Die Unterhaltungselektronikbranche musste in den vergangenen Quartalen wiederholt Preiserhöhungen hinnehmen. Hauptgrund dafür war die massive Nachfrage in der Rechenzentrumsbranche, die zu ebenso gravierenden Störungen in der Lieferkette für DRAM und Speicher geführt hat. Beliebte Produkte wie Gaming-PCs, Laptops, Smartphones, Tablets und praktisch alles, was DRAM- und NAND-Chips verwendet, waren davon betroffen.
Andere Produkte wie Monitore, Lautsprecher, Tastaturen und Zubehör blieben von diesen Preiserhöhungen bislang weitgehend verschont. Nun sieht es allerdings danach aus, als könnte das nicht mehr lange so bleiben.
KTC: Ein großer Anbieter wird Opfer der steigenden Kosten
Auch wenn die Marke KTC im Bereich der Gaming-Monitore möglicherweise nicht so bekannt ist wie Gigabyte oder Asus, hielt das Unternehmen im Jahr 2022 immerhin einen beachtlichen 17-prozentigen Anteil am weltweiten Markt für Mini-LED-Monitore. Nun hat die Marke bekannt gegeben, dass auch bei Monitoren bald Preiserhöhungen anstehen. Wie VideoCardz berichtet, hat KTC angekündigt, die Preise für seine Produktpalette in naher Zukunft neu zu strukturieren.
Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltende Preiskrise bei PC-Komponenten. KTC könne diese gestiegenen Kosten nicht länger intern auffangen und werde daher einen Teil davon an die Kunden weitergeben. Allerdings ist allein die Tatsache, dass KTC seine potenziellen Kunden vorab darüber informiert, durchaus eine sehr faire Geste.
Die Marke erklärte ausdrücklich, dass diese frühzeitige Ankündigung denjenigen, die derzeit auf der Suche nach einem neuen Monitor sind, die Möglichkeit geben soll, ihren Kauf noch vor den Preisanpassungen zu tätigen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch andere OEMs Preisanpassungen für ihre Produktpaletten vornehmen werden, da die anhaltenden Engpässe, unter denen die PC-Branche leidet, keinerlei Anzeichen einer Entspannung zeigen. Ob andere Marken ebenfalls so kundenfreundlich sein werden, ihre geschätzten Kunden rechtzeitig vor solchen Preiserhöhungen zu warnen, bleibt abzuwarten.

Quelle(n)
KTC, via VideoCardz









