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Die Arkpro Ultra (oben) und die Arkpro (unten, schwarz) im Test. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Olight Arkpro und Arkpro Ultra im Test: Flexible Taschenlampe mit deutlichen Designverbesserungen

EDC

Mit der Arkpro und der Ultra-Version hat Olight die EDC-Taschenlampen auf ein neues Niveau gehoben. Dabei bleibt der gewohnte magnetische MCC-Anschluss erhalten und trotzdem gibt es USB Typ C. Auch die Bedienung wurde verbessert und vor allem ein Fehler der alten Arkfeld Pro damit behoben. Wir hatten beide Modelle im Test.
Andreas Sebayang Veröffentlicht am 🇺🇸 🇫🇷 ...

Testfazit - Arkpro und Arkpro Ultra sind gute Taschenlampen

Mit der neuen Arkpro und der Arkpro Ultra hat Olight gute EDC-Taschenlampen abgeliefert. Verglichen mit den Vorgängern gefallen uns alle Änderungen. Vor allem der Abruf des hellsten Modus wurde seitens Olight wieder auf die gewohnte Doppelklick-Funktion gesetzt. Der Extrabutton für den Laser vereinfacht die Bedienung und auf dem neuen Button liegt der Daumen erstaunlich gut auf und verhindert trotzdem Fehlbedienungen. In den meisten Fällen muss die Taschenlampe im Holster, am Gürtel oder in der Taschenuhr-Tasche nicht gesperrt werden. Uns gefällt außerdem, dass man sich nicht zwischen USB-C- und dem MCC-Anschluss entscheiden muss. Die Verarbeitungsqualität ist wie gewohnt hervorragend. Prinzipbedingt kann der Akku aber nicht ausgetauscht werden. Dessen sollte man sich bewusst sein. Bleibt noch die Frage, ob die Ultra-Variante ihren Aufpreis rechtfertigen kann. Hier würden wir zu einem Nein neigen. Die Ultra ist kaum sichtbar heller und der pulsierende Arkbeat zwar eine nette Spielerei, mehr aber auch nicht.

Pro

+ Vier Lichtquellen in einer kompakten Form
+ Einfache Bedienung
+ Gute Verarbeitungsqualität
+ MCC und USB C zum Laden

Contra

- Ultra-Variante sehr teuer
- Leuchtfarbe mit leichten Abweichungen
- Höchste Helligkeit nur kurz abrufbar

Preis und Verfügbarkeit

Die Arkpro und Arkpro Ultra sind bereits verfügbar. Aktuell kostet die Arkpro 96 Euro und die Arkpro rund 128 Euro. Bei Olight gibt es die Arkpro in sechs verschiedenen Farben, einige mit spezieller Verzierung, die dann 106 Euro kostet. Bei Amazon werden aktuell nur drei Farben angeboten und die Ultra-Variante fehlt. Der passende Holster ist aktuell für 9 Euro zu haben.

Die LEDs verstecken sich hinter perforiertem Aluminium. Hier bei der Arkpro Ultra mit Arkbeat. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Die LEDs verstecken sich hinter perforiertem Aluminium. Hier bei der Arkpro Ultra mit Arkbeat. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
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OLIGHT ArkPro Taschenlampe led aufladbar mit Grünlicht, 1500 Lumen, 205m Leuchtweite, UV Taschenlampe mit Fokussiertem und Reinem Flutlicht für Outdoor und Alltag, IPX7 Wasserdicht, Phantom Squadron

Mit der Arkpro und der Arkpro Ultra hat Olight zwei EDC-Taschenlampen für den Alltag vorgestellt. EDC steht für Every Day Carry. Dank vier Lichtquellen sind beide Modelle flexibel einsetzbar.

Arkpro Ultra, Arkfeld Pro, Arkfeld und Arkpro im Vergleich. (v.l.n.r. / Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Arkpro Ultra, Arkfeld Pro, Arkfeld und Arkpro im Vergleich. (v.l.n.r. / Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Technische Daten

Arkpro und Arkpro Ultra unterscheiden sich in den technischen Daten nur geringfügig voneinander. Beide Modelle bieten einen grünen Laser der Klasse 1, ein zweistufiges UV-Licht, ein Fokuslicht mit bis zu 800 Lumen und ein Flutlicht. Bei letzterem unterscheiden sich die Modelle: Die Arkpro schafft hier 1.500 Lumen, die Arkpro Ultra 1.700 Lumen. Letztere hat außerdem noch eine Arkbeat genannte Leuchte, die sich in Abhängigkeit der gesamten Nutzungsdauer in der Farbe ändert. Ab 128 Stunden kann diese frei gewählt werden. In der folgenden Tabelle von Olight sind alle Daten zusammengefasst. Die Arkfeld Lite ist nicht Teil des Tests. Sie war zum Zeitpunkt des Tests noch nicht käuflich verfügbar.
Die technischen Daten der Arkpro-Serie. (Bildquelle: Olight)
Die technischen Daten der Arkpro-Serie. (Bildquelle: Olight)

Die Arkpro als Nachfolger der Arkfeld-Taschenlampen

Wer eine Arkpro in die Hand nimmt, der wird im Vergleich zur Arkfeld sich kaum umgewöhnen müssen. Zumal der hellste Modus nun wieder mit einem Doppelklick erreichbar ist. Der ist nun besonders angenehm, denn der Knopf ist leicht nach innen gebogen. Für den Daumen fühlt sich das sehr gut an. Gleichzeitig verhindert es Fehlbedienungen. Die Taschenlampe lässt sich aber auch sperren. Das ist jetzt dank der seitlichen zusätzlichen Taste für den Laser besonders einfach. Man muss nur beides eine Weile gedrückt halten und schon ist die Taschenlampe gesperrt. Ein kleines LED-Schlosssymbol zeigt dies an.

Es ist eines von drei Statusleuchtelementen. Rechts davon im Halbkreis sieht man den Akkustand in grün und links davon in weiß den Leistungswert des Lichts. Das ist besonders gut gelungen, denn Olight hat dafür das Aluminium perforiert. Sind die LEDs aus, sieht man nur sehr schwach die Aussparungen durch das gewissermaßen transparente Aluminium. Im Unterschied zu den Vorgängern fühlt man die Leuchtdurchlässe auch nicht mehr mit dem Finger. Olight setzt für eine sozusagen schnöde Taschenlampe auf erstaunlich viel Design. Selbst das dezent schwarze Modell ist in gewissen Grenzen noch schick.

Vom Design her ist die Arkpro ihren Vorgängern daher deutlich überlegen. Es sind vermutlich in Zukunft auch diverse Sondereditionen zu erwarten. Das wäre jedenfalls sehr typisch für Olight.

Aber was bietet die Taschenlampe an Leistung? Die Arkpro löst auf jeden Fall das Kompromissproblem der Arkfelds. Unsere beiden alten Testmuster haben einen – sagen wir mal – schmalen Flutlichtcharakter. Die neuen haben hingegen sowohl ein Flut- als auch ein Fokuslicht. Die hier nicht getestete Arkpro Lite entspricht eher den alten Modellen. Der Rest der Arkpro-Serie hingegen gibt je nach Situation ein ideales Licht. Um das einzuordnen: Die alte Arkfeld Pro ist im hellsten eingeschränkten Flutlichtmodus zwar heller als der Flutlichtmodus der Arkpro, aber dunkler als der Fokusmodus der Arkpro. Wir ziehen das Umschalten jedenfalls vor.

Beim UV-Licht bietet die Arkpro nun einen zusätzlichen schwachen Modus an. Ansonsten ist sie beim reinen Betrachten in der hohen Stufe gleich hell wie der Vorgänger. Beim Laser hat sich auch nichts getan, außer bei der Bedienung. Das Zusammenschalten von Laser und Normallicht ist jetzt ein simpler, leicht zu merkender Zusatzdruck. Bei der Arkfeld Pro muss man sich das schon merken. Laut Olight wussten viele nicht, dass beide Modi kombinierbar sind. Bei der Arkpro ist sogar die Kombination aus Laser und UV-Licht möglich. Die Arkpro ist damit in allen Bereichen vielseitiger als die Vorgänger. Uns gefällt dabei auch die mechanische Auswahl zwischen den Lichtquellen. Die Arkfeld Pro sahen wir seinerzeit als Rückschritt im Vergleich zur noch älteren Arkfeld mit nur zwei Lichtquellen. Das Drehen des Schalters fühlt sich jetzt wieder gut an.

Die Lichtcharakteristik gefällt uns übrigens allgemein ganz gut. Das Flutlicht hat eine angenehme, sanfte Abschattung zum Rand. Das Fokuslicht ist sehr homogen im zentralen Bereich und leuchtet in Grenzen auch den umgebenen Bereich aus. Allerdings recht schwach und etwas kleiner als das Flutlicht. Bei der Lichtfarbe haben wir leichte Abweichungen mit dem bloßen Auge erkennen können. Olight garantiert allerdings auch keine konkrete Lichtfarbe. Das ist nicht unbedingt die Stärke des Herstellers.

Das Fokuslicht der Arkpro Ultra im Vergleich zum generellen Licht der Arkfeld Pro. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Das Fokuslicht der Arkpro Ultra im Vergleich zum generellen Licht der Arkfeld Pro. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Das Flutlicht der Arkpro Ultra im Vergleich zum generellen Licht der Arkfeld Pro. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Das Flutlicht der Arkpro Ultra im Vergleich zum generellen Licht der Arkfeld Pro. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Zubehör und MCC

Die Arkpro kommt auch mit einiger Zubehörkompatibilität. Im Unterschied zu den Vorgängern, sind die proprietären Kabel aber keine Pflicht mehr.

Laden weiter per MCC möglich – alternativ zu USB Typ C

Erfreulich ist, dass Olight sich bei der neuen Arkpro-Serie dafür entschlossen hat, den MCC-Magnetanschluss auf der Rückseite zusätzlich zum neuen USB-C-Anschluss beizubehalten. Wer schon Taschenlampen oder Laternen von Olight hat, kann sein Zubehör weiter nutzen. Olight plant auch weiter, MCC zu unterstützen. So bekommt die Akkuladestation Ostation 2 Pro auch MCC-Dockingports. Daheim kann die Taschenlampe einfach per MCC angedockt werden, unterwegs lässt sich jedes handelsübliche USB-C-Netzteil verwenden. Die Taschenlampe braucht nur 5 Volt und nimmt bei maximaler Helligkeit bei gleichzeitigem Laden rund 7,5 Watt auf. Der USB-C-Port verbirgt sich übrigens hinter einer Hartplastikkappe. Die hat einen leichten Widerstand beim Überdehnen. Aber gegen ein Abbrechen ist sie nicht geschützt. Im Vergleich zu Gummipropfen hat die Klappe aber den Vorteil, nicht so fummelig zu sein.

In den Verpackungen fand sich übrigens weiter ein USB-A-auf-MCC-Kabel. An sich finden wir das gut, denn simple USB-C-Kabel dürften sich mittlerweile in jeder Kabelkiste zu Genüge finden. Aber vielleicht wird es langsam mal Zeit für ein USB-C-auf-MCC-Kabel.

Holster als Zubehör

Zusätzlich zu den Taschenlampen bietet Olight auch einen neuen Holster für den Gürtel oder die Wandmontage an. Die Taschenlampen bleiben mit einem gewissen Widerstand im Holster, können also nicht mal eben rausrutschen, sollte man etwa hinfallen. Interessanterweise ist die Arkpro Ultra etwas leichtgängiger beim Einschub. Die alten Arkfeld-Taschenlampen passen prinzipiell auch, allerdings reicht schon einfaches Hüpfen mit dem Holster am Gürtel, damit die Taschenlampen sich bewegen. Das ist also keine gute Idee.

Allgemein waren wir von dem Holster nicht so angetan. Die Arkpro (Ultra) ist flach genug, um sie in der Hose etwa in der Tasche, die mal für Taschenuhren gedacht war, zu positionieren, die man heutzutage auch gerne für Münzgeld benutzt. Das setzt natürlich eine entsprechende Tasche voraus. Fehlt die, dann sehen wir einen Mehrwert im Holster, auch wenn der ziemlich hervorsteht.

Interessanterweise wird die Taschenlampe mit dem Kopf nach oben eingeschoben. Der Grund: Von unten kann der MCC-Magnetstecker herangeführt werden. Das ist vor allem für die Wandmontage des Holsters praktisch. Dann clippt man das MCC-Ladekabel nämlich einfach nur unten an. Wer mehrere MCC-Taschenlampen hat, der sollte das Geld aber lieber in eine Omino-Ladestation mit vier Anschlüssen investieren. Die ist meist billiger als vier Holster und vier separate Ladekabel.

Voller MCC-Support, sowohl per Dock … (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Voller MCC-Support, sowohl per Dock … (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
… als auch am Holster. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
… als auch am Holster. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Die Arkpro Ultra: Ein paar Spielereien extra

Neben der Arpro hat Olight auch eine Ultra-Variante in einem Olivgrün angeboten. Das Gehäuse ist sichtbar aufwendiger konstruiert, angefangen beim Schriftzug bis hin zur seitlichen Perforierung zur Griffstabilität. Zudem nutzt Olight eine spezielle OAL genannte Aluminiumlegierung, die vor allem widerstandsfähiger sein soll als bei den normalen Arkpro aus 6061-Aluminium. Wir haben die Taschenlampe allerdings keinen destruktiven Tests unterzogen.  Zusätzlich bietet die Arkpro Ultra beim Fluglicht 1.700 statt 1.500 Lumen im kurz verfügbaren Turbomodus für den die Taschenlampe aber einen guten Ladestatus haben muss.

Beim genauen Hinsehen, sehen wir die Unterschiede zwischen der Arkpro und der Arkpro Ultra im Flutlichtmodus. In der Praxis macht das aber keinen Unterschied. Dafür sind die Lumenwerte einfach zu nah beieinander.

Die Arkpro Ultra hat zudem eine Arkbeat genannte LED unterhalb der Bedienung. Auch diese befindet sich unter dem perforierten Aluminium. Beim Anschalten pulsiert sie sechs Mal. Eine echte Funktion für den Alltag hat die LED aber nicht. In Abhängigkeit von der Nutzungsdauer verändert sie aber ihre Farbe. Das soll die Taschenlampe personalisieren. Ab 128 Stunden kann die Farbe aber auch eingestellt werden. Man schaltet sich sozusagen die freie Farbwahl frei. Das fällt vor allem unter Spielerei, dürfte aber Olight-Fans durchaus gefallen. Die Ultra ist letztendlich auch eine Art Angebot für Sammler.

Zwei-Wege-Clip der Arkpro Ultra (identisch mit der Arkpro). (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Zwei-Wege-Clip der Arkpro Ultra (identisch mit der Arkpro). (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Fazit

Mit der Arkpro und Arkpro Ultra hat Olight eine eine sehr gute Taschenlampen-Serie abgeliefert. Der Funktionsumfang gefällt. Vor allem Laser und Normallicht lassen sich nun viel leichter einstellen. Auch das Sperren der Lampe ist simpler geworden, dank der zwei Knöpfe. Deutlich verbessert wurde im Vergleich zur alten Arkfeld Pro auch der Drehschalter. Vor allem die Arkpro ist dadurch eine gute Anschaffung und bietet als EDC-Taschenlampe eine gute Ausstattung. Die Ultra-Variante lohnt sich hingegen rein von den Leistungsdaten kaum. Sie ist etwas für Fans.

Acebeams K1 mit ähnlichem Funktionsumfang und Nitecores EDC23 mit ähnlicher Form. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)
Acebeams K1 mit ähnlichem Funktionsumfang und Nitecores EDC23 mit ähnlicher Form. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Notebookcheck.com)

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Andreas Sebayang, 24.11.2025 (Update:  1.12.2025)