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Neues Garmin-Patent: Nichtinvasive Messung des Langzeitblutzuckerwert könnte kommen

Garmin hat ein Patent zur Messung des HbA1c-Wertes (Symbolbild!)
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Garmin hat ein Patent zur Messung des HbA1c-Wertes (Symbolbild!)
Garmin arbeitet nach wie vor intensiv an der nichtinvasiven Messung auch von neuen Gesundheitsparametern. Nun belegt ein neues Patent, dass Garmin auch die Messung eines für Diabetiker besonders relevanten Parameters voranbringen will.

Wir haben im letzten Jahr bereits über ein Patent von Garmin berichtet, welches sich im Kern mit einer Art Druckkompensation beschäftigt hat, aber auch die Messung des HbA1c-Werts beschrieben hat. Nun ist ein neues Patent von Garmin einsehbar, welches unter der Nummer 20260033750 und über die Suche des USPTO zu finden ist. Diese beschäftigt sich dabei eben ausführlich und ganz zentral mit der Messung mehrerer Gesundheitsparameter mithilfe einer optischen Sensorik und damit nichtinvasiv.

Beschrieben wird die Nutzung von elektromagnetischer Strahlung mit drei verschiedenen Wellenlängen, wobei in dem Patent zwar Wellenlängen genannt werden, diese aber nicht unbedingt als gesetzt gelten müssen. So wird wahrscheinlich eher exemplarisch die Nutzung von 620 bis 660 nm, 850 bis 950 nm und 660 bis 700 nm beschrieben. Dabei gibt es eine im Patent auch geschilderte Formel, nach welcher die Absorptionen bei den einzelnen Wellenlängen verarbeitet werden. Inwieweit die Technik allerdings tatsächlich fortgeschritten oder gar marktreif ist, bleibt aber unklar. Das 2025 veröffentlichte Patent, welches sich mit der Druckkompensation beschäftigt, könnte natürlich bei der optischen Messung zum Einsatz kommen.

Durch die Nutzung der drei Wellenlängen und der entsprechenden Datenverarbeitung soll sich der HbA1c-Wert bestimmen lassen, und zwar in Relation zum Gehalt von Oxyhämoglobin und Desoxyhämoglobin und damit zur sauerstoffarmen und sauerstoffhaltigen Form der roten Blutkörperchen. Der HbA1c-Wert beschreibt dabei, welcher Anteil des Hämoglobins eine irreversible Bindung mit Glukose, also Zucker, eingegangen ist. Medizinisch relevant ist dieser Wert für die Abschätzung des (mittleren) Blutzuckerspiegels in den letzten 8 bis 12 Wochen. War der Blutzuckerwert lange sehr hoch, verbindet sich mehr Hämoglobin mit Glukose. Aus dem HbA1c-Wert lässt sich der momentane Blutzuckerspiegel nicht ableiten, allerdings sind der HbA1c-Wert und damit letztlich ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel laut Studien stark mit der Sterblichkeit assoziiert. Unserer Einschätzung nach wäre die optische HbA1c-Bestimmung in der Praxis wahrscheinlich am sinnvollsten für eine Art Prädiabetes- und Typ-2-Diabetes-Screening, allerdings ist der Nutzen einer Bestimmung des HbA1c-Wertes zusätzlich zum Nüchternblutzucker zumindest umstritten. Allerdings wird die Bestimmung dieses Wertes in Deutschland erst im Rahmen des Check-up 35 im Regelfall erstmalig als Kassenleistung bestimmt. Dementsprechend können Betroffene die Erkrankung längere Zeit auch gar nicht merken, ein solches Screening - wenn es denn zuverlässig funktioniert - dann tatsächlich sinnvoll sein.

Quelle(n)

Patent 20260033750, auffindbar über die USPTO-Suche, via Gadgets & Wearables, Bildquelle: KI-generiert mit Perplexity, 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Neues Garmin-Patent: Nichtinvasive Messung des Langzeitblutzuckerwert könnte kommen
Autor: Silvio Werner,  6.02.2026 (Update:  6.02.2026)