Wir konnten schon einmal nachweisen, dass Smartwatch-Hersteller durchaus zu schlicht unlauteren Methoden zur Bewerbung eigener Produkte greifen und Funktionen versprechen, die so gar nicht vorhanden sind und damit Nutzer tatsächlich gefährdet werden. Konkret wurde bei der iHEAL 6 eine Blutdruck- und noch schlimmer: Blutzuckermessung beworben. Dabei gibt es bis heute kein Verfahren für die optische Messung ohne Stützkalibrierung durch eine Smartwatch. Was es hingegen gibt: Smartwatches, die quasi ein Handgelenks-Blutdruckmessgerät mit Manschette und Pumpe darstellen, wie etwa die von uns bereits getestete und in Deutschland erhältliche Huawei Watch D2.
Für 140 Dollar bietet Rogbid mit der Rowatch D3 eine neue und damit recht günstige Smartwatch an, welche ebenfalls den Blutdruck messen können soll. Diese kommt wie die Huawei Watch D2 ebenfalls mit einer aufblasbaren Manschette. Dass die Rowatch D3 damit den Blutdruck auch wirklich mit akzeptabler Messunsicherheit messen kann, ist damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen, wir können, wollen - und dürfen - und hier aber nicht für die Qualität der Analyse verbürgen.
Ebenfalls beworben wird die Anfertigung eine Elektrokardiogramms. Das erscheint ebenfalls nicht komplett unmöglich, so ist der Aufbau eines 1-Kanal-Elektrokardiografen denkbar einfach, die von uns getestete iHEAL 6 konnte auch ein taugliches EKG anfertigen. Viel kritischer und dann auch letztlich ungeprüft ist hingegen die Auswertung: Nur weil die Rowatch D3 ein EKG anfertigen kann, spricht dies noch lange nicht dafür, dass das EKG computergestützt auch richtig interpretiert wird.
Kritisch: Rogbid kann es nicht lassen und bewirbt die nichtinvasive Blutzuckermessung und führt damit Kunden schlicht in die Irre - selbst, wenn im Kleingedruckten erwähnt wird, dass es sich nicht um ein medizinisches Gerät handelt. Die Uhr kommt mit einem 1,56 Zoll großem Display, ein GNSS-Modul fehlt. NFC ist integriert.


























