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Xiaomi soll magnetische Smartphone-Kamera mit riesigem Sensor und variabler Blende planen

Das Xiaomi Modular Optical System sieht wie ein Objektiv aus, das magnetisch an einem Smartphone befestigt wird.
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Das Xiaomi Modular Optical System sieht wie ein Objektiv aus, das magnetisch an einem Smartphone befestigt wird.
Das Xiaomi Modular Optical System erweitert Smartphones um einen großen micro-FourThirds-Sensor und ein lichtstarkes Objektiv mit variabler Blende. Während das Produkt bisher nur als Konzept demonstriert wurde, soll Xiaomi schon bald ein vergleichbares Produkt tatsächlich auf den Markt bringen.

Das Xiaomi Modular Optical System wurde ursprünglich schon im März 2025 angekündigt, damals handelte es sich dabei aber nur um ein Konzept. Immerhin konnte Xiaomi im Rahmen des Mobile World Congress 2025 einen funktionsfähigen Prototyp demonstrieren. Nun soll der Konzern planen, ein derartiges Produkt tatsächlich auf den Markt zu bringen.

Denn laut der Angaben des Leakers Digital Chat Station soll Xiaomi bereits Pläne für die Massenproduktion gefasst haben, der Launch ist angeblich noch für dieses Jahr geplant. Das exakte Launch-Datum und die Spezifikationen der kommerziell erhältlichen Version des Kamerasystems sind noch nicht bekannt. Der Prototyp aus dem Vorjahr hat einen 100 Megapixel micro-FourThirds-Sensor mit einem 35 mm Objektiv kombiniert, dessen Blende variabel von f/1.4 bis f/11 justiert werden konnte.
 


Sowohl Sensor als auch Objektiv sind in einem Gehäuse untergebracht, das auf den ersten Blick wie ein herkömmliches Wechselobjektiv für Systemkameras aussieht. Statt eines Objektiv-Bajonetts beherbergt die Rückseite aber Magnete, die es erlauben, das Kamerasystem an einem kompatiblen Smartphone zu befestigen. 

Die Datenübertragung erfolgt optisch durch eine Technologie, die Xiaomi "LaserLink" nennt. Dadurch soll die Latenz weitaus geringer ausfallen als bei einer Verbindung über Bluetooth oder WLAN, während Datenraten bis 10 Gbit/s den Transfer von Rohdaten erlauben, um diese vom leistungsstarken Prozessor des Smartphones zu verarbeiten.
 


Fotos werden direkt auf dem Smartphone gespeichert, und auch die Stromversorgung erfolgt vom Smartphone, sodass dieses Kamerasystem nicht separat aufgeladen werden muss. Im Vergleich zu Vorsatz-Objektiven hat diese Lösung vor allem den Vorteil, dass wesentlich größere Sensoren verwendet werden können, als dies bei einer Smartphone-Kamera möglich wäre. Zur Einordnung: Ein micro-FourThirds-Sensor ist im Hinblick auf die Fläche etwa dreimal so groß wie der 1/1,28 Zoll Sensor der Hauptkamera des Apple iPhone 17 Pro (ca. 1.279 Euro auf Amazon).
 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Xiaomi soll magnetische Smartphone-Kamera mit riesigem Sensor und variabler Blende planen
Autor: Hannes Brecher,  4.02.2026 (Update:  4.02.2026)