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Neues Gesundheitsfeature im Fokus - erhalten Garmin- und Apple-Smartwatches bald neue Funktion?

Die Honor Watch GS 5 bietet einen neuen Parameter zur Evaluation der Herzgesundheit (Bildquelle: Honor)
Die Honor Watch GS 5 bietet einen neuen Parameter zur Evaluation der Herzgesundheit (Bildquelle: Honor)
Honor bietet eine neue Smartwatch an, die auch eine neue Art der Abschätzung des kardiovaskulären Risikos bietet. Das Beispiel könnte durchaus Schule machen. Wir wollen einen Überblick über diesen, zumindest im Wearable-Bereich neuartigen Wert geben.

Wir haben die sogenannte Dezelerationskapazität bereits in einer News zur Honor Watch GS 5 angeschnitten. Dabei handelt es sich um einen Parameter, mit dem der Hersteller das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen abschätzen will. Der Endnutzer dürfte von der Dezelerationskapazität des Herzens im Regelfall noch nichts gehört haben. Im Prinzip kann man sich diesem Parameter schrittweise nähern. So ist es mit auch sehr günstigen Smartwatches inzwischen möglich, die Herzfrequenz zu messen. Die Herzfrequenz ist dabei vergleichsweise einfach messbar - und zwar auch mit dem Finger und der Stoppuhr. Einen Schritt weiter geht die Messung der Herzfrequenzvariabilität, welche dann schon nicht mehr händisch messbar ist. Für diese Bestimmung dieser reicht es nämlich nicht mehr, nur die Herzschläge in einem definierten Zeitintervall zu zählen. Stattdessen sind die Abstände der Herz- oder ganz genau gesagt Pulsschläge mit hoher, zeitlicher Auflösung zu registrieren.

Die Erfassung der Dezelerationskapazität des Herzens erfordert eine solche, zeitliche Auflösung ebenfalls. Die Dezelerationskapazität beschreibt dabei, wie die Herzfrequenz von Schlag zu Schlag verringert werden kann. Dieser Wert kann über die autonome Regulation des kardiovaskulären Systems und die generelle Fitness Auskunft geben. Ein im Jahr 2024 veröffentlichter Artikel zeigt dabei auch, dass für die Abschätzung der Mortalität schon ein fünfminütiges EKG in Verbindung mit einer vollautomatischen Auswertung ausreichend sein kann. Damit könnte diese Funktion durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu schon bestehenden Messwerten sein. Inwieweit denn beispielsweise Garmin und Apple diese Funktion ergänzen, ist noch unklar. Ebenfalls unklar ist, ob diese Funktion denn nicht sogar im Rahmen eines Software-Updates nachgerüstet werden könnte. Hardwaretechnische Limitationen dürften dem zumindest bei mit einem Elektrokardiographen oder einer fortschrittlichen, optischen Sensorik ausgestatteten Smartwatches im Prinzip nicht entgegenstehen. Inwieweit die Honor Watch GS 5 denn auch zuverlässige Messwerte liefert, können wir an dieser Stelle natürlich nicht abschätzen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Neues Gesundheitsfeature im Fokus - erhalten Garmin- und Apple-Smartwatches bald neue Funktion?
Autor: Silvio Werner, 23.01.2026 (Update: 23.01.2026)