Leica M12 Heritage Edition sollte diese 7 Retro-Features bieten

Leica hat im Februar in einer Umfrage bereits angedeutet, dass der Nachfolger der Leica M11 (ab 8.750 Euro im Preisvergleich) auch als sogenannte Heritage Edition angeboten werden könnte. Heritage, also Erbe oder Tradition, deutet darauf, dass diese Version einige klassische Design-Features analoger Leica M Kameras aufgreifen könnte, um sich so noch stärker von den Digitalkameras der Konkurrenz absetzen zu können.
Auf eine mögliche Design-Anpassung hat Leica in dieser Umfrage sogar selbst hingewiesen. Denn während Kameras bis hin zur Leica M10 noch eine klassische Bodenplatte genutzt haben, die jedes Mal abgenommen werden muss, um auf den Akku und die Speicherkarte zuzugreifen, nutzt die Leica M11 ein moderneres Design. Dadurch können Nutzer schneller auf den Akku zugreifen, das Design sieht aber nicht mehr so schlicht aus, und die Handhabung unterscheidet sich gravierend von analogen Leica M Kameras.
Zeit für das Comeback des Leica M3 Messsuchers
Eine für Leica-Enthusiasten wohl spannendere Änderung wäre, wenn der Messsucher wie bei der Leica M3 ausgeführt wird, also mit 0,92-facher Vergrößerung und Rahmenlinien für 50 mm, 90 mm und 135 mm Objektive. Zum Vergleich: die Leica M11 nutzt einen Sucher mit 0,73-facher Vergrößerung und bietet zusätzlich Rahmenlinien für 28 mm, 35 mm und 75 mm Objektive, sodass im Sichtfeld stets Rahmen für zwei unterschiedliche Brennweiten zu sehen sind. Objektive mit längerer Brennweite lassen sich durch die geringere Vergrößerung nicht mehr so präzise fokussieren wie noch bei der Leica M3.
Für eine Heritage Edition wäre es nur passend, wenn Leica dieses ursprüngliche Messsucher-Design zurückbringt, zumindest als Option für Käufer. Abgesehen davon könnte Leica mit ein paar Design-Anpassungen für zusätzlichen Retro-Charme sorgen, etwa durch ein Comeback des Filmvorschub-Hebels. Dieser erfüllt bei einer Digitalkamera zwar keine Funktion mehr, wurde beispielsweise bei der Leica M10-D aber bereits als ausklappbare Daumenstütze ausgeführt.
Die Heritage Edition könnte wie die Leica M11-D auf ein Display verzichten, um dem Look einer analogen Leica M näher zu kommen. Alternativ könnte das ISO-Einstellrad links oben an der Kamera mit einer ausklappbaren Kurbel versehen werden, um die Bedienung zu vereinfachen und den Look an analoge Kameras anzugleichen. Ebenfalls eine Option wäre es, die Film-Anzeige in Form eines kleinen, runden Displays zurückzubringen, und beispielsweise anzuzeigen, wie viele Fotos am aktuellen Tag bereits aufgenommen wurden.
Ausziehbares Objektiv macht Leica M fit für Jackentasche
Mindestens ebenso wichtig wie die Kamera selbst ist das Objektiv – und da schreit eine Heritage Edition geradezu nach einer Neuauflage eines klassischen Leitz Elmar, das zum Transport eingefahren und größtenteils im Gehäuse der Kamera versenkt werden kann – so passt eine Leica M problemlos in eine Jackentasche, da das Objektiv im Transport-Zustand nur wenige Millimeter aus dem Gehäuse ragt. Ob Leica eine M12 Heritage Edition auf den Markt bringen wird, steht zwar noch nicht fest, eine solche Kamera könnte aber eine interessante Option für Leica M-Enthusiasten sein.
Quelle(n)
Leica | Eigene















