Kompaktkameras setzen sich gegen Smartphones durch, Markt wächst 29,6%

Eine Zeit lang hat vieles dafür gesprochen, dass Smartphones Kompaktkameras fast komplett ersetzen werden – während im Jahr 2014 noch 29,6 Millionen Kompaktkameras verkauft wurden, konnten 2023 weltweit nur noch 1,7 Millionen Stück verkauft werden. Laut der neuesten Daten der Camera & Imaging Products Association (CIPA) hat sich dieser Trend nun umgekehrt – in den vergangenen beiden Jahren konnte der Kamera-Markt wieder ein Wachstum verzeichnen.
Im Jahr 2025 wurden laut der Daten der CIPA immerhin 2,3 Millionen Kompaktkameras verkauft, 29,6 Prozent mehr als im Vorjahr, während der Smartphone-Markt im gleichen Zeitraum nur ein Wachstum von 2 Prozent verzeichnen konnte. Darüber hinaus wurden 6,1 Millionen spiegellose Systemkameras und 0,69 Millionen Spiegelreflex-Kameras verkauft. Dass Letztere Kategorie ausstirbt, ist nicht überraschend, denn die einstigen DSLR-Giganten Canon und Nikon konzentrieren sich seit Jahren vor allem auf ihre spiegellosen Systeme, wie die Nikon Z6 III (ca. 2.140 Euro auf Amazon). Mit insgesamt 9,44 Millionen verkauften Kameras war 2025 im Vergleich zum Höhenflug im Jahr 2010, in dem 121 Millionen Kameras verkauft werden konnten, weiterhin enttäuschend.
Im Jahr 2025 wurden 1,9 Prozent mehr Vollformat-Kameras als im Vorjahr ausgeliefert, Kameras mit kleineren Sensoren und Wechselobjektiven konnten dagegen ein Wachstum von 8,4 Prozent verzeichnen. Europa ist mit 2,11 Millionen verkauften Kameras der drittgrößte Markt, direkt hinter China mit 2,26 Millionen Verkäufen und den USA mit 2,34 Millionen verkauften Einheiten. Die Verkaufszahlen sind in allen Märkten gestiegen. Die Kamera-Verkäufe sind schon seit dem Jahr 2007 nicht mehr zwei Jahre in Folge gestiegen. Ob sich dieser Trend im Jahr 2026 trotz schwieriger Wirtschaftslage und DRAM-Krise fortsetzt, bleibt abzuwarten.













