Nvidia GeForce Now: Komplette Datenbank soll gehackt worden sein

Kürzlich hat die berüchtigte Hackergruppe ShinyHunters Nvidia ins Visier genommen. ShinyHunters hat behauptet, Zugriff auf Nvidias Cloud-System GeForce Now erlangt und Nutzerinformationen abgegriffen zu haben.
Während zunächst Sorgen über einen weitreichenden Sicherheitsvorfall aufgekommen sind, hat Nvidia schnell reagiert, den Vorfall bestätigt und erklärt, dass das Problem auf einen einzelnen regionalen Anbieter beschränkt ist.
Hackergruppe ShinyHunters soll globale Datenbank von Nvidia GeForce Now gehackt haben
Zur Einordnung: ShinyHunters hat in typischer Manier mit dem Vorfall geprahlt und nach Hacker-Art behauptet, Nvidia GeForce Now "übernommen" zu haben. Die Gruppe gab an, einen "vollständigen Datenbank-Leak" mit Nutzerkonten, persönlichen Informationen, E-Mail-Adressen, Mitgliedschaftsstatus und weiteren Zugangsdaten erhalten zu haben.
Nvidia bestätigt Sicherheitsvorfall bei GeForce-Now-Daten, dieser ist aber auf einen armenischen Drittanbieter-Partner beschränkt
Nvidia hat die Behauptungen von ShinyHunters jedoch zurückgewiesen. Das Unternehmen hat gegenüber VideoCardz erklärt:
Unsere Untersuchung hat keine Auswirkungen auf von Nvidia betriebene Dienste ergeben. Das Problem ist auf Systeme eines in Armenien ansässigen Drittanbieter-Partners der GeForce-Now-Alliance beschränkt. Wir arbeiten eng mit dem Partner zusammen, um dessen Untersuchung und die Behebung zu unterstützen. Betroffene Nutzer werden von GFN.am benachrichtigt.
Nvidia GeForce Now Hack könnte über Armenien hinausreichen
Auch wenn der Vorfall nicht zu einem globalen Leak von Nutzerinformationen eskaliert ist, bleibt es bedenklich, dass Daten von Spielern, die GeForce Now in Armenien nutzen, offengelegt worden sind. Zudem ist wichtig, dass auch andere Nutzer in Nachbarländern betroffen sein könnten. GFN.am bietet GeForce-Now-Zugang nicht nur in Armenien an, sondern auch in zahlreichen weiteren Ländern, darunter Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Moldau, die Ukraine und Usbekistan.
Diese Drittanbieter-Partner betreiben ihre eigenen Datenbanken auf lokalen Systemen. Ein Sicherheitsproblem auf ihrer Seite betrifft daher ihre Nutzer, greift aber in keiner Form auf Nvidias Hauptdatenbank mit Millionen globaler Abonnenten über.
GFN.am hat ebenfalls ein eigenes Update veröffentlicht und erklärt:
Wir sind uns des Sicherheitsvorfalls bei GFN.am bewusst und haben die notwendigen Schritte eingeleitet, um ihn einzudämmen. Wir unternehmen alle Anstrengungen, um Daten zu schützen, und nehmen sämtliche Hinweise ernst. Betroffene Nutzer werden innerhalb der nächsten 24 Stunden direkt benachrichtigt.
Berichten zufolge ist eine Reihe von Zugangsdaten offengelegt worden, darunter Metadaten zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Passwörter von GeForce-Now-Nutzern sind glücklicherweise jedoch nicht offengelegt worden.







