SOOOT Box aus Deutschland nutzt Apps aus Papier

Mit der SOOOT Box will die three-2-one GmbH aus Krefeld zeigen, dass Computer nicht unbedingt auf Touchscreens, Sprachsteuerung oder Smartphone-Apps angewiesen sein müssen. Denn die schlichte, schwarze Box nutzt stattdessen Lochkarten aus Papier. Diese SOOOT Cards verzichten gänzlich auf Elektronik, können also prinzipiell einfach selbst gebastelt werden.
Je nach eingelegter Lochkarte ändert sich die Funktion der SOOOT Box. Eine Lochkarte kann beispielsweise einen bestimmten Radiosender oder Podcast starten, Musik abspielen, einen Timer stellen oder sogar Smart-Home-Geräte steuern, beziehungsweise eine bestimmte Smart-Home-Szene starten. Wird die Lochkarte wieder herausgezogen, wird die entsprechende Funktion beendet. Spannend ist, dass zeitgleich bis zu vier Karten eingesteckt werden können, deren Funktion so kombiniert wird.
Werden beispielsweise eine Sleep-Timer-Karte und eine Podcast-Karte eingesteckt, endet die Wiedergabe automatisch nach Ablauf des Timers. Wird eine Bewegungssensor-Karte eingesteckt, aktiviert die SOOOT Box jedes Mal die Funktion der anderen drei Karten, wenn der Sensor Bewegung erkennt. Die Box muss anfangs zwar mit einer Smartphone-App eingerichtet werden, soll anschließend aber auch ohne App oder Internet funktionieren.
Die Hardware fällt relativ einfach aus, die 400 Gramm schwere, schwarze Box misst 11 x 6,6 x 9,6 Zentimeter und bietet neben dem Lochkarten-Leser lediglich eine rote LED-Matrix auf der Vorderseite und einen USB-C-Anschluss an der Rückseite. Der vom Nutzer austauschbare Akku soll eine Laufzeit von 18 Stunden ermöglichen. Die Box besitzt Stereo-Lautsprecher, ein Mikrofon, einen Bewegungssensor, einen 3,5 mm Kopfhöreranschluss, 2,4 GHz WLAN und Unterstützung für MQTT, um Smart-Home-Geräte zu steuern.
SOOOT Box startet 2027
three-2-one hat die SOOOT Box zur Dutch Design Week 2026 vorgestellt, der Verkaufsstart ist aber erst für das Jahr 2027 geplant. Details zum Preis sind noch nicht verfügbar. Wer Interesse hat, kann eine E-Mail-Adresse auf der Webseite des Herstellers hinterlegen.











