Leica enthüllt Summicron 66 mm f/2 als Neuauflage eines extrem seltenen Militär-Objektivs

Das brandneue Leica Summicron-M 66 mm f/2 wird als "Neuinterpretation" des Leica Elcan 66 mm f/2 vermarktet. Das Elcan wurde ursprünglich in den 1960er-Jahren von Leica Kanada speziell für die US Navy entwickelt, laut Leica existieren nur etwa 200 Stück, weshalb es sich dabei um eines der seltensten Leica M-Objektive der Welt handelt.
Das Objektiv wurde ursprünglich sogar mit einer Anleitung ausgeliefert, wie die Kamera samt Objektiv zerstört werden kann, falls der Nutzer gefangen genommen wird. Die ungewöhnliche Brennweite, für die Leica M-Kameras keine Rahmenlinien bieten, wurde damals gewählt, um einen möglichst guten Kompromiss zwischen Auflösung, Lichtstärke und Größe zu ermöglichen. Im Vergleich zu typischen Leica M-Objektiven dreht sich der Blendenring in die entgegengesetzte Richtung, während die Beschriftung des Fokus-Rings nach dem Militär-Standard ausgeführt wird.
Leica bewirbt hohen Kontrast und weiches Bokeh, die MTF-Kurven stellen aber klar, dass dieses klassische Design mit sechs Linsen in fünf Gruppen nicht mit modernen Objektiven Schritt halten kann. Das Summicron 66 mm f/2 kann auf Objekte aus einer Distanz von mindestens 1 Meter fokussieren. Das Objektiv ist rund 6 Zentimeter lang und bringt 456 Gramm auf die Waage.
Preise und Verfügbarkeit
Das Leica Summicron-M 66 mm f/2.0 ist ab sofort in Leica Stores erhältlich, und wird für eine unverbindliche Preisempfehlung von 9.850 Euro angeboten. Das Objektiv ist weltweit auf nur 660 Stück limitiert. Mit diesem Preis richtet sich das Objektiv vor allem an Sammler, denn das technisch deutlich bessere APO-Summicron-M 75 mm f/2 kostet "nur" 4.650 Euro.











