Seit dem Launch der ersten mobilen RTX-5000-GPUs sind mittlerweile einige Monate vergangen und das Line-up wurde nach unten hin erweitert. Die problematische Treiber-Situation haben wir bereits angesprochen und vor allem in den ersten Wochen kamen sehr viele neue Treiber-Versionen auf den Markt, was teilweise auch zu spürbaren Leistungsunterschieden geführt hat. Aktuell sind wir bei Treiber-Version 576.80 angekommen und mittlerweile scheinen die gröbsten Performance-Probleme der Vergangenheit anzugehören.
Was bisher jedoch nicht behoben wurde sind die Probleme mit der Grafikumschaltung bei Laptops mit der Optimus-Technologie. Normalerweise soll das System automatisch entscheiden, wenn die dedizierte Grafikkarte benötigt wird (beispielsweise beim Spielen). Nachdem man das Spiel beendet hat, wird die dedizierte GPU einfach wieder deaktiviert und die effizientere iGPU übernimmt. Ob man hierbei jetzt einen Laptop mit Optimus oder Advanced Optimus (also mit MUX Switch für die Deaktivierung der iGPU) nutzt, spielt dabei keine Rolle.
Hier kommt jedoch der Bug ins Spiel, denn sobald die dedizierte GPU einmal aktiv war, zieht sie weiterhin Strom, obwohl sie laut Nvidia-App inaktiv ist. Die beiden nachfolgenden Screenshots zeigen das am Beispiel des Razer Blade 18 mit der Nvidia GeForce RTX 5090 Laptop und Advanced Optimus. Auf dem ersten Screenshot sieht man den Zustand, wie es eigentlich sein sollte. Die dGPU wird nicht vom System genutzt und zieht auch keinen Strom. Auf dem zweiten Screenshot sehen wir das System, nachdem die GPU einmal aktiv war. Die Nvidia-App zeigt zwar an, dass die GPU inaktiv ist, doch mit HWiNFO kann man ganz klar sehen, dass die GPU weiterhin Strom zieht (schwankend im Bereich von 11-24 Watt).
Das ist ein Problem, denn das wirkt sich auf mehrere Bereiche aus, inklusive den Gehäusetemperaturen, dem Stromverbrauch und damit natürlich auch den Akkulaufzeiten. Vor allem, wenn man bei seinem neuen Gaming-Laptop Probleme mit der Akkulaufzeit hat oder bemerkt, dass das Gehäuse sich auch ohne Last bereits spürbar erwärmt, sollte man sich nicht auf die Nvidia-App verlassen, sondern mit Tools wie HWiNFO überprüfen, ob die Nvidia-GPU Strom verbraucht oder nicht.
Derzeit gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, das Problem zu umgehen. Entweder man nutzt den iGPU-Modus (sofern der Laptop diesen bietet), um sicherzustellen, das man die längste mögliche Akkulaufzeit bekommt. Oder man startet das System neu und achtet darauf, dass die dedizierte GPU nicht aktiviert wird. Wenn man hier ein Programm identifiziert, das möglicherweise ungewollt ebenfalls die dGPU nutzt, kann man die GPU-Zuweisung über die Grafik-Einstellungen von Windows ändern.
Die Screenshots stammen wie erwähnt vom aktuellen Razer Blade 18, dessen vollständiger Testbericht auch in wenigen Tagen erscheinen wird. Allerdings betrifft der Treiber-Bug unseres Wissens nach alle Hersteller und Modelle. Wir hoffen, dass Nvidia das Problem bald lösen wird, da viele Nutzer vermutlich gar nichts davon mitbekommen und sich über kurze Akkulaufzeiten ärgern.
Sobald Nvidia neue Treiber veröffentlicht, werden wir diesen natürlich testen und dann auch diesen Artikel aktualisieren.










