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Selbstreinigende Luftbefeuchter von Cado sammeln vor Japan-Start 162 Millionen Yen ein

Die Luftbefeuchter Cado STEM 700iH und STEM 300H geben feinen Wassernebel ab. Links ist das größere, rechts das kompaktere Modell zu sehen.
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Die Luftbefeuchter Cado STEM 700iH und STEM 300H geben feinen Wassernebel ab. Links ist das größere, rechts das kompaktere Modell zu sehen.
Die neuen Luftbefeuchter STEM 700iH und STEM 300H von Cado kommen am 13. November in Japan auf den Markt. Zuvor konnte der japanische Hersteller bei einer Crowdfunding-Kampagne mehr als 162 Millionen Yen (umgerechnet rund 922.000 Euro) von 3.887 Unterstützern einsammeln. Beide Modelle bieten eine automatische Wärmebehandlung des Wassers und sollen unter bestimmten Testbedingungen bis zu 90 Tage ohne regelmäßige Reinigung auskommen.

Der japanische Haushaltsgerätehersteller Cado hat bestätigt, dass seine neuen Luftbefeuchter STEM 700iH und STEM 300H ab dem 13. November 2026 regulär erhältlich sein werden. Zuvor hatte das Unternehmen eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen, bei der nach eigenen Angaben 162.621.416 Yen (umgerechnet rund 926.000 Euro) von insgesamt 3.887 Unterstützern zusammenkamen.

Die Kampagne lief vom 19. September bis zum 1. November auf der japanischen Plattform Makuake und ist inzwischen beendet. Bereits im Oktober hatte die Finanzierung die Marke von 100 Millionen Yen (rund 569.000 Euro) überschritten.

Doch was macht die neuen Luftbefeuchter so interessant? Beide Modelle sollen vor allem eines erleichtern: die oftmals lästige Reinigung.

Cados Clean-Heat-Technologie soll 90 Tage ohne regelmäßige Reinigung ermöglichen

Die Modelle STEM 700iH und STEM 300H nutzen Cados patentierte Clean-Heat-Technologie. Diese kombiniert eine Ultraschall-Luftbefeuchtung mit einer automatischen Erwärmung des Wassers.

Anstatt den gesamten Wasservorrat dauerhaft zum Kochen zu bringen, erhitzt das System das Wasser auf etwa 70 °C. Dadurch soll das Wachstum von Mikroorganismen gehemmt werden. Laut Cado (auf Japanisch) lässt sich die Anzahl der getesteten Mikroorganismen, darunter Bakterien, Hefen und Schimmelpilze, um 99,9 Prozent reduzieren. Grundlage dafür sind Labortests unter kontrollierten Bedingungen.

Das wichtigste Verkaufsargument ist allerdings das versprochene Reinigungsintervall von 90 Tagen.

Nach Angaben des Herstellers können die Luftbefeuchter eine ganze Saison lang ohne regelmäßige Reinigung betrieben werden. Diese Aussage gilt allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei den internen Tests liefen die Geräte an Werktagen jeweils acht Stunden auf niedriger Leistungsstufe. Zusätzlich wurden täglich zwei Heizzyklen durchgeführt.

Laut den internen Tests von Cado blieb die Bakterienbelastung beim Luftbefeuchter mit Clean Heat über 90 Tage hinweg niedrig, während sie beim herkömmlichen Modell deutlich anstieg.
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Interne Tests von Cado zeigen, dass die Bakterienzahl im LuftbefeuEin Diagramm von Cado vergleicht die Bakterienbelastung eines herkömmlichen Luftbefeuchters mit der eines Modells mit Clean-Heat-Technologie über einen Zeitraum von 90 Tagen.chter mit Clean Heat über 90 Tage niedrig bleibt, während sie bei einem herkömmlichen Modell stark ansteigt.

Der Hersteller räumt ein, dass auch bei den neuen Geräten eine Reinigung notwendig werden kann, wenn sich im normalen Betrieb Schmutz oder schleimige Ablagerungen bilden. Zudem müssen die Filterkartuschen regelmäßig ausgetauscht werden.

Interessant ist, dass sich das Clean-Heat-System bei vorhandenem Wasser im Tank ungefähr alle zwölf Stunden automatisch aktivieren kann, selbst wenn die Luftbefeuchtung ausgeschaltet ist. Das Gerät kann also aufhören, Wassernebel abzugeben, während die automatische Wärmebehandlung weiterhin durchgeführt wird.

Cado verspricht außerdem einen deutlich geringeren Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Dampf-Luftbefeuchtern. Unter den vom Hersteller festgelegten Vergleichsbedingungen soll der Strombedarf bei lediglich einem Siebtel liegen. Für den STEM 700iH errechnet Cado einen täglichen Energieverbrauch von etwa 500 Wh. Ein herkömmlicher Dampf-Luftbefeuchter mit 450 Watt Leistung würde unter denselben Annahmen rund 3.600 Wh benötigen. Die Berechnung basiert auf acht Stunden Betrieb und den angegebenen Heizzyklen. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt allerdings von der Nutzung ab.

STEM 700iH und STEM 300H: Die technischen Daten

Der größere STEM 700iH richtet sich vor allem an Wohnzimmer und andere geräumige Bereiche. Im 30-minütigen Schnellmodus erreicht er eine Befeuchtungsleistung von bis zu 700 Millilitern pro Stunde. Der Wassertank fasst 2,2 Liter. Im normalen Betrieb auf hoher Leistungsstufe sinkt die Befeuchtungsleistung auf 400 Milliliter pro Stunde.

Das Gerät misst etwa 270 Millimeter im Durchmesser und ist 869 Millimeter hoch. Das Gewicht liegt bei rund 4 Kilogramm. Die niedrigste angegebene Betriebslautstärke beträgt 22 dBA. Ein überarbeitetes LCD-Touchpanel zeigt die Luftfeuchtigkeit und weitere Betriebsinformationen an. Das größere Modell unterstützt außerdem die Fernüberwachung und -steuerung über vernetzte Funktionen.

Der kompaktere STEM 300H verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Er wurde für Schlafzimmer, Kinderzimmer und kleinere Räume entwickelt. Mit einem Durchmesser von etwa 194 Millimetern und einer Höhe von 275 Millimetern fällt er deutlich kleiner aus. Das Gewicht beträgt 2,2 Kilogramm.

Kurioserweise hat das kleinere Modell den größeren Wassertank. Während der STEM 700iH lediglich 2,2 Liter fasst, bietet der STEM 300H ein Fassungsvermögen von 2,5 Litern. Im 30-minütigen Schnellmodus erreicht der STEM 300H eine Befeuchtungsleistung von bis zu 300 Millilitern pro Stunde. Im normalen Betrieb auf hoher Leistungsstufe sind es 200 Milliliter pro Stunde. Die niedrigste angegebene Betriebslautstärke liegt bei nur 24 dBA.

Beide Modelle bieten einen Automatikmodus, einen Nachtmodus, einen Schnellmodus und einen manuellen Betrieb. Hinzu kommt eine LED-Beleuchtung, deren Farbe sich abhängig von der Luftfeuchtigkeit verändert. Außerdem lassen sich die Geräte so einstellen, dass sie sich nach einer, vier oder acht Stunden automatisch ausschalten.

Ein weiteres Problem herkömmlicher Ultraschall-Luftbefeuchter sind weiße Ablagerungen, die durch Mineralien im Wasser entstehen können. Cado setzt deshalb auf austauschbare Filterkartuschen, die einen Teil dieser Mineralien zurückhalten sollen. Wie effektiv die Filter arbeiten und wie lange sie halten, hängt allerdings vom Mineralgehalt und der Wasserhärte ab.

Marktstart in Japan am 13. November bestätigt

Laut der jüngsten Ankündigung von Cado (auf Japanisch) wird der STEM 700iH für 69.300 Yen (umgerechnet rund 395 Euro) angeboten. Das kleinere Modell STEM 300H kostet 27.500 Yen (rund 157 Euro). Beide Preise verstehen sich inklusive der japanischen Mehrwertsteuer.

Der reguläre Verkaufsstart ist für den 13. November vorgesehen. Die Luftbefeuchter sollen dann in Japan über Elektronikmärkte, Kaufhäuser, Einrichtungsgeschäfte und die Online-Vertriebskanäle von Cado erhältlich sein. Angaben zu internationalen Preisen oder einer möglichen Veröffentlichung außerhalb Japans gibt es bislang nicht.

Zusätzlich zu den bereits angekündigten Farbvarianten Cool Grey und Weiß wird eine schwarze Ausführung erhältlich sein, die allerdings ausgewählten offiziellen Cado-Geschäften vorbehalten bleibt.

Für Menschen in kälteren und feuchteren Regionen mag die Anschaffung eines Geräts, das der Luft zusätzliche Feuchtigkeit zuführt, zunächst ungewöhnlich erscheinen. Schließlich bringt der Winter häufig ohnehin reichlich Feuchtigkeit mit sich. Durch das Heizen kann die Raumluft allerdings überraschend trocken werden. Der eigentliche Reiz der neuen Cado-Luftbefeuchter dürfte deshalb nicht allein darin liegen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sondern vor allem in der Aussicht, dafür nicht noch eine weitere regelmäßige Reinigungsaufgabe übernehmen zu müssen.

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Autor: Louise Burke,  2.11.2026 (Update:  2.11.2026)