Heutzutage ist es einfach möglich, den Blutzuckerspiegel nicht nur manuell, sondern auch automatisch und damit in engen Zeitabständen zu messen. Dafür kommt eine spezielle Sensorik zum Einsatz, die entsprechenden Systeme bringen dabei eine Nadel mit. Diese wird - durchaus schmerzhaft - in die Haut geschossen, immerhin kann dies dann für mehrere Wochen die einzige, diesbezügliche Verletzung bleiben, Narben können sich aber durchaus bilden. Beim Biolinq Shine handelt es sich um ein neues System zur Messung des Blutzuckerspiegels, welches auch eine De Novo-Zulassung von der FDA erhalten hat.
Genutzt wird nicht eine einzelne, länge Nadel. Stattdessen kommen mehrere, kleine Nadeln zum Einsatz, dementsprechend handelt es sich definitionsgemäß auch nicht um eine nicht-invasive Messung, da trotzdem Körpergewebe verletzt wird. Dabei soll die Dermis allerdings nicht durchstochen werden, wir könnten uns einen wesentlich geringeren Schmerzreiz durchaus vorstellen. Genutzt werden elektrochemische Sensoren. Ganz vereinfacht gesagt sorgt bei solchen etwa die Glucose-Konzentration für einen Stromfluss, welcher dann auswertbar ist.
Herstellerangaben zufolge sollen sich auch Lactate und Ketone messen lassen. Die beiden zusätzlichen Werte sind dabei wahrscheinlich nicht zufällig gewählt: So lässt sich an einem starken Anstieg an Ketonen auch eine sehr ernstzunehmende diabetische Ketoazidose erkennen, eine Laktatazidose gibt es ebenfalls - auch in Form einer Metformin-assoziierten Laktatazide. Metforming wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Der Biolinq Shine kann den Blutzuckerspiegel beziehungsweise die Übereinstimmung mit dem Zielbereich mit einer LED und Farben anzeigen, zudem wird ein Schlaf- und Aktivitätstracking versprochen. In den USA soll das System ab 2026 verfügbar sein, für einen Marktstart in Deutschland und insbesondere auch eine entsprechende Zertifizierung als Medizinprodukt liegen noch keine Informationen vor.




















