Neues Ladekabel punktet mit integriertem Display und bis zu 80 Gbps Übertragungsrate

Wer die Entwicklung bei Netzteilen und sonstigen Ladegeräten in den letzten Monaten etwas genauer betrachtet, merkt recht schnell, dass immer mehr Geräte auf ein integriertes Display setzen. So etwa die erst kürzlich vorgestellten Netzteile von Ugreen. Nun sucht ein neues Produkt auf Kickstarter nach Unterstützern, das beweist, dass nicht zwingend das eigentliche Ladegerät mit dem Bildschirm versehen sein muss.
Spezifikationen & Funktionen
Vielmehr präsentiert man hier ein Ladekabel, das über ein integriertes Display verfügt. Auf diesem soll beim Ladevorgang die aktuelle Ladeleistung, Spannung und Stromstärke angezeigt werden. So kann sichergestellt werden, dass das angeschlossen Gerät, etwa ein Smartphone, Tablet oder Laptop, auch tatsächlich schnellstmöglich aufgeladen wird. Dafür bietet das Kabel "PD 3.1 Fast Charging" mit einer maximalen Ladeleistung von 240 Watt.
Zudem sollen Datenübertragungsraten von bis zu 80 Gbps über den USB4-Standard möglich sein. Damit ist das Kabel zwar definitiv fit für die Zukunft, solche Datenraten mit handelsüblichen Elektronikgeräten auszuschöpfen, wird aber auch in den nächsten Jahren noch nicht zum Standard werden. Darüber hinaus verspricht man, dass mit dem Kabel eine Videoübertragung mit bis zu 16K@60Hz möglich sei. Dass das Kabel dies unterstützt, ist zwar ein nettes Gimmick auf dem Datenblatt, in der Praxis wird aber auch das so bald keine Rolle spielen. Zur Einordnung: Für Bildschirme mit einer Auflösung von 16K werden momentan mittlere bis hohe Millionenbeträge fällig, im Endkundenmarkt sind derartige Geräte aber ohnehin nicht zu finden.


Preis & Verfügbarkeit
Das Ladekabel ist momentan nur über die Unterstützung der Kickstarter-Kampagne erhältlich. Im Rahmen des "Super-Early-Bird-Angebots" wird für ein Stück ein Betrag von umgerechnet 23 Euro fällig, für den Versand kommen nochmals rund 4 Euro dazu. Die Auslieferung soll ab November erfolgen.
Zu beachten ist, dass es sich um keinen klassischen Kauf handelt, sondern nur um die Unterstützung einer Crowdfunding-Kampagne. Diese ist mit einem gewissen Risiko verbunden, theoretisch bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Geldes. Immerhin: Im untenstehend eingebetteten Video zeigt der Hersteller, dass man schon einen funktionierenden Prototypen entwickelt hat.
Alternativen
Wer nicht so lange warten, kein Risiko eingehen und obendrein noch etwas Geld sparen möchte, kann alternativ auf ein bereits erhältliches Kabel mit integriertem Display setzen. So etwa auf das Modell von Ugreen, das auf Amazon je nach gewünschter Länge für 10 bis 15 Euro erhältlich ist. Es verfügt ebenfalls über eine maximale Ladeleistung von 240 Watt, die Datenübertragungsrate ist jedoch auf 480 Mbps begrenzt. Eine weitere Einschränkung: Das Ugreen-Kabel eignet sich nicht zur Bildschirmübertragung.









