauf, die vorbeikommenden Vögel zu katalogisieren. Sie gleicht die Besucher automatisch mit einer Datenbank von über 10.000 Arten ab, versieht sie mit entsprechenden Artbezeichnungen und erstellt so ein interaktives Besuchertagebuch. Die Bewegungsbenachrichtigungen können bei großem Andrang an einem Nachmittag zwar weiterhin überwältigend sein, doch das Durchstöbern der täglichen Besucher ist eher erfreulich als frustrierend. Auch die Einrichtung im Heimnetzwerk ist einfach: Dank 5-GHz-WLAN ließ sich das Gerät schnell verbinden und hielt im Garten eine äußerst stabile Verbindung ohne Aussetzer. Diese Stabilität ist allerdings teilweise einem speziellen Außenrouter zu verdanken, den wir beim Testen solcher Geräte verwenden.
Der verbesserte Kamerasensor macht sich bei alltäglichen Aufnahmen deutlich bemerkbar. Während ältere Objektive mit Fixfokus oft unscharfe Bilder lieferten, wenn ein Vogel direkt an das Kameragehäuse hüpfte, passt sich der Phasenerkennungs-Autofokus (PDAF) dynamisch an. Dadurch bleiben Federdetails sowohl bei nahen als auch bei weiter entfernten Vögeln scharf. Bei hellem Tageslicht wirken die Farben ausgewogen. Überbelichtete weiße Bereiche, wie sie bei günstigeren Outdoor-Objektiven häufig auftreten, werden ebenso vermieden wie optische Verzerrungen. Für schnelle Bewegungen unterstützt die Kamera Zeitlupenaufnahmen mit 120 fps bei 1080p. Diese Funktion steht allerdings ausschließlich im SD-Kartenmodus zur Verfügung und ruckelte etwas.
Die Audioleistung ist zweckmäßig, aber unspektakulär. Die Futterstation nutzt ein Dual-Mikrofon-Design mit einem digitalen 48-kHz-Mikrofon. In der Praxis nimmt sie Umgebungsgeräusche ohne übermäßiges digitales Rauschen auf, und das Vogelgezwitscher klingt für das alltägliche Anhören völlig ausreichend. Windgeräusche waren während des Tests nie ein Problem. Echte Hi-Fi-Qualität wird jedoch nicht erreicht. Beim Streamen von Videoclips über die App tritt zudem manchmal eine merkliche Verzögerung auf, bei der der Ton dem Bild hinterherhinkt.
Schlussbetrachtung
Der Kiwibit Bird Feeder 2 Pro mildert die Schwächen seines Vorgängers. Weniger aufdringliche Abo-Hinweise, ein schneller PDAF-Autofokus und eine nahezu unterbrechungsfreie Stromversorgung durch das 5-W-Solarpanel machen aus einem zuvor etwas frustrierenden Gerät eine leicht zu empfehlende Lösung zur Vogelbeobachtung im Garten. Zwar hinkt der Ton gelegentlich hinterher, und Nutzer müssen einen eigenen Montagepfosten bereitstellen, doch die 4K-HDR-Videos und die stabile WLAN-Verbindung machen dieses Modell zu einem zuverlässigen, wartungsarmen Fenster in die Tierwelt des Gartens.
Original-Videodateien:
- bluejay-4k.mp4 (3280 x 2460 HEVC YUV 4:2:0 8-Bit mit 1909 kbit/s und 15 fps, LC AAC 48-kHz-Stereo mit 213 kbit/s)
- slow-motion-setting.mp4 (1024 x 768 HEVC YUV 4:2:0 8-Bit mit 632 kbit/s und 15 fps, LC AAC 48-kHz-Stereo mit 208 kbit/s)
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.























