
Nothing Phone 2026: Absolut nichts kann mich zum Kauf dieser Marke bewegen
CheckMag
Es gibt zu viele 500-Euro-Smartphones, die das Nothing Phone 4a Pro wie einen schlechten Deal aussehen lassen. Beispiele dafür sind Preis-Leistungs-Hits von Xiaomi, Samsung und anderen Herstellern.Martin Filipov, 👁 Notebookcheck (übersetzt von Nicole Dominikowski) Veröffentlicht am 🇺🇸
Nothing hat seine Marke um Design und auffällige Features herum aufgebaut – und ich muss zugeben, dass ich es nicht hasse. Die Lichter auf der Rückseite des Nothing Phone 4a Pro sind zweifellos eine Spielerei, aber sie sehen auch spaßig aus. Design ist natürlich subjektiv, aber ich finde, dass das neue Nothing Phone 4a Pro wirklich cool aussieht.
Noch mehr schätze ich die Verwendung eines Unibody-Aluminium-Gehäuses anstelle von Glas. Das macht es im Alltag deutlich weniger anfällig für Brüche – es sei denn, man hat das Pech, es direkt auf die weiterhin aus Glas bestehende Kamera-Insel fallen zu lassen. Doch abseits des Designs habe ich das Gefühl, dass Nothing schon seit einer Weile in die falsche Richtung steuert, und das Phone 4a Pro untermauert meine Theorie.
Pro, oder was?
Zum einen gibt es an diesem Telefon nur sehr wenig, das sich nach „Pro“ anfühlt. Es kommt mit einem ziemlich durchschnittlichen Mittelklasse-Chip, nur 128 GB Basisspeicher, keinem vollwertigen IP68-Wasserschutz, keinem kabellosen Laden und nur drei Jahren Software-Updates.
Das eigentliche Problem ist jedoch der Preis. Die 256-GB-Version kostet 500 Euro, während das 128-GB-Modell für 430 Euro auf den Markt kommt – aber realistisch betrachtet sind 128 GB für die meisten Menschen nicht mehr ausreichend. Das macht es effektiv zu einem 500-Euro-Telefon mit Mittelklasse-Specs und einem auf Spielereien basierenden Design. Und in dieser Preisklasse reicht Design allein einfach nicht aus. Nicht mal ansatzweise, wenn man mich fragt.
Als größter Handy-Nerd, den ich kenne, kann ich zwar nachvollziehen, was Nothing versucht, aber ich weiß auch ganz sicher, dass ich nicht in das Nothing Phone 4a Pro investieren würde. Tatsächlich wäre es das letzte 500-Euro-Handy, das ich in Betracht ziehen würde.
Das liegt daran, dass es zum gleichen Preis weitaus bessere Optionen gibt. Handys wie das Galaxy S25 FE sind mittlerweile für 500 Euro (256 GB) zu haben. Und dann gibt es noch das OnePlus 15R und das Xiaomi Poco X8 Pro Max. Ja, der Name des Letzteren ist schrecklich, aber die technischen Daten sind alles andere als das.
All diese Alternativen bieten Prozessoren auf Flaggschiff-Niveau und längeren Software-Support. Das ist auf lange Sicht viel wichtiger als ein auffälliges Design. Wenn die Akkulaufzeit Priorität hat, setzen OnePlus und Xiaomi in Europa mit massiven Akkus neue Maßstäbe: 7.400 mAh im Nord 5 und 8.500 mAh im Poco X8 Pro Max reichen locker für zwei Tage Nutzung.
Die S25 Fan Edition ist das deutlich bessere Angebot
Wenn ich heute ein neues Handy kaufen würde, dann würde ich mich persönlich wahrscheinlich für das Galaxy S25 FE entscheiden. Es bietet eine Kamera auf Flaggschiff-Niveau, sieben Jahre OS-Updates und kabelloses Laden – und das zum gleichen Preis. Selbst wenn das Smartphone „nur“ einen vollen Tag mit einer Ladung durchhält, ist das ein Kompromiss, den ich gerne eingehe.
Letztendlich versucht Nothing, einen „Coolness-Faktor“ zu erzeugen, und zielt damit eindeutig auf jüngere Käufer ab. Ich sehe jedoch nicht, wie diese Strategie langfristig Bestand haben soll. Viele junge Leute sind heute preisbewusster denn je – und das sollten sie in dieser Wirtschaftslage auch sein. 500 Euro für ein Handy auszugeben, das doppelt so lange hält – sei es, weil es einen dreimal schnelleren Prozessor oder doppelt so langen Software-Support hat – ergibt einfach mehr Sinn. Viel mehr Sinn.
So wie die Dinge stehen, würde ich gerne sagen können: „Nothing kann mich dazu bringen, 2026 ein Nothing Phone zu kaufen.“ Aber die Wahrheit ist: Nichts kann mich dazu bringen, 2026 ein Nothing Phone zu kaufen.
Quelle(n)
Eigene Meinung; Rezensionen und Datenblätter






